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Rügen Manuel Kuse gewinnt den wiederbelebten Halbmarathon in Binz
Vorpommern Rügen Manuel Kuse gewinnt den wiederbelebten Halbmarathon in Binz
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13:43 13.05.2019
Manuel Kuse (201) gewann die neunte Auflage des Binzer Halbmarathons. Mit einer Zeit von deutlich unter eineinhalb Stunden hatte er im Ziel einen großen Vorsprung auf den zweitplatzierten Tom Landmann.  Quelle: Fotos (2): Fiete Ehrhardt
Binz

Tolle Stimmung, Sonne und läuferfreundliche Temperaturen, perfekte Voraussetzungen für die Wiederbelebung des Binzer Halbmarathons. 110 Laufbegeisterte stellten sich der anspruchsvollen Strecke des Halbmarathons und auch der Crosslauf über 10,7 Kilometer stieß auf große Beliebtheit.

Auf der Langdistanz konnte Manuel Kuse seine Erfolgsserie fortsetzen und sich beim 9. Binzer Halbmarathon den Gesamtsieg sichern. „Für mich lief heute wirklich alles glatt. Besonders da es ja mein Heimrennen ist, habe ich damit auch eines meiner Ziele für diese Saison erfüllt“, berichtete der aus Binz kommende Läufer glücklich. „Vor dem Lauf hatte ich mir vorgenommen unter einer Stunde und 30 Minuten zu laufen und konnte diese Zeit deutlich unterbieten, was mich sehr zufrieden stimmt“, so Kuse, derr nach nur 1:24:11 Stunden als erster entlang den zahlreichen, anfeuernden Zuschauern in den Zielbereich kam. „Über die Zeit bin ich positiv überrascht. Die Strecke ist wirklich anspruchsvoll, weil man neben dem unbefestigten Boden im Wald auch zahlreiche Anstiege vor sich hat, die im Oberschenkel ordentlich brennen“, erzählte der M30 Athlet.

Kuse setzte sich gleich beim Start an die Spitze des Läuferfeldes und baute seine Führung bis zum letzten Kilometer auf knapp drei Minuten zum Zweitplatzierten Tom Landmann aus Stralsund aus. „Ich konnte mein Tempo über die komplette Distanz durchziehen und habe mich sehr gut gefühlt. Weil ich die Strecke im Training schon vor dem Wettkampf einmal abgelaufen war und jede Woche in unseren Wäldern trainiere, wusste ich schon, was auf mich zukommt. So konnte ich meine Kraft gut einteilen und hab mich von den kurzen, harten Anstiegen nicht überraschen lassen“, erklärte Kuse von der gleichnamigen Fischräucherei zu seinen Vorbereitungen.

Auf der zweiten Strecke über 10,7 km ging die Goldmedaille nicht auf die Insel Rügen. Alexander Au von der HSG Uni Greifswald zeigte am Schmachter See eine starke Vorstellung und lief mit 40:10 Minuten als Gesamtsieger der Kurzstrecke ein. „Das war einfach ein geiler Wettkampf“, erzählte der Triathlet noch voller Adrenalin nach dem Rennen und kam auch schnell auf die anspruchsvolle Strecke zu sprechen. „Die Strecke hat schöne kurze und steile Anstiege, die zwar anstrengend waren, mir aber trotzdem viel Spaß bereiten. Ich finde ein solches Profil deutlich besser, als eine glatte und befestigte Strecke, es ist einfach eine größere Herausforderung und sehr abwechslungsreich“, resümierte der Greifswalder, für den es als nächstes im Triathlon Cup von Mecklenburg-Vorpommern weiter geht. „Bei den letzten Läufen bin ich meistens auf längere Distanzen wie den Halbmarathon gestartet und wollte hier in Binz mal sehen wie es über die 10,7 km läuft. Es war ein spannendes Rennen, da mir mein Verfolger Ahmed Yousouf die meiste Zeit am Hacken hing und mich angetrieben hat“, so Au zum Rennverlauf und den Zweitplatzierten aus Stralsund, welcher 38 Sekunden nach dem Gesamtsieger in das Ziel kam.

Bei den Frauen zeigte das Laufteam Rügen eine deutliche Dominanz auf der 10,7 km langen Strecke. Finja Ehrhardt, lief als jüngste Teilnehmerin zum Gesamtsieg mit 47:33 Minuten, gefolgt von Uta Donner und Diana Leistikow auf den Plätzen zwei und drei. „Das war wirklich nicht ohne heute“, lautete das Fazit von Uta Donner. „Die Runde ist wirklich schön, aber sehr anstrengend. Finjas Leistung ist einfach grandios und wir sind ihr hinterhergelaufen“, erzählte die Vereinsvorsitzende zum Wettkampf. „Es war insgesamt wieder ein tolles Event mit tollen Ergebnissen von unserem Team.“

Neben den zufriedenen Teilnehmern, konnten sich auch die Organisatoren der Kurverwaltung über eine gelungene Wiedergeburt des traditionellen Binzer Laufes freuen. „Wir haben den Binzer Halbmarathon sehr kurzfristig organisiert und alles gegeben, um den Aktiven die besten Bedingungen zu bieten“, sagte Torsten Kohlschmidt, der vor dem Rennen mit seinem Team noch Steine vom Waldweg sammelte. „Die Streckenführung haben wir im Vergleich zum letzten Halbmarathon so geändert, dass der Jagdschlossberg nicht mehr belaufen wird, aber die Strecke trotzdem noch anspruchsvoll bleibt. Ein großes Dankeschön geht an die vielen Helfer und die Polizei, die die Strecken besonders im Ort abgegrenzt haben und uns so sehr unterstützten“, so Kohlschmidt. Der Organisator dachte nach dem Wettkampf schon an die nächste Austragung: „Der Binzer Halbmarathon soll wieder Tradition werden, wir freuen uns schon auf das nächste Jahr mit dem 10-jährigen Jubiläum.“

Fiete Ehrhardt

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