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Rügen Nach Baggerung wieder trockene Hufe
Vorpommern Rügen Nach Baggerung wieder trockene Hufe
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06:31 06.04.2018
Die Pferde von Daniela Much stehen knöcheltief im Wasser. Um ihre Tiere auf ein trockenes Gelände zu bringen, müsste sie über ein Gemeindegrundstück, was aber verschlossen blieb. Erst nach tagelangem Wasserhochstand rollte der Bagger an, um den Weg zum Entwässerungsgraben frei zu machen. Quelle: Wenke Büssow-Krämer
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Nach tagelangem Wasserhochstand auf dem Pferdehof von Daniela Much gibt es nun Erleichterung für die Tiere. Der Schnee vom Wochenende und das darauf folgende Tauwetter hatten dafür gesorgt, dass das drei Hektar große Grundstück teilweise bis zu 70 Zentimeter unter Wasser stand. Grund: ein Regenrückhaltebecken, das sich durch einen verstopften Auslauf nicht in den Entwässerungsgraben entleeren konnte. Nach mehreren Versuchen, bei Gemeinde und Amt Nord-Rügen Hilfe zu bekommen, hatte sich Much verzweifelt an die OSTSEE-ZEITUNG gewandt.Gestern Nachmittag nun erfolgte die Freibaggerung – nachdem die OZ die Verantwortlichen mit dem Problem konfrontiert hatte. „Schon anderthalb Stunden später war das Wasser auf den Flächen um 40 Prozent zurückgegangen“, sagt die erleichterte Daniela Much.

Wasserstand erschwert die Versorgung der Tiere

Die Grundstückspächterin beherbergt derzeit elf Pferde auf dem Gelände. Erst 2013 hat die ehemalige Hannoveranerin hier mit dem Reitbetrieb und der Zucht begonnen. „So schlimm hat es hier noch nie ausgesehen“, sagt die 47-Jährige. „Nur der Schnee allein würde schnell wegtauen. Der Boden ist aber so gesättigt, dass das Wasser aus dem Becken nicht auch noch aufgefangen werden konnte.“In kleinen Rinnsalen verteilte sich die Masse aus dem Becken über die Fläche und ließ so große Pfützen entstehen. Abgesehen von dem eingeschränkten Bewegungsradius der Vierbeiner, bekam die Tierhalterin noch viel gravierendere Probleme. Durch den Zustand des Bodens war ein Befahren nicht mehr möglich. „Ich muss aber das Heu mit dem Trecker anliefern können“, erklärt sie. Der schlammige Boden ihres gewohnten Weges brach neben dem Graben aber stellenweise schon ab.Gerne hätte die Glowerin ihre Pferde solange auf ein entfernter gelegenes Grundstück gebracht. Doch der Weg war abgeschnitten, denn die teilweise Tiefe von 70 Zentimetern ist nur von älteren, erfahreneren Tieren problemlos zu bewältigen. „Die Jungtiere kann ich nicht über solch ein unwegsames Gelände führen“, so Much.

Kein dauerhafter Ausweg über Gemeindegrundstück

Ein Ausweg wäre nur über ein Gemeindegrundstück möglich gewesen, das jedoch durch einen Zaun verschlossen ist. Laut Much soll dadurch eine permanente und zu starke Beanspruchung vermieden werden, die ständiger Pferde- und Traktorverkehr mit sich bringt. „Es soll eine Grünfläche bleiben“, begründet Bürgermeister Thomas Mielke. „Wenn man da allerdings ein paar Mal mit dem Trecker rüber ist, sieht das anders aus.“Die Anfrage von Daniela Much beim Bauamt zur Öffnung des Zaunes, um die Tiere einmalig abfahren und auf ein zugänglicheres Grundstück bringen zu können, war ohne Erfolg geblieben. „Dabei hätten wir unsere anderen Wiesen vorbereitet gehabt“, sagt Much. Thomas Ulrich, Bauamtsleiter des Amtes Nord-Rügen, erklärt das Missverständnis: „Wir gingen davon aus, dass das Grundstück wieder zeitweise als Zuwegung genutzt werden sollte, nicht zu einer einmaligen Evakuierung der Pferde.“ Ulrich sei auch mit dem Bürgermeister zu diesem Thema im Gespräch gewesen. „Wenn die Pferde für eine einmalige Evakuierung darüber geführt werden sollen, ist das kein Problem“, verspricht auch Mielke. Neben dem Aushub eines kleines Grabens vom Regenrückhaltebecken zum Entwässerungskanal konnte gestern auch eine private Pumpe den Wasserspiegel auf Grundstücksteilen senken. Wie solche Überschwemmungen künftig verhindert werden können, soll noch geklärt werden.

Büssow-Krämer Wenke

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