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Rügen Weltrekord-Sandburg in Binz kommt in Form
Vorpommern Rügen Weltrekord-Sandburg in Binz kommt in Form
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19:05 28.05.2019
Das Prachtexemplar in Binz besteht aus über 9000 Tonnen Sand, der lediglich mit Wasser unter hohem Druck verdichtet wird. Quelle: Christine Zillmer
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Binz

Bis zum 5. Juni soll es vollbracht sein: Dann soll in Binz die höchste Sandburg der Welt stehen. Mit 17,50 Meter könnte sie die im Guinness Buch stehende Höhenmarke von 16,68 Metern fast einen Meter überragen. Bereits 2017 hatte Thomas van den Dungen vom Sandskulpturen-Festival versucht, den Weltrekord nach Rügen zu holen. Damals war die Sandburg drei Tage vor Fertigstellung zusammengestürzt.

Seit Montag haben nun Künstler aus aller Welt begonnen, aus dem riesigen Sandberg eine Burg zu modellieren. Das Team um den aus Holland angereisten Künstler Martin de Zoete schaufelt, spachtelt, modelliert und pustet mit kleinen Trinkhalmen in dieser Zeitspanne an dem gigantischen Sandhaufen herum.

9000 Tonnen Sand

„Es ist jedes Mal eine große Herausforderung, Wind, Wetter und andere Bedingungen spielen für den Erfolg eine große Rolle“, sagt Martin de Zoete, der bereits seit 20 Jahren Sandskulpturen baut und auf dessen Kappe einige Giganten gehen. „Ich habe an so vielen Orten auf der Welt gearbeitet zum Beispiel in Kuwait oder hier auf Rügen.“

Das Prachtexemplar in Binz entsteht aus über 9000 Tonnen Sand, der lediglich mit Wasser unter hohem Druck verdichtet wird. Der Durchmesser am Fuße der Burg beträgt 27 Meter. In der Mitte seien es circa 16 Meter. Die Vorbereitungen dauerten fast zwei Wochen. Ganze Lkw-Ladungen an frischem Sand wurden angekarrt.

Sand von der Insel

„Sie können sich ja vorstellen, wie oft ein Kipper hier Sand ablädt, wenn der gerade mal 25 Tonnen fasst“, sagt Dieter Thomas, Mitarbeiter der Besucherbetreuung auf dem Gelände.“ Viel Sand wäre noch von anderen alten Burgen verwendet worden. „Wenn Sie den Haufen eine Weile stehen lassen, bildet sich eine frische Grasschicht darauf“, sagt Thomas. Das Auftürmen des Berges erfordert eine riesige Sandrampe, auf der ein Schaufelbagger Platz findet. „Die Raupe fährt dann ständig hoch und türmte die Sandmengen nach und nach auf“, erinnert sich der Angestellte. Bei dem Sand handelt es sich um jungen scharfkantigen Sand von der Insel Rügen aus einem Abbau in Zirkow, der noch nicht von Wind und Wetter abgeschliffen ist.

Die Idee zur Entstehung einer Burg hatte Künstler Martin de Zoete. „Ich habe vor ein paar Jahren auf Rügen die längste Sandburg gebaut, jetzt soll es die höchste werden.“ Das Motiv sei frei erfunden und werde während des Bauprozesses im Erscheinungsbild auch immer wieder angepasst. „Es entsteht dann hier mal ein Fenster mehr oder andere Veränderungen werden realisiert. Das mache so ein Projekt auch spannend, meint der Architekt. „Man kann nur keinen schiefen Turm von Pisa bauen“ scherzt der 47 Jährige.

Kunst und Statik

Die Helfer auf dem Turm haben Kunstschulen besucht oder sind Bildhauer. „Du musst viel von Statik verstehen und rechnen können, Druck, Sand, Wasser und Feingefühl helfen“, so de Zoete. Am Ende kommt eine Jury, misst die Sandburg zum Stichtag in ihrer Höhe und überreicht die verdiente Urkunde. „Wir sind wirklich alle sehr gespannt auf das Ergebnis“, sagt der Holländer.

Bis dahin können Besucher und Interessierte am Rand der Baustelle gemütlich bei Kaffee und Kuchen im Strandkorb sitzen und dem Treiben zusehen. Die Künstler erfrischen sich zwischendurch mit kühlen Getränken. Zu bestaunen sind natürlich auch die vielen anderen Sandskulpturen täglich von 10 bis 18 Uhr im weißen Zelt auf dem Gelände. Motto dieses Jahres: „Best of 10 Jahre Sandfest Rügen.“

Drei Weltrekord-Titel besitzt Thomas van den Dungen bereits: 2011 ließ er in Glowe auf Rügen die längste Sandburg der Welt bauen, 2013 in St. Peter-Ording sowohl die höchste per Hand gebaute Sandburg sowie die meisten in einer Stunde gebauten Sandburgen.

Christine Zillmer

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