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Rügen Kranke Eschen: Kahlschlag im Rügener Westen
Vorpommern Rügen Kranke Eschen: Kahlschlag im Rügener Westen
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07:34 03.11.2014
Revierförster Cornell Kuithan hat den Beweis in der Hand: Der Eschenstamm zerbröselt von innen.
Revierförster Cornell Kuithan hat den Beweis in der Hand: Der Eschenstamm zerbröselt von innen. Quelle: Chris-Marco Herold
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Moisselbritz

Ein Waldgebiet zwischen Moisselbritz und Kartzitz ist derzeit der Schauplatz eines gewaltigen Kahlschlags auf der Insel Rügen. „Es ist die größte zusammenhängende Abholzung seit Jahren. Auf einer Fläche von 18 Hektar Größe verschwinden die Bäume", sagt Cornell Kuithan. Aber der Revierförster für West-Rügen schränkt ein: „Gefällt werden ausschließlich Eschen, weil die sämtlichst krank sind.“ Ihre Triebe sind geschädigt. Die Bäume sterben ab.

Dafür macht Kuithan das Falsche Weiße Stengelbecherchen verantwortlich. Die Pilzart bildet sich auf dem abgeworfenen Laub der Eschen, wird von dort durch die Luft verbreitet.

Da das Holz dieser Bäume von dürftiger Qualität ist, kann es allenfalls für Spanplatten verwendet werden, weiß der Förster über die Zukunft der im Durchschnitt 80 Jahre alten Eschen zu berichten. Ohne Pilzbefall würden sie erst in 40 Jahren gefällt und ihr Holz zu hochwertigeren Produkten verarbeitet werden.



Gerit Herold