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Rügen Malerei und Zeichnungen: Doppel-Ausstellung nach der Winterpause
Vorpommern Rügen Malerei und Zeichnungen: Doppel-Ausstellung nach der Winterpause
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06:00 11.03.2019
Galeristin Susanne Burmester und Gunilla Jähnichen (l.) stehen vor einem von 16 Werken der Künstlerin. Quelle: Mathias Otto
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Putbus

Die Wintersaison ist für die Galeristin Susanne Burmester vorbei. Seit Sonnabend sind im „Circus eins“ in Putbus Werke zweier Frauen zu sehen. Die Greifswalderin Daniela Risch und Gunilla Jähnichen aus Berlin stehen im Mittelpunkt dieser Ausstellung. Sie stellen hier bis zum 28. April ihre Kunstwerke aus.

Susanne Burmester kommt ins Schwärmen, wenn sie die 16 Bilder von Gunilla Jähnichen betrachtet. „Ich arbeite mit dieser Künstlerin schon seit vielen Jahren zusammen. Ich habe ihre Werke in ihrer Galerie gesehen und war sofort begeistert“, sagt sie. Die Berlinerin zeigt auf der Insel eine Auswahl von Werken, in denen sie sich mit dem Unsagbaren auseinandersetzt. „Sie beschäftigt sich mit dem Phänomen, das wir alle kennen: Auch wenn wir meinen, alles perfekt unter Kontrolle zu halten, gibt es doch etwas, was uns verunsichert“, so die Galeristin. Dies könne aus dem Unbewussten kommen oder aus dem sozialen Miteinander – „in jedem Fall verändert es unseren Alltag“.

„Bilder schwingen zwischen naiv und bitterböse.“

„Ich beziehe mich in meiner Ausstellung auf das Phänomen, das im Zusammenhang mit anonymen Kontaktbörsen entstanden ist“, sagt die Künstlerin. Immer wieder würde es nach persönlichen Treffen vorkommen, dass Menschen den Kontakt ohne vorherige Ankündigung abbrechen. Diese Unfähigkeit dieser Kommunikation nennt sie in der Ausstellung schlicht „Ghosting“. Gunilla Jähnichen erklärt es anhand eines ihrer Lieblingsbilder. Dabei hat sie nach einer Vorlage der deutschen Malerin Paula Modersohn-Becker gearbeitet. Das Original zeigt ein Paar. Die Künstlerin hat in diesem Werk eine Figur verändert, sie wirkt für den Betrachter, auch wenn sie dabei mit warmen Farben gearbeitet hat, unwirklich, nicht nahbar. Die großen schwarzen Augen stechen hervor. „Sie setzt Farben ein, die als brav gelten, malt nur Punkte, obwohl sie besonders gut Augen malen kann oder gibt sich blauäugig, um hinter der Oberfläche das Unheil zu beschwören. Ihre Bilder schwingen zwischen extrem naiv und bitterböse.“ So beschreibt es die Galeristin. „Die einzelnen Werke entstehen im Laufe des Malens. Teilweise benötige ich mehrere Monate. Ich stelle die Bilder immer wieder weg. Wenn ich dann eine Inspiration habe, nehme ich das passende Werk erneut vor. Dieser Prozess kann mehrere Monate dauern“, berichtet die Künstlerin von ihrer Arbeit.

57 Einzelstücke

Die Werke, die in einem anderen Raum im „Circus eins“ an der Wand hängen, stammen von Daniela Risch. Sie stellt hier zum ersten Mal aus. Sie zeigt mehrere Serien von Zeichnungen, die in den vergangenen Monaten entstanden sind. Die Künstlerin, die sich mit Fotoserien, Videoarbeiten und fiktive Fotoreportagen beschäftigt, hat sich für diese Ausstellung intensiv mit dem Medium der Zeichnung zugewandt. So nutzt sie etwa in ihren Schreibmaschinenzeichnungen technische Vorgaben, um das Potenzial der Variationsmöglichkeiten auszureizen. „Fehlerhafte Buchstaben, ein Verschmieren des Farbbandes, ein schräg eingelegtes Papier oder der Einsatz unterschiedlicher Schreibmaschinen erzeugen zufällige Spuren“, sagt Susanne Burmester. Mit 57 Einzelstücken ist Daniela Risch vertreten. Unter anderem bewegt sie sich in der Reihe „Superficial Scratches“ mit dem Papier durch den Raum, um zufällige Licht- und Schattenspuren zeichnerisch einzufangen. „Sie folgt damit einer dokumentarischen Haltung, die mit der Fotografie verwandt ist“, sagt Susanne Burmester.

Beide Ausstellungen sind bis Ende März donnerstags bis sonntags jeweils von 11 bis 17 Uhr zu sehen, ab dem 1. April jeden Tag, auch von 11 bis 17 Uhr.

Mathias Otto

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