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Rügen Milchbauer prangert Pachtwucher an
Vorpommern Rügen Milchbauer prangert Pachtwucher an
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07:33 30.03.2015
Tschüss Milchquote: Landwirt Julius Edlefsen (63) nimmt einen Schluck aus eigener Produktion vor seinem Kuhstall in Alt-Lanschvitz auf das Ende der Reglementierung in der Milchproduktion.
Tschüss Milchquote: Landwirt Julius Edlefsen (63) nimmt einen Schluck aus eigener Produktion vor seinem Kuhstall in Alt-Lanschvitz auf das Ende der Reglementierung in der Milchproduktion. Quelle: Udo Burwitz
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Alt Lanschvitz

Nach mehr als 30 Jahren verabschiedet sich Europa Ende des Monats von der Milchquote. Dafür hat sich auch der Bauernverband auf der Insel Rügen eingesetzt.

Er befürwortet die Abschaffung der Quote. Sie habe die Milcherzeuger in der Entwicklung ihrer Betriebe behindert, sagt Verbandsvorsitzender Walter Lonskowski. Er geht davon aus, dass sich der Kuhbestand auf der Insel mit der Quotenabschaffung nicht wesentlich erhöhen werde, sondern die Milcherzeuger mit modernen Technik und neuesten Haltungsmethoden die Leistung pro Tier erhöhen werden.

Das Abschaffen der Quote bringt Milcherzeugern aber auch Probleme. Landwirt Julius Edlefsen, der in Alt Lanschvitz 250 Milchkühe hält, würde seinen Betrieb im Zuge der Quotenaufhebung gern von der konventionellen auf ökologische Produktion umstellen. Dafür braucht er aber mehr Land.

Edlefsen hält diesen Weg kaum für gangbar, weil auf Rügen enorm hohe Pachtpreise für den Boden verlangt werden. Mehr als doppelt so viel wie auf dem Festland werde verlangt, sagt der Milchbauer und prangert diesen Preiswucher an.

Nach der bisher vorgegebenen Quote dürfen Rügens Landwirte im Jahr rund 40,9 Millionen Kilogramm Milch erzeugen. Auf der Insel werden gut 5100 Milchkühe gehalten.



Udo Burwitz