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Rügen Bergener Jugendclub-Idee sorgt für erste Spekulationen über Objekt
Vorpommern Rügen

Jugendclub für Bergen auf Rügen im Gespräch

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19:00 06.01.2020
Der sogenannte Sero-Würfel in Rotensee weckt bei Jugendclub-Befürwortern Begehrlichkeiten. Quelle: Uwe Driest
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Bergen

Bekommt die Stadt Bergen einen neuen Jugendclub? Ginge es nach den Fraktionen der AfD und des Bergener Bündnisses (BB), geschähe das eher heute als morgen. Und auch der Kinder- und Jugendbeirat kann sich für diesen Gedanken sehr erwärmen. Auf Bergens jüngster Sozialausschusssitzung hatten Beiratsvertreter einen wahren Wünschekatalog abgearbeitet. Der beinhaltete zum Beispiel eine materielle und technische Basis. Dazu gehörten die Bereitstellung von Wlan, Computertechnik, einen Billardtisch oder ein Tischkickerspiel. Die jungen Leute wollen in ihrer Einrichtung musizieren, kochen und backen, experimentieren, von hier aus sollen Ausflüge starten und am Abend soll es auch mal Discos geben.

Antrag fand Mehrheit

Dass das Thema derzeit von den Stadtvertretern und berufenen Bürgern überhaupt so intensiv beackert wird, hängt mit einem Antrag der AfD und des BB zusammen, der auf der Stadtvertretersitzung am 30. Oktober mehrheitlich angenommen worden war. Darin heißt es: „Die Stadt beschließt die Errichtung und Schaffung eines Jugendclubs für Bergen“. Demnach hätten Zwölf- bis Sechzehnjährige in Bergen keinen Ort für sich. Treffpunkte seien derzeit vor allem Tiefgaragen und Parks. Das sahen in der Diskussion nicht alle Stadtvertreter so. Kritiker des Antrags verwiesen auf Angebote für Jugendliche in der Mehrgenerationenbegegnungsstätte Bergen Süd und der Begegnungseinrichtung Rotensee.

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Ausschreibung für Jugendarbeit läuft

Bürgermeisterin Anja Ratzke verhehlt nicht, dass sie an die „Errichtung“ eines ganz neuen Jugendclubs nicht glaubt. „Wir haben bereits zwei Anlaufstellen mit Angeboten für Kinder und Jugendliche“, sagt sie. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da noch eine dritte geben wird.“ Außerdem laufe gerade die Ausschreibung für Leistungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit. In die geforderte Leistungspalette seien die Wünsche des Kinder- und Jugendbeirates mit eingeflossen. Und eines der Vergabekriterien sei auch ein Jugendclub. Wie diese Aufgabe dann am Ende realisiert wird, ist laut Ratzke Verhandlungsbasis.

Sero-Würfel eine Option?

Nach Informationen der OSTSEE-ZEITUNG liebäugeln einige Stadtvertreter mit dem so genannten Sero-Würfel in Rotensee, worin sich jetzt unter anderem die Tafel befindet. Früher hatte der Stadtschuster hier seine Werkstatt. Wie die Bürgermeisterin sagt, war das Gebäude einst aus Liquiditätsgründen im Bestand der Bergener Wohnungsgesellschaft, ist jetzt aber wieder städtische Immobilie. Anja Ratzke möchte aber jeglichen Spekulationen Einhalt gebieten, da sie es für ausgesprochen unwahrscheinlich hält, dass die Tafel der Installation eines Jugendclubs weichen müsste.

Ein Garten am Club

„Wir sind noch mitten im Prozess, eine Lösung zu finden“, sagt Ratzke. „Am 15. Januar wird die Ausschreibung der Leistungen beendet. Dann sind wir einen Schritt weiter.“ Es hänge ganz stark von dem ab, der den Zuschlag erhält, wie die Kinder- und Jugendarbeit in Bergen künftig gestaltet wird. Dass es zu Veränderungen kommen werde, ist allerdings möglich. Interessant findet sie dabei zum Beispiel, dass sich die Vertreter des Kinder- und Jugendbeirates an ihrem Jugendclub einen Garten wünschten. Und dass sie versicherten, in ihrer Einrichtung künftig selbst für Sauberkeit und Ordnungs sorgen zu wollen.

Von Jens-Uwe Berndt

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