Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rügen Kampf um Nonnensee-Parkplatz in Bergen geht in die nächste Runde
Vorpommern Rügen

Initiative will Parkplatz am Nonnensee in Bergen auf Rügen zurück

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:00 17.01.2020
Die Bürgerinitiative will diesen derzeit gesperrten Parkplatz am Nonnensee zurückhaben. Quelle: Anne Ziebarth
Anzeige
Bergen

Stadtvertreter und Bürger der Stadt Bergen haben diese Woche eine Initiative gegründet, die sich um den Erhalt des derzeit gesperrten Parkplatzes am Naherholungsgebiet „Nonnensee“ stark machen will. Bereits Ende 2016 war die Schließung der Stellfläche an der B 96, Einfahrt Duwenbeek, angekündigt worden. Das Straßenbauamt hatte seinerzeit erklärt, dass es sich bei dem Areal um einen wilden und damit illegalen Parkplatz handelte und dieser lediglich geduldet werde.

Seither ist um diesen kleinen Parkplatz, der laut Bergener Stadtverwaltung bestenfalls 15 Fahrzeugen Platz bietet, ein heftiger Streit entbrannt. Vor allem auch in Ermangelung einer Ersatzfläche. Die war zwar an der Gingster Chaussee vorgesehen, bis heute wurde sie aber noch nicht angelegt.

Mehr Platz für Autos

Seit einiger Zeit ist ein neuer Parkplatz im Ortsteil Stadthof im Gespräch. Der soll sich laut Stadtverwaltung nach Fertigstellung unmittelbar neben der gerade in der Entwicklung befindlichen Natur- und Erlebnisfläche „Nonnensee“ befinden und dann zwischen 30 und 40 Autos Platz bieten. Wie die Bergener Gewerbetreibende Bianca Pahnke mitteilt, sei die neue Initiativgruppe allerdings mit dieser Variante überhaupt nicht zufrieden.

Allein die Straße von der B 96 bis zum Parkplatz sei so unwegsam, dass sie eine Gefahrenquelle darstelle. „Zu unserer Veranstaltung waren alle Vorsitzenden der in der Stadtvertretung existierenden Fraktionen zugegen – außer das Bergener Bündnis – und wir waren uns einig, dass der alte Parkplatz erhalten bleiben soll“, sagt Bianca Pahnke.

Neuer Platz ein „Schnellschuss“?

Geschlossen wurde der Parkplatz Ende 2018, was unmittelbar sofort eine Unterschriftensammlung zur Wiedereröffnung nach sich zog. Initiatorin Ada Gil konnte damals berichten, dass in nur wenigen Tagen 200 Unterzeichner gewonnen werden konnten. Getan hat sich seither trotzdem recht wenig, weshalb die Initiative noch einmal einen Vorstoß wagen möchte. Auch wenn es von Pahnke heißt, dass man die neue Variante in Stadthof für einen „Schnellschuss“ halte, sind sich Stadtvertreter und Bürger noch nicht darüber einig, wie das Ringen um den alten Parkplatz fortgesetzt werden soll.

Von der Verwaltung favorisiert

Bergens Bürgermeisterin Anja Ratzke kann die neuen Aktivitäten nicht nachvollziehen. „Die Stadtvertreter sind vollumfänglich von dem Vorhaben, einen neuen Parkplatz in Stadthof zu bauen, informiert worden“, sagt sie. „Und von der Verwaltung wird diese Variante als die schnellste und einfachste Lösung ganz klar favorisiert.“ Ratzke hält den neuen Standort in vielerlei Hinsicht für sehr optimal. Nicht nur, weil er weit aus mehr Fahrzeugen Platz bieten würde: „Wir entwickeln mit 600.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung derzeit eine Natur- und Erlebnisfläche, die von dem Parkplatz aus sofort erreichbar ist. Von dort aus ist man direkt und in Kürze auf dem altbekannten Rundweg.“ Schon in diesem Frühjahr soll das Naherholungsprojekt fertiggestellt sein.

Für den Parkplatz gebe es derzeit unter anderem noch naturschutzrechtliche Fragen zu klären. Damit steht man laut Bürgermeisterin aber ebenfalls kurz vor dem Ende, weshalb auch die Stellfläche recht zügig angelegt werden könnte. Was die Initiative dagegensetzen will und mit welchen Mitteln um das alte, gesperrte Areal gerungen werden soll, wird sich laut Pahnke erst in der kommenden Woche klären.

Von Jens-Uwe Berndt

Der sich rasant entwickelnde Binzer Ortsteil Prora auf Rügen soll ein Zentrum mit touristischer Erlebnisqualität erhalten. Dazu entwickelt die Gemeinde Binz derzeit ein Leitbild. Demnach könnten ein Meeressteg, Kunstobjekte, Interaktionsangebote im Wald und digitale Erlebniswelten Anziehungspunkte werden.

17.01.2020

Samantha Lingner aus Bobbin auf Rügen leidet an einem schweren Lipödem. Nur eine OP kann gegen die Fettverteilungsstörung helfen, doch die Krankenkasse lehnte bisher ab. Freunde sammeln deshalb für die 19-Jährige Spenden.

17.01.2020

Aufgrund der Krankheit hat Samantha Lingner aus Bobbin auf Rügen 60 Kilogramm zugenommen. Doch die Krankenkasse will eine Operation nicht bezahlen. Nun sammeln Freunde und Familie Geld für die junge Frau.

17.01.2020