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Rügen „Kubitzer Bodden“: Das erste Baugrundstück ist verkauft
Vorpommern Rügen „Kubitzer Bodden“: Das erste Baugrundstück ist verkauft
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07:35 31.03.2019
Katrin Jürgens, Geschäftsführerin der Domicil Rügen UG, steht vor dem Bebauungsgebiet in Dreschvitz Quelle: Mathias Otto
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Dreschvitz

Es kommt Bewegung ins Bauvorhaben „Wohn- und Ferienpark Kubitzer Bodden“ in Dreschvitz. Auf einer Fläche von knapp 45 000 Quadratmetern im Westen des Dorfes sollen künftig 25 Wohnhäuser stehen. Später kommen Ferienhäuser hinzu. Je nach Geldbeutel und Bedürfnisse der Häuslebauer kann zwischen einer Grundstücksgröße von 400 bis 1000 Quadratmeter gewählt werden.

Geplant ist dieses Wohngebiet schon seit etlichen Jahren. Der Gemeinde wurde in den 90er Jahren das insgesamt 60 000 Quadratmeter große Grundstück zwischen Ortsdurchfahrt und Diabetesdorf verkauft. Die damals beauftragte Entwicklungsgesellschaft sollte das Baugebiet planen, parzellieren und erschließen. Der Kaufvertrag hätte laut Rechtsaufsicht des Kreises aber genehmigt werden müssen. Deshalb wurde dieser Vertrag unwirksam. Seitdem hat sich wenig getan auf dieser Fläche. Vor sechs Jahren wurde schließlich die Domicil West Rügen UG als Projektgesellschaft für die Gestaltung dieses Wohngebietes gegründet, die jetzt für die Vermarktung und die Verwaltung verantwortlich ist.

Insgesamt 25 Baugrundstücke

Katrin Jürgens, Geschäftsführerin der Domicil West Rügen UG, fuhr kürzlich in den Ort, um sich ein Bild dieser Fläche zu verschaffen. Eine befestigte Straße führt bereits durchs Gebiet zwischen Gingster Chaussee, Landower Straße und Eichenweg. Die ersten elf Häuser stehen hier schon seit einigen Jahren, die restliche Fläche in der Nachbarschaft lag bis vor Kurzem brach. „Die einzelnen Grundstücke sind mittlerweile erschlossen. Wer sich den Traum eines Eigenheimes ermöglichen möchte, kann sofort mit dem Bauen loslegen“, sagt die Geschäftsführerin. Je nach Größe der Fläche und Lage im neuen Wohngebiet liegen die Preise zwischen 46 und 81 Euro pro Quadratmeter. Das erste von 25 Grundstücken hat Katrin Jürgens diese Woche verkauft, in den nächsten Tagen soll der zweite Vertrag unterschrieben werden.

Die Geschäftsführerin kann sich vorstellen, dass hier künftig viele Rügener Familien in den Ort ziehen wollen. „Obwohl Dreschvitz nicht viele Einwohner hat, ist dieses Dorf sehr gut aufgestellt. Wir haben hier die Umwelt-Schule, in der Kinder bis zur sechsten Klasse unterrichtet werden. Und wir haben hier einen Kindergarten. Das sind zwei wesentliche Gründe für junge Leute, die sich ein Haus bauen wollen“, sagt sie. Auch Supermärkte und Ärzte in Samtens und Gingst sind nur wenige Kilometer entfernt. „Ich bin schon gespannt, welche Leute sich Dreschvitz als Wohnstandort vorstellen können und wie sich das neue Wohngebiet entwickeln wird“, so Katrin Jürgens. Die Familien sollen sich wohlfühlen. Denn inmitten des geplanten Gebietes ist ein Spielplatz geplant, auch eine Landgaststätte direkt an der Kreuzung. „Dieses Grundstück kann flexibel gestaltet werden. Beispielsweise ein Bäcker oder ein Bio-Hof würden ebenso ins Bild passen“, sagt sie.

Ferienhäuser in der zweiten Reihe

Wenn alle Häuser für das Wohngebiet verkauft sind, geht es mit den Planungen für die Ferienhäuser, die dann in zweiter Reihe stehen sollen, weiter. Familienvater Bernd Peter kennt diese Fläche nur von den Bauzeichnungen, hat sich aber schon entschieden, sein eigenes Ferienhaus in Dreschvitz zu bauen. „Wir kommen schon seit vielen Jahren zur Insel Rügen, diese Gegend ist traumhaft“, sagt der 55-jährige Schornsteinfeger aus Baden-Württemberg. Früher hat er mit seiner Familie oft seinen Urlaub in Dänemark verbracht. „Irgendwann haben wir Rügen entdeckt und uns hier vom ersten Moment wie zu Hause gefühlt“, sagt er. Sein Traum ist es, seine Zeit als Rentner auf der Insel zu verbringen, um hier zu wandern oder mit dem Rad entlang der Ostsee zu fahren.

Mathias Otto