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Rügen Kreuzung Prora Nord: mehr Sicherheit, weniger Staus
Vorpommern Rügen Kreuzung Prora Nord: mehr Sicherheit, weniger Staus
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17:49 18.09.2019
Die Kreuzung wurde neu strukturiert. Quelle: Lutz Reuter/Gemeinde Binz
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Prora

Der Ausbau des Knotenpunktes am Bahnübergang in Prora Nord ist abgeschlossen – und zwar viel früher als geplant Ende Dezember. Bauherr ist die Gemeinde Binz.

„Für viele einzelne Maßnahmen war bei der Planung noch vorgesehen, dass sie nacheinander abgearbeitet werden. Durch technische Umstellungen konnten diese aber während der Bauphase zeitgleich vorgenommen werden, was eine deutliche Zeitersparnis zur Folge hatte“, begründet Pressesprecher Lutz Reuter.

Neue Abbiegespur

Im Mai dieses Jahres hatte der Ausbau des bisher unübersichtlichen Kreuzungsbereiches begonnen. Dieser wurde neu strukturiert, um ihn für Fahrzeugführer, Radler und Fußgänger sicherer zu machen. Zudem soll die neugestaltete Fahrbahn (Proraer Allee), die jetzt eine Abbiege- sowie eine Durchgangsspur für den Autoverkehr aus Richtung Binz kommend hat, vor allem in den Sommermonaten für Entlastung sorgen. Denn regelmäßig kam es dort zu langen Staus – vor allem, wenn die Bahnschranken sich schlossen.

Fußgägerinseln und neue Gehwege wurden geschaffen. Quelle: Lutz Reuter/Gemeinde Binz

Mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer sollen auch der neugebaute Gehweg bis zum Bahnhof Prora Nord, drei Fußgängerinseln sowie die barrierefreie Gestaltung des gesamten Bereichs gewährleisten. Eingerichtet wurden Blindenleitsystemsteine sowie Bordsteinabsenkungen zur besseren Straßenüberquerung für Rollstuhlfahrer. Radfahrer werden nun sicher von der Landesstraße 29 auf die Proraer Allee geführt.

Zunehmender Verkehr in Prora

„Die Fertigstellung des Knotenpunktes ist auch ein wichtiger Schritt, damit der zunehmenden Zahl der Einwohner in Prora sowie dem wachsenden Tourismus die notwendige Infrastruktur zur Verfügung gestellt werden kann“,so Lutz Reuter. Um dem künftigen Verkehrsaufkommen im Zusammenhang mit der Entwicklung des Erschließungsgebietes der Vierten Straße gerecht werden zu können, sei der vorhandene Geh- und Radweg in diesem Bereich verbreitert worden. „Da es während des Umbaus zeitweise zu Einschränkungen gekommen war, bedankt sich die Gemeindeverwaltung für das Verständnis aller betroffenen Verkehrsteilnehmer“, so Reuter.

Die Gesamtkosten für die Neugestaltung des Knotenpunktes belaufen sich auf etwa 1,3 Millionen Euro. Ein Großteil der Kosten konnte durch Fördermittel des Landes finanziert werden.

Zweite Stichstraße statt Kreuzungsausbau

Um diesen neuralgischen Verkehrsknotenpunkt am Bahnübergang vor dem Hintergrund des steigenden Verkehrsaufkommens in Prora weiter zu entlasten, soll mittelfristig noch ein Anschluss von der Proraer Allee auf die Landesstraße 29 in Richtung Bergen (Karower Kreuzung) erfolgen. Der erste Bypass auf die L 29 wurde bereits in Richtung Mukran/Sassnitz gelegt. Im Mai letzten Jahres wurde die rund 130 Meter lange Einfädelspur auf die L 29 für den Verkehr freigegeben worden. Aus Richtung Mukran ist die Auffahrt auf die Proraer Allee nicht möglich.

Ursprünglich war an dieser Stelle ein umfassender Kreuzungsausbau angedacht. In diesem Zusammenhang hätte auch eine Ampelregelung geprüft werden müssen. „Die Kosten wären sehr hoch gewesen“, erklärt Bauamtsleiterin Romy Guruz. „Als wir die Straße in Richtung Mukran geöffnet haben, haben wir mit dem Straßenbauamt einen Rundgang gemacht und wir alle fanden, dass es eine gute Lösung wäre, die zweite Stichstraße auszubauen anstatt den ganzen Knoten zu bearbeiten.“

Vorhaben soll 2020 realisiert werden

Die betreffende Stelle befindet sich rund zehn Meter weiter von dem Stich entfernt, der während der Bauphase beziehungsweise Sperrung an der Kreuzung am Bahnübergang Prora Nord als Umleitungsstrecke für die ÖPNV-Busse genutzt wurde. Diese Stichstraße führt unter die Brücke durch dann in einer 360-Grad-Kurve auf die L29. Dort können Fahrzeugführer dann rechts in Richtung Bergen abbiegen.

Diese Alternative können Fahrzeugführer nutzen, sollte der Verkehr es an der neu ausgebauten Kreuzung stocken. „Wenn es mal irgendein Problem am Knoten gibt, kann durch die beiden Stichstraßen dann der Verkehr in beide Richtungen abgeführt werden“, so Guruz.

Derzeit sei die Verwaltung dabei, die Genehmigungen für die Straßenbaumaßnahme einzuholen. Geplant ist, dass das Vorhaben im nächsten Jahr realisiert werden kann.

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