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Rügen Runter von der Couch: Sport im Mondschein
Vorpommern Rügen Runter von der Couch: Sport im Mondschein
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05:00 20.10.2018
Impressionen vom Bergener Fackellauf 2017. Knapp 240 Läufer sind an den Start gegangen. Quelle: Gero Schreiber
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Bergen

Die Stadt Bergen bereitet sich auf einen sportlichen Höhepunkt im Herbst vor. Die Einwohner sollen animiert werden, sich mehr zu bewegen und Sportvereinen wie dem Laufteam Rügen anzuschließen. Deshalb startet am kommenden Freitag, 26. Oktober, der zweite Rügener Fackellauf. Fast 240 Läufer sind im vergangenen Jahr zur ersten Auflage gekommen. Einen ähnlich guten Zulauf erhoffen sich die Organisatoren auch für 2018.

Allerdings wird die Stadt Bergen den sportlichen Höhepunkt im Herbst ohne den prominenten Sportler Christian Schenk durchführen. Im vergangenen Jahr war der frühere Olympiasieger im Zehnkampf noch Mitorganisator. Der Zwei-Meter-Hüne hatte viel geplant. Neben dem Fackellauf wollte er künftig die Rugard-Bühne beleben oder Trainingscamps mit renommierten Bundesliga-Vereinen organisieren sowie Sport-Stars zum Bergener Tennisturnier holen. Sein Vertrag als Kultur- und Stadtvermarkter in Bergen auf Rügen endete aber am 31. März fristgemäß. Die Stelle konnte aufgrund der kritischen Haushaltslage bisher noch nicht wieder ausgeschrieben werden.

Jetzt möchte die Stadt das sportliche Ereignis zusammen mit der Sparkasse Vorpommern und dem Laufteam Rügen angehen. Und mit einem lauten Knall soll es an diesem Abend beginnen. „Eine Besonderheit: Die Kanone, die sonst die Störtebeker Festspiele eröffnet, haben wir uns für diesen Abend ausgeliehen. Mit einem lauten Knall werden wir starten“, sagt Bürgermeisterin Anja Ratzke (parteilos). „Es gibt viele innovative Läufe, dieser in Bergen ist einer davon“, sagt Uta Donner, 1. Vorsitzende vom Laufteam Rügen. Zum einen sind Feuer und Dunkelheit für sie gleichermaßen spannend. „86 Fackeln werden entlang der Laufbahn im Bergener Stadion stehen und die Läufer anleuchten, die sich auf drei verschiedenen Strecken befinden“, erklärt sie. Zum anderen werden Menschen in diesem etwas ungewohnten Rahmen motiviert, sich zu bewegen oder sich dauerhaft für eine Sportart zu interessieren. „Ein wichtiger Punkt vorweg: Es geht hier nicht darum, wer als Erster über die Ziellinie läuft. Auch die einzelnen Runden werden nicht gezählt. Es geht schlichtweg darum, an dieser Laufveranstaltung mit Spaß und in Begleitung Gleichgesinnter mitzumachen“, sagt Vorstandsmitglied Irene Malenke.

Der Verein beteiligt sich an vielen Wettkämpfen im Jahr, konnte somit immer wieder Werbung für den Breitensport machen. „Vor drei bis vier Jahren waren wir 35 Mitglieder. Der Fackellauf und weitere Veranstaltungen haben dazu geführt, dass wir mittlerweile 45 Aktive sind“, erklärt Uta Donner. Sie gibt als Beispiel den Fackellauf aus dem vergangenen Jahr an, als dadurch Kinder und deren Eltern als neue Mitglieder hinzugewonnen werden konnten.

Die Organisatoren halten es mit der Anmeldung schlicht. Um 16 Uhr geht es an diesem Freitag los. Gestartet wird in drei verschiedenen Kategorien: 90 Minuten (Start: 18 Uhr, ab 14 Jahre), 60 Minuten (Start: 18.30 Uhr, ab 12 Jahre) und 30 Minuten (Start: 19 Uhr, ab acht Jahre). In diesem Jahr können die Sportler ihre Teilnahme nicht für das Sportabzeichen verwenden. „Dieser Termin findet seit 2018 an einem separaten Tag statt“, informiert Uta Donner. Wer aber eine Bescheinigung, etwa für die Krankenkasse, benötigt, kann sich ein entsprechendes Dokument im Anschluss abholen.

Auch nach dem Lauf, genau um 19.30 Uhr, kommt die Störtebeker-Kanone zum Einsatz. „Wir werden zudem um 20 Uhr ein Feuerwerk von der Tribüne zünden und somit der Sportveranstaltung einen gebührenden Rahmen geben“, sagt Anja Ratzke. Wer die Teilnehmer lautstark unterstützen möchte, ist zum Rügener Fackellauf ebenso eingeladen. Parkplätze sind rund um das Stadion in der Raddasstraße, Waldstraße und Graskammer reichlich vorhanden.

Mathias Otto

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