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Rügen In Rügens Norden entsteht ein neues Stranddorf
Vorpommern Rügen In Rügens Norden entsteht ein neues Stranddorf
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11:22 29.05.2019
Hans-Joachim Hohlweg und Knud Wilden (re.) übernehmen den Vertrieb der künftigen Häuser im „Stranddorf Lancken“. Quelle: Uwe Driest
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Die ersten vier von einmal 55 Projekthäusern seien bereits erstellt und verkauft, sagt Knud Wilden. Der ist Geschäftsführer der Berliner W&N Immobilien-Gruppe, welche nun den Vertrieb der geplanten und noch zu bauenden Häuser im sogenannten „Stranddorf Lancken“ übernimmt. „Die Käufer sind oft Familien, die ihr Wohn- oder Feriendomizil auch als Kapitalanlage oder zur Altersvorsorge nutzen“, so Wilden. In mehreren Bauabschnitten sollen in den kommenden Monaten in Lancken also 51 weitere „großzügig konzipierte Wohn- und Ferienhäuser, ortstypisch in reetgedeckter Massivbauweise mit gehobenem Standard“ entstehen, heißt es in der Beschreibung. „Alle Haustypen verfügen über einen weiträumigen Wohn- und Kochbereich mit Gartenzugang und Terrassen. Alle Schlafzimmer verfügen über ein angeschlossenes Badezimmer. Jedes Haus bietet für den anspruchsvollen Aufenthalt eine Sauna mit Wellnessbereich, einen Holz-Kaminofen und eine großzügige Gartenanlage mit landestypischen Friesenwällen aus Naturstein.“

Die Ausstattung habe man gewählt, um die Immobilien auch für eine Nutzung außerhalb der Saison attraktiv zu gestalten, erklärt Wildes Kollege Hans-Joachim Hohlweg. „Die künftigen Besitzer haben hier außerdem die Möglichkeit, ihr Haus als festen Wohnsitz über das ganze Jahr zu beziehen.“ Damit wird Hohlweg auch die finanzielle Möglichkeit meinen. Die Häuser mit einer Größe von 120 bis 144 Quadratmeter Wohnfläche kosten zwischen 450 000 und 720 000 Euro. Dass eine solche Summe für die einheimische Bevölkerung in der Regel nicht aufzubringen ist, weiß auch der Vermarkter. „Solange die öffentliche Hand keinen sozialen Wohnungsbau betreibt, wird sich an der Situation nichts ändern“, meint Hohlweg. Bauträger für das Projekt ist die Sparkassen-Tochter „Vorpommersche Erschließungsgesellschaft“ (VPE).

Wohnen ist Standortfaktor

Es habe sich in den vergangenen zwei Jahren wenig an der Nachfrage nach Immobilien geändert, weiß Rolf Kammann, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern (WFG). Diese Entwicklung führe zu höheren Preisen auf dem Immobilienmarkt. Die WFG erlebe, dass die Kaufkraft der regionalen Bevölkerung zunehmend von den Marktpreisen abweiche. Aus diesem Grund führte die Institution unlängst ein zweitägiges Branchentreffen mit dem Titel „Starke Regionen! Teures Wohnen?“ in Ribnitz-Damgarten durch. Auf Rügen gäbe es inzwischen mehr als genug Kapazität an Ferienunterkünften. Dass der Bau von bezahlbaren Wohnungen damit nicht Schritt hält, „führt auf der Insel zu einer angespannten Wohnsituation, Nutzungskonflikten und Verdrängung“. Wohnen sei heute ein Standortfaktor, weiß Kammann. „Wenn es Engpässe beim Personal gibt, Beschäftigte sich das Wohnen aber nicht leisten können, weil die Kaufkraft der regionalen Bevölkerung von Marktpreisen abweicht, ist das ein Standortnachteil.“

Land will Wohnungsmangel begegnen

Das weiß man auch bei der Sparkasse Vorpommern, die als öffentliche Körperschaft nicht nur Projekte wie jenes in Lancken umsetzt, sondern auch Finanzpartner für kommunale Baugesellschaften ist. Gemeinsam mit Landrat Stefan Kehrt und Infrastrukturminister Christian Pegel (beide SPD) dachte das Geldinstitut am Immobilientag in Ribnitz-Damgarten über Strategien der Regionalentwicklung nach. „Es wird auch darauf ankommen, den dringend benötigten Neuankömmlingen ein attraktives und bezahlbares Wohnungsangebot bereitstellen zu können“, sagte Kerth dort und Minister Pegel stellte Entlastung in Aussicht: „Um dem Wohnungsmangel vor allem in den Universitätsstädten und Tourismuszentren zu begegnen, wird die Landesregierung neben der Fortführung der bereits bestehenden Wohnungsbauförderprogramme den Bau von Mitarbeiterwohnungen in Ferienorten fördern, die Liegenschaftspolitik des Landes weiterentwickeln und ihre Vorgaben für Baustandards überprüfen“, nannte der Bauminister Beispiele aus dem 20-Punkte-Programm der Landesregierung.

Uwe Driest

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