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Rügen Marina-Pächter fordern Dialog
Vorpommern Rügen Marina-Pächter fordern Dialog
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07:45 10.07.2019
Michael Bank von der Marina Gager würde gern mit der Gemeinde ins Gespräch kommen. Quelle: Uwe Driest
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Gager

Ist der Konflikt um die Entwicklung des Hafens von Gager am Ende nur ein Beispiel unterbliebener Kommunikation? Dieser Auffassung ist zumindest Michael Bank, Prokurist der Marina Gager GmbH, welche die Anlagen auf den für 50 Jahre gepachteten Flächen besitzt. Beide Seiten werfen sich Versäumnisse bei der Entwicklung des Hafens vor. Die Gemeindevertretung Mönchgut habe eine Arbeitsgruppe „Hafen“ gegründet und dabei die Eigentümer weder einbezogen noch gehört, so Bank. Gemeinsam mit seinem Partner Kai Kloss, Inhaber der Firma New Energy mit Sitz in Rerik, habe er daher angeboten, einen B-Plan zu finanzieren. Stattdessen habe die Gemeinde nun von Planer Berthold Raith einen solchen auf eigene Rechnung erstellen lassen. „Die Kosten von rund 35 000 Euro hätten wir übernommen, wenn man uns einbezogen hätte“, so Bank. Jetzt gäbe es einen B-Plan, der jedoch ohne Einverständnis der Eigentümer nicht umgesetzt werden könne.

Kloss und Bank hatten die Marina 2015 von Wolfgang Wand gekauft. Der habe sein Projekt „Port Gager“ insgesamt sechs Jahre lang erfolgreich betrieben, sagt die damalige Geschäftsführerin Birgit Kröplin. „Allerdings waren die Rahmenbedingungen kaum vergleichbar, weil wir Bootswerft, Sanitäranlagen und Gaststätte im Hintergrund hatten.“ So habe der defizitäre Hafen querfinanziert werden können. Der Hafen wurde 2015 herausgelöst und an Bank und Kloss verkauft, die nach eigenen Angaben derzeit ein jährliches Minus von rund 30 000 Euro erwirtschaften. Daher hätten sie die Marina weiter entwickeln müssen und schwimmende Häuser geplant. Das Biosphärenamt habe seinerzeit bereits 30 der maritimen Unterkünfte genehmigt. Bei dem Konflikt mit der Gemeinde könnte es sich indes um ein Missverständnis handeln. „Bei unseren aktuellen Plänen geht es ausdrücklich nicht um schwimmende Häuser, die dem Baurecht unterliegen, sondern um bewegliche Hausboote“, so Bank.

B-Plan ohne Pächter nicht umsetzbar

Die beiden Strandwagen, die von Urlaubern begeistert angenommen würden und sogar der Imbisswagen, in dem Fischbrötchen verkauft wurden, hätten entfernt werden müssen. „Nun sollen auch noch die mobilen kleinen Hausboote untersagt werden, die wir in Form und Farbe einem Schilf-Gürtel anpassten“, klagt Bank. Dabei stelle sich die Gemeinde auf den Standpunkt, es handele sich um feste Bauten, weil sie weniger als drei bis vier Wochen im Jahr bewegt werden. Bank: „Nach der Definition müssten auch die Boote vieler Dauerlieger als feste Bauten gelten.“ Bank zufolge handele es sich vielmehr um „Sportboote im gewerblichen Einsatz“, die nicht mit anderen Nutzungen konkurrieren würden.

Hübsches Kleinod an der Hagenschen Wiek

Sogar der Bau von Sanitäranlagen sei ihnen untersagt worden, klagt Bank. Darüber entscheidet nun das Greifswalder Verwaltungsgericht. Dabei wird deren Notwendigkeit von allen Beteiligten gesehen. „Wir würden dafür und für andere Nutzungen gern das jetzige Hafenmeisterhaus verlängern, statt es abzureißen“, sagt Bank. Der B-Plan der Gemeinde sähe demgegenüber ein mehrstöckiges Gebäude von 300 Quadratmetern vor, das sich optisch nicht in die Umgebung einfügen würde. In dem Haus sollen Toiletten- und Müllentsorgungsanlagen gemeinsam mit einem großen Restaurant unterkommen. Das würde sich in der Größenordnung nicht rechnen, weswegen sich kein Pächter, geschweige denn ein Bauherr dafür finden werde. „Wir stellen uns eher eine kleine Hafenkneipe mit zwanzig Sitzplätzen vor“, sagt Michael Bank. Bürgermeister Detlef Besch verweist lediglich auf die Möglichkeit der Marinabetreiber, ihrerseits Einwendungen zum B-Plan vorzulegen.

Uwe Driest

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