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Rügen Malermeister hält die Fäden in der Hand
Vorpommern Rügen Malermeister hält die Fäden in der Hand
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14:32 28.02.2019
Malermeister Volker Reining führt das Geschäft in zweiter Generation. Quelle: Christine Zillmer
Bergen

Als Malermeister und Firmeninhaber Volker Reining neulich beim Zahnarzt war, durfte sein Enkel Falko die Ärztin bei der Untersuchung des Opas unterstützen. Viel Lob gab es dabei für den Zehnjährigen und den Vorschlag der Zahnärztin, er könne ja ebenfalls Zahnarzt werden. Talent genug wäre wohl da. Tja, da hat sie nicht mit dem Enkel von Volker Reining gerechnet und mit dessen handfesten Wünschen. „Opa, ich werde lieber Malermeister, das ist doch besser“, sagte Falko ganz selbstverständlich.

Für den Malermeister Reining ein tolles Gefühl. „Ich nehme den Kleinen ganz oft mit auf unsere Baustellen und ich freue mich, dass er Interesse hat“, sagt der 53-Jährige. „In ein paar Jahren wird mein Sohn Christoph die Leitung übernehmen und danach dann ja vielleicht mein Enkel.“ Bereits in zweiter Generation besteht die Firma seit 1968. Den Grundstein für mehr als 50 Jahre Firmengeschichte setzte sein Vater Eckhard.“

In die Fußstapfen des Vaters getreten

Volker Reining wurde in Bergen geboren. Dort lebte er zusammen mit seinen Eltern und mit zwei weiteren Geschwistern, die Großeltern in Woldenitz, ein kleines Dorf zwischen Parchow und Breege auf Wittow. „Wir wuchsen ziemlich frei auf. In jeder möglichen Minute waren wir bei meinen Großeltern, konnten in der Natur toben und von morgens bis abends spielen“, sagt er. Die Zahl der Spielgefährten schwankte zwischen 15 und 20 Kindern, Freunde und Urlauberkinder. „Die Straße im Örtchen Bischhofsdorf war für uns ein echter Bolzplatz. Heute fahren auf der Straße viel zu viele Autos“, erinnert sich Volker Reining.

„Als ich drei Jahre alt war, fing mein Vater mit einem Fahrrad, einem Eimer und einem Pinsel an, seinem Malergewerbe in Juliusruh nachzugehen.“ Die Gemeinde hatte allerdings keine Räume und so zog er mit seinem Gewerbe nach Bergen. Schon früh war klar, dass Volker in die Fußstapfen des Vaters tritt. „Ich machte nach der zehnten Klasse in Binz in der damaligen Produktionsgenossenschaft des Handwerk ‚Farbe und Glas‘ ausbilden. Ich hatte Spaß bei der Arbeit, war schnell und präzise.“ Nach der Gesellenprüfung kam in eine Brigade des Betriebes. „Wir arbeiteten gut und waren sehr produktiv.“ Ziel sollte nach der Gesellen- die Meisterprüfung sein. „Ich wäre damals der jüngste Meister gewesen, entschied mich aber dagegen.“

„Wir behaupteten uns“

Reining wollte sich nicht zehn Jahre an den Betrieb binden. „Ich wollte es meinem Vater gleich machen und eine Firma in Juliusruh eröffnen.“ Ohne Meister aber keine eigene Firma. Reining war zu diesem Zeitpunkt gerade 21 Jahre alt. „Das Geld, was ich regulär verdiente, konnte ich damals schon aufstocken. Ich arbeitete viel. Meine eigene kleine Familie bekam mich in der Zeit selten zu Gesicht.“ In der politischen Wende- und Umbruchphase 1989 wechselte Reining dann doch in den elterlichen Betrieb. In dieser wurde er Meister. „Vor der Wende war es als Einzelunternehmer sehr schwierig. Ich hatte danach aber alle Möglichkeiten und wir behaupteten uns“, sagt Volker Reining.

Und er hält noch heute die Fäden in der Hand, lenkt und leitet. Der Unternehmer sitzt an seinem Schreibtisch im Büro und schaut stolz auf das Familienfoto an der Wand. „Ich habe eine tolle Frau, eine Tochter und einen Sohn, eine Enkelin und zwei Enkel. Volker Reining ist ein echter Familienmensch. Mich bringt nichts so leicht aus der Ruhe.“ Der Betrieb beschäftigt über 20 Mitarbeiter, er ist Innungsobermeister und unterstützt die hiesige Feuerwehr. „Und ich pflege meine Stammkunden“, sagt Volker Reining. Das sei wichtig, neben den Aufträgen für seine Großkunden. „In ein paar Jahren sitzt mein Sohn Christoph hier und bestimmt schaffen wir auch die nächsten 50 Jahre.“

Christine Zillmer

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