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Rügen „Mein Motiv ist Rügen“
Vorpommern Rügen „Mein Motiv ist Rügen“
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16:53 26.02.2019
Manfred Diekmann stellt seine Rügen-Motive im Naturerbezentrum Rügen aus. Quelle: FOTO: Ekaterina Ragozina
Prora

„Ich reiste viel auf den Spuren großer Meister wie Claude Monet, Johannes Holst, Karl Hagemeister, Joaquin Sorolla, Albert Anker, Alfred Sisley, Eugène Boudin, Charles-François Daubigny, Isaak Lewitan, Walentin Serow und Ilja Repin. Aber meine Motive fand ich erst auf Rügen“, sagt der Lietzower Maler Manfred Diekmann, während er geschäftig die Bilder an die Wand hängt. Seine Malerei ist die märchenhafte Verkörperung der Insellandschaften – sowohl die leicht erkennbaren Orte und Pfade, als auch die geheimen Eckchen von Rügen. Seit Ende Januar sind seine Bilder aus der Serie „Kreide und Katen“ im Naturerbe Zentrum Rügen in Prora zu sehen.

„In meinen Bildern gibt es impressionistische und realistische Elemente. Freunde und Bekannte nennen mich ,Neuromantiker’. Jedoch können alle diese Wörter kaum den Kern vermitteln“, sagt der Maler. Er ordnet sich selbst in keine Stilrichtung ein. Als die treibende Kraft für seine Kunst diene die einzigartige Schönheit der Insel.

Die Ideen kommen spontan

Die Ideen kämen ihm spontan, als wenn er mit dem Fotoapparat oder Skizzenbuch loszieht. Die Ölbilder würden wie Illustrationen aus Märchenbüchern anmuten. Vom Maler interpretiert, bekämen die reizvollen Landschaften ein magisches Flair und widerspiegeln mitunter auch Trauer und Sehnsucht nach Vergangenem. So entscheidet sich der Künstler immer wieder für nostalgische „Haustür-Motive“, wie auf dem Bild mit dem von alten Bäumen umrandeten reetgedeckten Bauernhaus, auf das er zeigt. „Die Häuschen mit den Strohdächern baut man nicht mehr, obwohl sie dem Auge guttun und Balsam für die Seele sind“, sagt Diekmann. „Heute ist alles steril und glatt, und lässt frühere naive Unvollkommenheit vermissen.“

Zur Malerei kam Manfred Diekmann erst über Umwege. Kurz vor Kriegsende in Berlin geboren, begann er früh Leistungssport zu betreiben und studierte später an der Deutschen Hochschule für Körperkultur und Sport in Leipzig. Bis 1977 arbeitete er als Trainer der DDR-Nationalmannschaft im Säbelfechten. Bereits 1962 war er in den Polizeidienst eingetreten. Und nach seinem Umzug von Berlin nach Lietzow wurde er Leiter der Rügener Kriminalpolizei. Nach der Wende wechselte er in derselben Funktion in die Hansestadt Stralsund. Schon während seiner letzten Berufsjahre unternahm Diekmann die ersten „kläglichen“ Schritte in die Malerei. „Anfängliche Versuche waren deprimierend und wenn meine Freunde mich nicht unterstützt hätten, hätte ich es wieder aufgegeben“, sagt er. Mit der Zeit aber habe sich das handwerkliche Können entwickelt, sein eigener Stil wurde herausgebildet.“

Er entschied sich für die Ölmalerei

Zwar hatte er sich zuvor mit Holzbildhauerei beschäftigt, „aber erst in der Malerei fand ich eine ausgleichende und regenerierende Tätigkeit zu meiner Arbeit als Kriminalist und auf lange Sicht zudem eine sinnvolle Altersbeschäftigung“, steht etwa im Prospekt der Ausstellung. Obwohl der Künstler zahlreiche Maltechniken ausprobierte, entschied er sich für die Ölmalerei.

Manfred Diekmann ist 75 Jahre alt, sein Hobby verwandelte sich in die Hauptbeschäftigung. Die Freundschaft mit Farben und Pinseln existiere schon seit 36 Jahren. „Eine Kommerzialisierung habe ich nicht im Sinn und betrachte mein Malen als ein echtes Handwerk, welches ich mir selbst angenommen und ausgebaut habe“, sagt er.

Die Ausstellung „Kreide und Katen“ ist bis Ende März im Foyer des Naturerbe Zentrums zu sehen sein.

Ekaterina Ragozina

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