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Rügen Kreativ mit Pinsel und Farbe: Zweite Auflage von „Rügen malt“ beginnt
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Kreativ mit Pinsel und Farbe: Zweite Auflage von „Rügen malt“ beginnt

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14:02 22.01.2020
Antje Hartung von der Bergener Volkshochschule hängt das Bild „Mutter mit Kind“ von Barbara Graunke aus Lauterbach auf. Quelle: Jens-Uwe Berndt
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Bergen

48 Bilder von Hobbymalern der Insel Rügen werden ab dem 23. Januar in den Gängen und Räumen der Bergener Volkshochschule (VHS) in der Störtebekerstraße zu sehen sein. Ausgestellt werden die Arbeiten im Rahmen der Aktion „Rügen malt“, die von Antje Hartung, Fachbereichsleiterin Kunst und Kreatives Gestalten, zum zweiten Mal ausgerichtet wird.

Bei der Auswahl der eingereichten Kreationen war Hartung ebenso rigoros wie kulant. „Bewerber vom Festland habe ich konsequent abgelehnt“, sagt die VHS-Mitarbeiterin. „Irgendwo muss man eine Grenze ziehen. Und die ganze Sache heißt nicht umsonst ,Rügen malt‘.“

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Der Veranstaltungstitel bestimmt auch, welche Techniken erlaubt sind. Denn die Arbeiten müssen dem Begriff „malen“ zumindest nahekommen. „Deshalb ist diesmal tatsächlich eine Arbeit nicht angenommen worden“, sagt Hartung weiter. „In jenem Fall hatte jemand ein Bild mit aufgeklebten Holzstücken gestaltet. Das geht über unser Motto hinaus.“ Und schließlich seien Zu-spät-Kommer, die ihre Werke nicht bis zum festgesetzten Termin einreichten, ebenfalls zurückgewiesen worden.

Mut zur Öffentlichkeit

Was Antje Hartung aber strikt unterlässt, ist eine qualitative Bewertung der Bilder. „Wir sind keine Galerie“, sagt sie. „Es steht mir nicht zu, darüber zu urteilen, wie gut jemand ist. Und darum geht es hier auch gar nicht. Wir wollen zeigen, wie groß die Vielfalt der Hobbykünstler auf Rügen ist.“

Dass obendrein unter den ausstellenden Freizeitkünstlern welche sind, die zum allerersten Mal ihre Bilder in der Öffentlichkeit zeigen, ist ein positiver Effekt, über den Antje Hartung sehr glücklich ist. „In manchen Schreiben zu den Bildern stand, dass der jeweilige Künstler nur wegen unserer Veranstaltung endlich den Mut fasste, auch mal anderen zu zeigen, was er kann.“

Kontakte und Gespräche

Rügen malt“ hatte schon im vergangenen Jahr gezeigt, dass sich hinter der Veranstaltung viel mehr verbirgt, als der Titel im ersten Moment verrät. „Wir von der Volkshochschule können zeigen, dass wir mehr sind als nur eine Einrichtung mit Kursen und Weiterbildung“, sagt Antje Hartung. „Wir sind auch ein Ort der Begegnung, wo Menschen zusammenkommen und sich austauschen.“

Die Hobbykünstler würden zum Teil geradezu darauf brennen, die Arbeiten der anderen zu sehen. Und viele seien zum Auftakt am 23. Januar um 17 Uhr auch vor Ort, um mit Besuchern und anderen Künstlern ins Gespräch zu kommen. Hartung weiß aus dem vergangenen Jahr, dass Kontakte entstanden, die bis heute anhalten.

Hälfte erstmals dabei

Der größte Raum der Volkshochschule kann dieses Mal nicht genutzt werden, da hier Sanierungsarbeiten anstehen. Für Antje Hartung ist es eine Herausforderung, trotzdem alle Bilder unterzukriegen. Beim nächsten Mal, wenn wieder alle Winkel der Schul-Etage zur Verfügung stehen, wird sie die Ausstellung auf 60 Arbeiten aufstocken können. Dann ist allerdings Ende der Fahnenstange. Und eine Erweiterung hält sie für wenig sinnvoll.

Ebenso wenig möchte Hartung das Spektrum ausdehnen. Skulpturen oder andere kreative Ideen sollen außen vor bleiben, denn allein die Zahl der Maler und Zeichner auf Rügen sei enorm hoch. So sei gut die Hälfte der Aussteller aus diesem Jahr zum ersten Mal mit dabei.

Bei vorheriger Anmeldung gibt es eine Führung

Geöffnet ist die Exposition „Rügen malt“ wochentags von circa 8 bis 16 Uhr. Mit den Bürozeiten habe das nichts zu tun. Allerdings empfiehlt Hartung Gruppen, sich vorher anzumelden. Dann würde sie eine Führung anbieten. Die Bilder der Hobbymaler bleiben bis zum 5. März hängen.

Übrigens plant die Stralsunder VHS nach dem Bergener Vorbild unter dem Titel „Stralsund malt“ eine ähnliche Veranstaltungsreihe. Hier soll unter der Regie von Kornelia Hoertzsch vom 26. Februar bis 9. April eine erste Ausstellung stattfinden.

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Von Jens-Uwe Berndt

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