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Rügen Mit Telenotarztsystem ausgerüstet: Neuer Rettungswagen für Hiddensee
Vorpommern Rügen

Mit Telenotarztsystem ausgerüstet: Neuer Rettungswagen für Hiddensee

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15:00 12.02.2021
Für die Rettungswache auf Hiddensee wurde ein neuer Rettungswagen in Dienst gestellt. Das Allradfahrzeug ist mit modernster Technik für die Erstversorgung sowie Telenotarztsystem und ab März mit Notfall-Ultraschall ausgestattet.
Für die Rettungswache auf Hiddensee wurde ein neuer Rettungswagen in Dienst gestellt. Das Allradfahrzeug ist mit modernster Technik für die Erstversorgung sowie Telenotarztsystem und ab März mit Notfall-Ultraschall ausgestattet. Quelle: Johanniter
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Hiddensee

Ab sofort ist für die Rettungswache auf Hiddensee ein neuer Rettungswagen (RTW) in Dienst gestellt. „Dieser, mit modernsten Medizingeräten ausgestattete Wagen hat gleich mehrere Besonderheiten: Es ist nicht nur der einzige allradbetriebene RTW im Landkreis Vorpommern-Rügen, sondern, er ist neben dem RTW auf der Schwesterinsel Rügen, der 2. JUH-RTW im Landkreis, der mit einem Telenotarztsystem ausgerüstet wurde“, sagt Franko Zerfowski, Wachleiter und Leiter des Rettungsdienstes der Johanniter-Unfall Hilfe e.V. (JUH) auf Rügen und Hiddensee.

Anders als auf Rügen, wo die Zufahrtswege eines Notarztes schon mal 30 bis 40 Minuten in Anspruch nehmen können, haben die Johanniter auf Hiddensee ihren Notarzt immer vor Ort. Der Inselarzt, der gleichzeitig Notarzt ist, besitzt eines der wenigen Autos auf Hiddensee, ein vollwertiges, geländegängiges Notarzteinsatzfahrzeug.

Echtzeit-Datenübertragung

„Das seit 1. Februar aktive Telenotarztsystem ist auf Hiddensee eine wertvolle Ergänzung für die qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten“, bestätigt Dominic Fricke, Mitglied des Regionalvorstandes der JUH in Mecklenburg-Vorpommern. Mit Echtzeit-Datenübertragungen in HD-Qualität – wie ein Herzinfarkt-EKG in die Uniklinik Greifswald oder zum Beispiel die Sichtung von Verletzungen oder Verbrennungen per Videostream oder Foto – kann sich das Rettungsteam so bereits am Ort des Geschehens einen Überblick verschaffen, den Patienten für das richtige Krankenhaus zuordnen und dort bereits die entsprechenden Vorkehrungen treffen.

Ab März können auch Notfall-Ultraschalluntersuchungen im Rettungswagen vom Notarzt durchgeführt und bei Bedarf in Echtzeit und HD-Auflösung von der Insel in die Klinik übertragen werden. Der bisherige RTW steht ab sofort den freiwilligen Helfern der JUH als First-Responder-RTW zur Verfügung.

Von OZ