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Rügen Nach Sturz auf Rügen: Kein Ausweis dabei – Polizei schätzt Alter des Toten
Vorpommern Rügen

Nach Sturz auf Rügen: Kein Ausweis dabei – Polizei schätzt Alter des Toten

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20:09 12.02.2020
Die Polizei hat da Alter des toten Mannes vor der Steilküste in Rügen geschätzt. (Symbolbild) Quelle: Alexander Loew
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Sassnitz

Nachdem ein Mann an der Steilküste der Insel Rügen abgestürzt und ums Leben gekommen ist, hat die Polizei jetzt das Alter des Mannes auf vermutlichen 50 bis 60 Jahre geschätzt. Die Identität des Mannes war am Mittwochvormittag noch ungeklärt.

Passanten hatten den Toten am Dienstagnachmittag am Fuß der Kreidefelsen auf Höhe der Wissower Klinken entdeckt. Höhenretter der Feuerwehr bargen die Leiche, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Ermittler haben bisher keine Hinweise auf ein Fremdverschulden und gehen von einem Absturz aus. Das Verletzungsbild weise darauf hin, sagte ein Polizeisprecher in Stralsund.

Lesen Sie auch: Toter an Rügens Steilküste: Die schwierige Mission der Rettungskräfte

Leiter warnt vor aufgeweichten Böden

Der Leiter des Nationalparkamts Jasmund auf Rügen, Ingolf Stodian, warnte davor, die ausgewiesenen Wanderwege in dem Schutzgebiet zu verlassen. Wer dies tue und zu dicht an die häufig unterhöhlte Abbruchkante der Steilküste herantrete, laufe Gefahr, abzustürzen. Auch sei der Boden nach den Regenfällen aufgeweicht und rutschig.

Jährlich würden zwei bis drei Menschen an der Kreideküste den Halt verlieren und abstürzen. Zudem sei es bei dem anhaltenden Sturm im Wald gefährlich. Morsche Äste drohten abzubrechen.

Felsen sind bereits 2005 ins Meer gestürzt

Die Jasmunder Kreideküste ist laut Nationalparkamt einer natürlichen Dynamik ausgesetzt. Die Felsformation der Wissower Klinken war im Februar 2005 ins Meer gestürzt. Zehntausende Kubikmeter Kreide waren damals abgebrochen, auch der einstige Wanderweg am Hochufer. Heute sind nur noch Reste übrig.

Der Absturzort an Rügens Küste. Quelle: Arno Zill

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Von dpa

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