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Rügen Lehrpfad: Vom Dünendrama bis zum Bienen-Hotel
Vorpommern Rügen Lehrpfad: Vom Dünendrama bis zum Bienen-Hotel
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06:17 03.06.2019
Ines Wilke vom Nabu Rügen erklärt die Inhalte auf einer der Schautafeln auf dem neu eröffneten Naturlehrpfad an der Jugendherberge Prora Quelle: Maik Trettin
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Prora

Wie lange dauert es, bis sich ein Fischernetz oder ein Zigarettenstummel im Meerwasser völlig aufgelöst haben? Woher kommt der Müll im Meer? Wie viele Mücken frisst eine Zwergfledermaus in einer Nacht? Und warum lieben Schlangen und Eidechsen die Sonne? Wer aufmerksam über das Gelände der Jugendherberge in Prora streift, kennt die Antworten auf diese Fragen. Auf dem Areal wurde am Sonnabend ein Lehrpfad eröffnet. Der reicht vom „Dünendrama“ bis zum „Insekten-Hotel“: Auf sieben Tafeln erfahren die Gäste der Herberge ebenso wie Strandbesucher und Passanten Wissenswertes über Themen wie Küstendynamik, Strand, Meer, Wildbienen und das hochaktuelle Problem der Meeresverschmutzung.

Mehr Platz für Kuhschelle

Entstanden ist der Pfad in der Regie des Naturschutzbundes (Nabu) Rügen in Zusammenarbeit mit der Umweltpädagogin der Proraer Herberge. Die Kooperation dieser beiden Partner ist nicht ganz neu und hat sich bewährt, wie Ines Wilke vom Nabu erinnerte. Vor sechs Jahren starteten beide ein Projekt zum Schutz des Magerrasens. Statt der Kiefern soll es auf einem Dünenabschnitt wieder mehr Platz für die Kuhschelle und andere geschützte Pflanzenarten geben. Unter der Leitung des Nabu hatten sich in der Vergangenheit Jugendliche, die in der Herberge Urlaub machten, auch an Müllsammelaktionen am Proraer Strand beteiligt.

Umwelt-Herberge will Ressourcen schonen

Für das Thema sind viele junge Leute ohnehin sensibilisiert. „Prora ist neben Mirow und Born eine der drei Umwelt-Jugendherbergen in Mecklenburg-Vorpommern“, sagt Mila Zarkh vom Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerks. Während in anderen Häusern andere Schwerpunkte gesetzt werden, beispielsweise auf den Sport, biete sich die Fokussierung auf Umwelt- und Naturschutz in Prora geradezu an. Das Haus liege eingebettet in eine wertvolle Natur- und Dünenlandschaft, die eine große Artenvielfalt aufweise. Um Ressourcen zu schonen, müssen Umwelt-Herbergen strengere Kriterien erfüllen als vergleichbare Einrichtungen. Beispielsweise darf hier nicht so viel Müll anfallen.

Urlaub in der Natur positiv erleben

Wie man sich richtig verhält, um die Natur zu schützen, erfahren die jungen Gäste unter anderem auf den Tafeln des Naturlehrpfads. „Dort bieten wir Handlungsoptionen an“, sagt Ines Wilke. Gleichwohl wolle man die Besucher nicht mit Problemen überfrachten, ergänzt Mila Zarkh. „Der Urlaub soll positiv erlebbar bleiben.“ Heißt: Es geht nicht um Verbote, sondern um Freiwilligkeit. Mit den Fakten, die der Nabu präsentiert, will er zum Nachdenken anregen. Die Mannschaft der Jugendherberge macht da gern mit. „Wir werden den Naturlehrpfad in unsere Wanderungen mit einbeziehen“, kündigt die Herbergsleiterin Luisa Eichhorn an. Mit der Übergabe des Lehrpfads sei die Arbeit für den Nabu zu Ende. „Für uns fängt sie jetzt erst an.“

Maik Trettin

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