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Rügen Klares Votum für die Schranken
Vorpommern Rügen Klares Votum für die Schranken
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06:45 16.01.2015
Daniel Kasprzyk mit seiner Frau Kathleen und zwei der drei Kinder am Bahnübergang in Borchtitz. Wird der geschlossen, muss die Familie große Umwege fahren.
Daniel Kasprzyk mit seiner Frau Kathleen und zwei der drei Kinder am Bahnübergang in Borchtitz. Wird der geschlossen, muss die Familie große Umwege fahren. Quelle: Maik Trettin
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Lietzow

Die Lietzower sind strikt dagegen, dass der Bahnübergang Borchtitz geschlossen wird. Das sehen Pläne der Deutschen Bahn vor. Sie will den Übergang in diesem Jahr ersatzlos beseitigen.

Dazu haben sich am Mittwochabend die Gemeindevertreter positioniert. Einstimmig votierten sie gegen das Vorhaben der Bahn, für das zurzeit das Planfeststellungsverfahren durchgeführt wird. Das Schließen des Übergangs hätte zur Folge, dass Einwohner von Borchtitz sowie Unternehmen im Gewerbegebiet an der Südstraße weite Umweg in Kauf nehmen müssen.

Zurzeit haben sie noch eine direkte und kurze Anbindung an Rügens Hauptverkehrsader, denn der Bahnübergang liegt direkt an der B96. Wird er geschlossen, müssen die Betroffenen über die Südstraße nach Mukran und dann wieder zurück über die Nordstraße fahren, um an die B 96 zu gelangen.

Der Umweg beträgt laut Bahn exakt 8,76 Kilometer, für Hin- und Rücktour sind das mehr als 17 Kilometer. Diesen Umweg müssen auch die Rettungskräfte nehmen. Ihr Eintreffen bei einem Notfall würde sich damit um Minuten verzögern, was verheerende Folgen haben könnte, gab Gemeindevertreter Lars Riske, Wehrführer der freiwillige Feuerwehr in Lietzow zu bedenken.

Laut Bürgermeister soll es zum Vorhaben im Februar ein Gespräch mit der Bahn und Vertretern aus Lietzow und Sassnitz auf Rügen geben.



Udo Burwitz