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Rügen Klassik, Klezmer und Kunst in Kasnevitz
Vorpommern Rügen Klassik, Klezmer und Kunst in Kasnevitz
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10:22 12.07.2019
Bis Ende August findet der Konzertsommer in Kasnevitz statt. Zusätzlich gibt es einen Filmabend im Oktober. Quelle: Mathias Otto
Kasnevitz

Musik, Kunst, Schauspiel, Unterhaltung, Entspannung: Die Veranstalter des Konzertsommers in der St. Jakobs-Kirche Kasnevitz sind auf ein kulturelles Programm vorbereitet. Bis Ende August sind Klänge von Trompete, Harfe, Orgel und Co. im Gotteshaus des kleinen Ortes zu hören. „Diese Unterhaltung im Sommer und in der Kirche kommt gut an bei den Menschen. Wir gehen deshalb mit dieser Veranstaltung ins dritte Jahr“, sagt Mitorganisator Martin Hurtienne vom Sommermusikkreis.

Bach, Strawinsky und Co.

Die Flyer mit den Terminen und Informationen über die aktuelle Ausstellung sind gedruckt und wurden bereits in den benachbarten Orten verteilt. Insgesamt acht Konzerte stehen auf dem Programm. „Musikliebhaber können sich die kommenden Freitagabende vormerken. Jeweils um 19.30 Uhr wird der Raum in der Kirche mit Musik gefüllt sein“, sagt er. Das erste Konzert mit Cembalo und Orgel fand in der vergangenen Woche statt. Weiter geht es heute mit Ruben Bartolomäus (Trompete und Alex Bergstedt (Orgel). Die beiden Männer spielen Werke von Bach, Clarke und Purcell.

Im Juli ertönt zudem Klezmer-Musik in Verbindung mit Violoncello und Harfe (19. Juli) sowie Musik aus später Renaissance und Barock (26. Juli). Bis auf den 23. August ist der kommende Monat geprägt von Musik der englischen Renaissance bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts (2. August), Musik unter dem Motto „Bach und Meer“ (9. August) und Tangos von Bach, Strawinsky, Naklicki und Piazzolla (16. August). Den Abschluss bildet eine „literarisch-musikalische Reise durch die Nacht“ (30. August).

„Jedes Konzert dauert ungefähr 60 Minuten. Im Anschluss haben die Besucher die Möglichkeit, bei Holunder-Sekt, Wein und Wasser mit den Musikern zu reden. Das Gespräch und das Kennenlernen sind uns ein wichtiges und schönes Anliegen“, sagt Martin Hurtienne.

Filminstallation „Landstrich“

In der Kapelle nebenan ist im Sommer der Film „Landstrich“ zu sehen – Eine Geschichte über das Schweigen, Erinnern und Erzählen. Der Kurzfilm handelt vom Schicksal einer deutschen Familie zwischen Kriegsende und Mauerfall. Der Film ist wie alle Filme der Künstlerin Juliane Ebner biografisch inspiriert und nicht auf die offizielle Geschichtsschreibung, sondern auf die individuelle Wahrnehmung gerichtet.

Juliane Ebner traf Martin Hurtienne im Bundestag. Er hatte dort geschäftlich für seine Firma FLZ aus Lauterbach zu tun, sie arbeitete im Rahmen eines Stipendiums an ihrem Film über „Uns Deutsche“. Es geht darin um Vater- und Mutterland, um Herkunft und Heimat, um Fotos aus Nazi- oder DDR-Zeit und natürlich um Strichzeichnungen von Juliane Ebner. So fragte Hurtienne die Stralsunder Künstlerin kurzerhand, ob sie den Streifen nicht vielleicht in den Räumen seiner heimischen Kirchengemeinde zeigen wolle. „Als 89-erin freute ich mich wahnsinnig über die Anfrage aus meiner Heimat“, sagt Juliane Ebner.

Der Film, der bis zum 11. Oktober täglich von 11 bis 17 Uhr zu sehen ist, sei ein „formal wie inhaltlich herausragendes filmisches Werk“, lobte die Fachwelt und würdigte Ebners Werk mit der „Goldenen Lola“, dem Deutschen Kurzfilmpreis, und mittlerweile fast 50 weitere Würdigungen.

„Welcome to Norway“

Einige Wochen nach dem letzten Konzert soll der Abschluss mit einer Filmvorführung in der Kirche beendet werden. Diese findet am 11. Oktober um 19.30 Uhr statt. Gezeigt wird „Welcome to Norway“ aus dem Jahr 2016. 50 Flüchtlinge kommen in den dünnbesiedelten Norden Norwegens, einer der Einwohner wittert ein gutes Geschäft. Das ist die Ausgangssituation dieser Komödie. Veranstalter sind hier der Kirchenkreis Mecklenburg und der Pommersche Evangelische Kirchenkreis.

Mathias Otto

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