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Rügen Millionenschwerer Küstenschutz für Hiddensee
Vorpommern Rügen Millionenschwerer Küstenschutz für Hiddensee
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12:30 26.09.2015
An den Hiddenseer Strand, hier in Höhe von Vitte, wird Sand aufgespült. Der stammt aus der Nordansteuerung des Stralsunder Hafens. Quelle: Thomas Heimlich
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Vitte

Die Ostseeküste der Insel Hidensee wird gesichert. Für etwa 4,5 Millionen Euro wird seit dieser Woche Sand in vier Metern Wasertiefe an die Küste des Eilandes gespült. Die Kosten für das Vorhaben teilen sich der Bund sowie das Land Mecklenburg-Vorpommern. Darüber hatte das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund informiert. Demnach sollen die Arbeiten, die gegenwärtig vor Vitte ausgeführt werden, bis zum Dezember abgeschlossen sein.

Der Sand stammt aus der Nordansteuerung des Stralsunder Hafens. In den vergangenen Jahren ist der Bereich erheblich versandet, so dass die zulässigen Tiefgänge für die Schifffahrt reduziert werden mussten. „Um diese Einschränkungen zu beseitigen, lassen wir nun etwa 380 000 Kubikmeter Sand aus der Nordansteuerung baggern“, sagte Holger Brydda, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes.

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Ziel sei es, eine durchgehende Fahrwassertiefe von 4,50 Meter zu erreichen und gleichzeitig den Küstenschutz der Insel Hiddensee zu verbessern. Durch die Synergieeffekte würden Kosten reduziert und zugleich natürliche Ressourcen geschont“, sagte Brydda weiter. Die Kosten betragen rund 4,5 Millionen Euro.

Die Nordansteuerung Stralsund ermöglicht Schiffen, die ihren Start- oder Zielhafen westlich von Stralsund haben, die Anfahrt des Hafens Stralsund ohne vorherige Umfahrung der Insel Rügen. Neben einer Fahrzeiteinsparung von etwa acht Stunden kann dadurch auch Treibstoff in erheblichem Maß eingespart werden.

Die Nordansteuerung verläuft östlich an Barhöft vorbei durch den Barhöfter Bogen. Von dort aus passiert sie den Gellenstrom zwischen den Inseln Bock und Hiddensee und endet an der Nordspitze der Insel Hiddensee.



Chris-Marco Herold

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