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Rügen Merles Sieg gegen das Komasaufen
Vorpommern Rügen Merles Sieg gegen das Komasaufen
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15:16 25.04.2019
DAK-Plakatkampagne „Bunt statt blau“ gegen Komasaufen. Auf dem Foto v.l.: Sabine Hansen (DAK), Helena  Fuest, Anna Luisa Hüneburg, Elisa Bööck, Henrike Wilcke, Merle Nethe aus Putbus (Siegerin), Linda Wilcke, Stefanie Drese (Sozialministerin)  Quelle: DAK
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Schwerin

„Lass das Bunte fließen“ steht in großen Buchstaben auf dem Plakat. Auch eine junge Frau ist darauf zu sehen: Halb Mensch, halb blau. Das Bild zieht an, es ist eindringlich, stimmt nachdenklich. Und genau das wollte Merle Nethe aus Putbus erreichen. „Mit meinem Bild möchte ich darstellen, wie stark der innere Kampf sein kann, zwischen der Entscheidung dem Alkohol zu verfallen oder das Leben mit bunten und freundlichen Dingen zu füllen“, sagt die 15-jährige Schülerin Christophorusschule Sellin auf Rügen.

Chance auf den Bundessieg

Mit ihrem Plakat gewann sie jetzt im landesweiten Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ der Deutschen Angestellten Krankenkassen DAK. Der Wettstreit ist gerichtet gegen das Komasaufen. Merle setzte sich gegen rund 200 Teilnehmer durch und wurde in Schwerin von Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) geehrt. Für ihren Erfolg erhielt sie 300 Euro und hat die Chance, Bundessiegerin zu werden. Ob sie es schafft, wird im Juni eine Jury entscheiden, in der die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler, der DAK-Vorstandschef Andreas Storm, der Hamburger Deutsch-Soul-Sänger Emree Kavás und Experten vom IFT-Nord sitzen. Der zweite Platz im Landeswettberwerb ging ebenfalls an eine Rüganerin: Henrike Wilcke (15) aus der neunten Klasse der Selliner Christophorusschule.

Mehr als 20 000 Jugendliche nach Besäufnissen in Kliniken

Das Thema ist aktueller denn je: Erst am Mittwoch wurde eine 14-Jährige völlig betrunken in Grevesmühlen gefunden und in die Notaufnahme nach Wismar gebracht. „Die Plakate machen auch im zehnten Jahr der Präventionskampagne deutlich, dass es uncool ist, sich bewusstlos zu trinken“, sagt Sabine Hansen, Leiterin der DAK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern. „Jugendliche müssen lernen, mit Alkohol vernünftig umzugehen. Das sehen wir an der hohen Anzahl von Alkoholvergiftungen.“ 2017 kamen nach aktueller Bundesstatistik 21 721 Zehn- bis Zwanzigjährige volltrunken in eine Klinik, 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr. In Mecklenburg-Vorpommern ist nach Angaben der DAK-Gesundheit die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen gegenüber dem Vorjahr um 22,5 Prozent deutlich gestiegen. „Mit dem Plakatwettbewerb kommt dieses wichtige Gesundheitsthema in den Schulalltag“, so Hansen.

Mehr als 100 000 Schüler machten mit

Den Plakatwettbewerb „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ gibt es mittlerweile seit zehn Jahren. Insgesamt haben seit 2010 mehr als 100 000 Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen wie beispielsweise den internationalen Deutschen PR-Preis.

Thomas Pult

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