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Rügen So wird über Rügen diskutiert: Promenade, E-Mobilität und Tradition
Vorpommern Rügen So wird über Rügen diskutiert: Promenade, E-Mobilität und Tradition
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15:52 13.11.2019
Die Zukunft des Fischerei- und Hafenmuseums im Sassnitzer Stadthafen ist ungewiss. Viele Menschen sind empört. Quelle: Andreas Pfaffe
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Rügen

HZ: Verschobene Prioritäten

Zum Beitrag „Das Villen-Paradies am Ostsee-Strand“ (OZ vom 12. September):

In der OSTSEE-ZEITUNG stand, dass die Strandpromenade von Binz die teuerste Straße des Landes ist. Dies kann aber nur auf die Gebäude zutreffen, denn die Strandpromenade befindet sich in einem katastrophalen Zustand. Einige Abschnitte sehen noch aus wie vor 30 Jahren, und da sah sie schon nicht gut aus. Mit der neuen Gemeindevertretung hatte ich gehofft, dass jetzt eine Veränderung eintritt. Aber der Trend der letzten Jahre wird fortgesetzt. Infrastruktureinrichtungen, die bereits saniert oder neu gebaut wurden, sind in den letzten Jahren umgestaltet worden. Ich erwähne hier das Haus des Gastes, den Kleinbahnhof, den Kurplatz, den Park der Sinne usw. Dies wird nun fortgesetzt. Es wurde der Beschluss gefasst, die Strandtoilette am Abgang 28 abzureißen und neu zu bauen. Begründung: Sie ist nicht familienfreundlich und behindertengerecht. Die Toilette wurde 1993 gebaut. Am seitlichem Zugang befindet sich die Behindertentoilette. Wenn am Strandabgang 23 eine Toilette, wie vorgesehen, gebaut wird, dann ist auch das Argument der Überlastung hinfällig. Klappwickeltische befanden sich jeweils im Damen- und Herrenbereich. Das es hierfür keinen separaten Raum gibt, rechtfertigt aber noch nicht einen Neubau. Wahrscheinlich stört das Gebäude in der Bäderarchitektur. Hier soll wahrscheinlich auch ein Bauwerk wie analog an der Seebrücke oder wie in Prora entstehen. Die Prioritäten sind total verschoben, wenn man den maroden Zustand der Strandpromenade, der Straßen und Gehsteige in der Ortslage und die fehlenden Radwege im und außerhalb des Ortes betrachtet. Wenn man dies in Ordnung gebracht hat und die noch geplanten Investitionen realisiert sind, dann kann man an die Modernisierung der vorhandenen Infrastruktur denken. Liebe Binzer, schaut Euch das Toilettengebäude an und dann geht die Strandpromenade in Richtung Hotel Arkona. Dann entscheidet, welche Maßnahme Priorität haben sollte. Übrigens: Fördermittel zur weiteren Sanierung der Strandpromenade hatten das Wirtschaftsministerium und das Landesförderinstitut schon im Jahre 2011 zugesagt.

HZ: Nachweis für Ladefähigkeit

Zu Beiträgen über Umweltverschmutzung und E-Mobilität

Als minimaler Beitrag zur Verbesserung der Luftverschmutzung und Umwelt fahren wir seit einigen Monaten einen Pkw als Hybridfahrzeug. So können nahezu alle Fahrten auf der Insel Rügen leise und ohne Schadstoffe im Elektrobetrieb durchgeführt werden. Dass wir dafür noch von der Stadtverwaltung Bergen bestraft werden, lässt die Beteuerungen der Politiker einmal mehr als hohles Geschwätz erscheinen. Zur Aufladung des Fahrzeuges nutzen wir seit einigen Wochen die Ladesäule der e.dis auf dem Markt in Bergen. Hier sind die Parkplätze für Hybrid- und E-Fahrzeuge extra gekennzeichnet. Nunmehr erhielten wir von der Stadtverwaltung Bergen einen Bußgeldbescheid mit Androhung eines Bußgeldverfahrens, weil der Mitarbeiterin der Behörde nicht klar war, dass unser Fahrzeug auch elektrisch geladen werden kann. Obwohl das Stromkabel aus dem Heck des Fahrzeuges weithin sichtbar herausragt und die Typbezeichnung „350 e“ klar und deutlich auf ein Elektrofahrzeug hindeutet, sollen wir nun nachweisen, dass das Fahrzeug elektrisch geladen werden kann oder extra ein Kennzeichen anfertigen lassen, damit die unwissende Mitarbeiterin der Stadtverwaltung aus dem Foto des Frontkennzeichen erkennen kann, dass es sich um ein Elektrofahrzeug handelt. Hallo Stadt Bergen. Geht’s noch? Sieht so eure Unterstützung für Bürger aus, welche einen Beitrag zur Umweltverbesserung leisten? Wir fordern die Stadt Bergen nun auf, den Bußgeldbescheid öffentlich zurückzunehmen.

Auf der Facebook-Seite der OZ-Lokalredaktion von Rügen haben sich zahlreiche Nutzer und Leser zum Thema „Geschlossen: Wie geht es mit dem Sassnitzer Fischerei- und Hafenmuseum weiter?“ kontrovers geäußert:

Hauptsache Kultur wird eingestampft. Alles für die Wirtschaft, aber nichts für den einzelnen Bürger. Museen zu schließen, ist eine Schande. Ausbauen und zum Rügen-Museum updaten. Geschichtliches über die einzelnen Orte rein und eben Rügen genau beleuchten, um so einen zentralen Punkt zu schaffen – von Rügen, für Rügen, auf Rügen. Kann doch nicht so schwer sein Leute … Außer natürlich die Verantwortlichen interessiert das Wohl und die Kultur der Insel einen Sch…, dann natürlich wie gewohnt lieber das Geld ins eigene Portemonnaie.

Dort wird deutsche Kultur und deutsche Fischereitechnik und Tradition dargestellt. Das ist wohl nicht mehr zeitgemäß. Und wieder ein kleines Stück Identität weg.

8000 Besucher pro Jahr? Was kostet da der Eintritt? Bei angenommenen 10 Euro macht das 80 000 Euro Umsatz pro Jahr. Davon kann kein Betrieb und dessen Mitarbeiter leben. Es sollte also ein vernünftiges Konzept erarbeitet werden – inklusive Marketing, um die Frequenz der Besucher zu heben.

Wo sind die ehemals stolzen Fischer der Stadt Sassnitz? Erst lassen sie sich die Jobs und Quoten vernichten und dann ihre gesamte Fischereigeschichte. Hauptsache es gibt jetzt ein paar Blechhütten im Hafen, mehr Parkplätze zum Abzocken und einen direkten Weg vom Zentrum, um sich das politische Trauerspiel besser anschauen zu können.

Von Jens-Uwe Berndt

Ein vier Jahre zurückliegender Fall der ungenehmigten Rodung eines Deiches in Moisselbritz auf Rügen beschäftigt die Behörden noch immer. Nun hat der Bürgerbeauftragte Matthias Crone das Thema in den Landtag getragen. Er sagt „Naturschutz darf nicht beliebig sein“.

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Mehrere brennende Mülltonnen haben die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr Baabe am Mittwoch in einem Ferienhausgebiet gelöscht. Die Brandursache ist noch unklar.

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Die Insel ist am Freitag zum vierten Mal beim „Bundesweiten Vorlesetag“ dabei. Der ist Teil der mittlerweile 3. Hiddenseer Büchertage vom 14. bis 16. November.

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