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Rügen Kreuzung: Gefahr noch nicht gebannt
Vorpommern Rügen Kreuzung: Gefahr noch nicht gebannt
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17:01 24.07.2018
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Lancken-Granitz

Mit der Bedarfsampel konnte die gefährliche Situation an der B 196 im Ort deutlich entschärft werden. „Damit haben wir einen echten Meilenstein geschafft“, sagt die Bürgermeisterin der Gemeinde Henny Hoffmann. Von der Zusage durch das Straßenbauamt 2012 bis zur diesjährigen Fertigstellung sind einige Jahre ins Land gezogen. „Es war uns als Gemeinde sehr wichtig, denn es hatte eine sehr gefährliche Situation mit einem Kind gegeben“, sagt sie.Trotz der Freude - verkehrssicher ist die Kreuzung nach wie vor nicht. Für Radfahrer, die aus Richtung Bergen auf dem Radweg durch Lancken-Granitz fahren, ergibt sich eine große Gefahr. Autofahrern nämlich, die aus Blieschow auf die B 196 einbiegen wollen, wird die Sicht nach rechts auf den Radweg durch eine Hecke versperrt. Durch ein Hinweisschild werden die Radler daher dazu aufgefordert, vor der Einmündung abzusteigen.

Die Gefahrenstelle an der Einmündung in Lancken-Granitz ist auch durch den neuen Übergang noch nicht behoben. Quelle: Uwe Driest

Radfahrer reagieren teilweise empört

Daran halten sich allerdings die wenigsten. Und so kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Diese hat Anwohnerin Sabine Dombrowski bereits zuhauf erleben müssen. „Um an der Stelle etwas sehen zu können, stehe ich schon mit der halben Motorhaube auf der Straße“, sagt sie. Dadurch seien aber nicht nur gefährliche Situationen entstanden. „Ich hatte schon die Faust auf der Motorhaube und manche Radfahrer treten mir auch ins Auto“, sagt sie, „obwohl ich sachte in die Kreuzung hineinfahre.“

Besorgte Anwohnerin

Sabine Dombrowski ist aber nicht nur aufgebracht, sondern auch sehr besorgt. „Ich hab’ Angst, dass mir mal einer auf die Bundesstraße ausweicht und dann kommt ein Auto aus Richtung Sellin, da hat der Radfahrer keine Chance“. Um die Situation zu entschärfen, wünscht sie sich eine Barriere auf dem Radweg oder einen Spiegel auf der gegenüberliegenden Straßenseite. „Ich hab sogar Schwerin kontaktiert und würde den Spiegel auch selbst bezahlen, aber ich hab nie eine Antwort bekommen“. Von den Behörden und Ämtern vor Ort sei sie immer nur vertröstet worden. Es hieß, dass die Gefahr an der Einmündung im Zuge der Umgestaltung gemindert werden soll. „Eigentlich wollten wir eine Komplettlösung. Aber damals hat es nicht geklappt, das Ganze planerisch unter einen Hut zu bringen“, sagt Henny Hoffmann. Auch im Amt ist das Problem bekannt. „Ja, wir haben da eine eingeschränkte Sicht“, sagt der amtierende Leiter Arne Fründt, „durch die Verlegung des Radweges und das Stutzen der Hecke wurde die allerdings deutlich verbessert“.

Lösung nicht in Sicht

Sabine Dombrowski sieht das anders. Durch die gestrichelten weißen Streifen rechts und links des Radweges fühlten sich die Radler im Recht und beachten nicht, dass sie zu ihrer eigenen Sicherheit eigentlich absteigen sollen. Die Situation sei durch die Umgestaltung verschlechtert worden, sagt sie. Wie es an der Kreuzung weitergeht, ist also völlig offen. „Ein Spiegel ist ein Verkehrszeichen, dessen Aufstellung geprüft werden muss“, sagt Arne Fründt. Dazu seien etwa auch Unfallstatistiken nötig. „Und wir können da ja auch keinen Tunnel bauen oder den Eigentümer zwingen, die Hecke runterzunehmen.“ Stattdessen appelliert er an die gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr. Henny Hoffmann will indes am Ball bleiben. Der Kampf um die Bedarfsampel sei ein sehr harter gewesen und habe absolute Priorität gehabt, sagt sie. „Aber nun ist wieder ein bisschen Luft, und es wäre großartig, wenn wir auch da noch eine Lösung finden würden“.

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