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Rügen Künstler bringt kleines Bild groß raus
Vorpommern Rügen Künstler bringt kleines Bild groß raus
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00:00 09.02.2013
Der Hobbykünstler Manfred Diekmann (r.) und sein Helfer Hans-Werner Kubsch mit dem Entwurf des Bildes.
Der Hobbykünstler Manfred Diekmann (r.) und sein Helfer Hans-Werner Kubsch mit dem Entwurf des Bildes. Quelle: Dieter Lindemann
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„Für mich ist es eine neue Herausforderung meines künstlerisches Schaffens, denn bisher malte ich besonders Landschaftsbilder der Insel Rügen in verschiedenen Formaten, aber so ein riesiges Wandbild habe ich noch nicht gemalt”, meinte Diekmann.

Diese Idee wurde im vergangenen Sommer geboren, als Manfred Diekmann in seinem Atelier am Spitzen Ort in Lietzow von einer Lehrerin der Grundschule besucht wurde. Im Gespräch nahm die Idee schnell Formen an. Nun wird sie in die Tat umgesetzt.

Dabei ist Diekmann der Schule durchaus verbunden. „Mein achtjähriger Enkel Sascha lernt dort, und da ich gerne die Schule unterstützen möchte, willigte ich auch gleich ein. Als Bild kam für die Nationalparkschule natürlich nur eine Landschaft des Nationalparkes Jasmund in Frage: weiße Kreidefelsen, grüne Buchenwälder, blauer Himmel mit weißen Wolken und das Ostseeufer samt der vielen Steine. Zur Auswahl standen Ansichten vom Königsstuhl, den Wissower Klinken, der Ernst-Moritz-Arndt-Sicht”, sagt Manfred Diekmann. Die Entscheidung wurde schließlich vom Kollegium der Schule getroffen. Es ist eine schöne Ansicht vom Nationalpark — ein Blick von der Uferzone in Richtung der Ernst-Moritz-Arndt-Sicht und weiter zu den Wissower Klinken.

In den zwei Wochen Winterferien will Diekmann sein Großprojekt geschafft haben. Nicht sehr viel Zeit — deshalb hat er sich nicht lange bei der Vorrede aufgehalten. In Kisten standen Behälter mit elf verschiedenen Voll- und Abtönfarben sowie mehrere Plasteeimer zum Mischen der Farben und zahlreiche große und kleine Pinsel bereit.

Diese Gegenstände wurden erstmal beiseite gelegt, denn die erste Aufgabe war es, das Bild in die große Wandfläche einzupassen. Mit Bandmaß und Wasserwaage wurde ein Rahmen für die Bildfläche geschaffen. Im Anschluss wurden die Fixpunkte für den Horizont, Uferzonen, Waldbegrenzung festgelegt. Und dann ging‘s los: Mit großen Pinseln wurden der Himmel, die Kreidefelsen, das Wasser, die Steine auf die Wand gebracht.

Und immer wieder hat Diekmann der Entwurf zur Hand genommen, um zu vergleichen. Eine Sorge hat der Künstler, denn auf der großen Wand befindet sich ein rechteckiger Kasten in der Größe von 25 mal 18 Zentimeter. Dabei handelt es sich um den Schullautsprecher. Den muss Diekmann noch irgendwie in seinem Wandgemälde unterbringen.

Auf Umweg zur Malerei
Manfred Diekmann, Jahrgang 1944, wohnt mit seiner Frau in Lietzow, wo er seine Ideen für Bilder in einer Malstube umsetzt. Zur Malerei kam der gebürtige Berliner über den Umweg der Holzbildhauerei, als Ausgleich zum stressigen Berufsalltag. Sein Ziel, die natürliche Realität und Schönheit der Insel Rügen in Öl darzustellen, setzt er mit Hilfe von Skizzen und Fotos um.

Dieter Lindemann

09.02.2013
09.02.2013
09.02.2013