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Rügen Nach der Geburtstagsfeier: Am Welterbeforum wird weiter gebaut
Vorpommern Rügen Nach der Geburtstagsfeier: Am Welterbeforum wird weiter gebaut
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00:00 28.06.2016
Die Waldhalle mitten im Nationalpark Jasmund ist seit Monaten eingerüstet. Doch die Arbeiten zum Umbau des historischen Gebäudes zum Welterbeforum stocken, weil das Geld fehlt. Quelle: Udo Burwitz
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Sassnitz Am Königsstuhl wurde am Wochenende das 5. Jubiläum der Aufnahme von Teilen der alten Buchenwälder im Nationalpark Jasmund in das Unesco-Welterbe gefeiert. Über diesen Schatz soll künftig ein Ausstellungszentrum die Rügen-Besucher informieren. Dafür wollen die Stadt Sassnitz und das Nationalpark-Zentrum die mitten in der Stubnitz gelegene Waldhalle zum Welterbeforum profilieren. Doch die Umbauarbeiten am Gebäude stocken seit Monaten. Die OZ sprach mit Mark Ehlers, Geschäftsführer der gemeinnützigen Nationalpark-Zentrum GmbH, die Bauherr für das Vorhaben ist.

Die Waldhalle ist zwar seit knapp einem Jahr eingerüstet. Die Umbauarbeiten stocken aber seit Monaten, weil das Geld, genauer gesagt, das Fördergeld fehlt. Hat es Umweltminister Till Backhaus, der zur Welterbe-Jubiläumsfeier im Nationalpark-Zentrum war, als Geburtstagsgeschenk mitgebracht?

Mark Ehlers: Das wäre ein tolles Geschenk für uns gewesen. Herr Backhaus hatte das Geld aber nicht dabei. Dafür gibt es einen einfachen Grund: Es kommt nicht aus seinem Ressort. Die Förderung für den Umbau der Waldhalle zum Welterbeforum ist beim Wirtschaftsministerium beantragt worden.

Also ist die Hängepartie beim Waldhallen-Umbau immer noch nicht beendet?

Ehlers: Doch. Auf der Geburtstagsfeier gab es ein klares Signal vom Minister, dass die Förderformalitäten zum Weiterbau an der Waldhalle geklärt seien. Wir werden jetzt die nächsten Aufträge vergeben. Es wird weiter gebaut.

Geht das Nationalpark-Zentrum als Bauherr und künftiger Betreiber des Welterbeforums denn weiter wie bisher finanziell in Vorleistung oder wird der Förderbescheid in den nächsten Tagen in Sassnitz eintreffen?

Ehlers: Finanziell in Vorleistung braucht das Nationalpark-Zentrum als Bauherr nicht mehr gehen. Ich bin natürlich erleichtert. Denn vom Sassnitzer Bürgermeister habe ich die Information bekommen, dass der Förderbescheid im kommenden Monat übergeben werden soll. Dieses ’Geschenk’ will der Wirtschaftsminister von MV, Harry Glawe, wohl höchstpersönlich an die Stadt Sassnitz übergeben, ist mir angekündigt worden.

Welche Arbeiten werden als nächstes an der Waldhalle durchgeführt?

Ehlers: Die Rohbauarbeiten sind ja abgeschlossen. Doch das Gebäude ist bislang nur provisorisch abgedichtet. jetzt soll es ordentlich verschlossen werden. Dafür werden als nächstes die Aufträge für den Einbau von Fenstern und Türen ausgelöst.

Wie teuer wird der Umbau der Waldhalle zum Welterbeforum überhaupt?

Ehlers: Das ist ein Millionen-Projekt. Für das Welterbeforum-Vorhaben sind insgesamt 1,4 Millionen Euro kalkuliert.

Die Fertigstellung war ursprünglich bereits Ende 2015 vorgesehen. Durch Schwammbefall, der bekämpft werden musste, und das Warten auf das Fördergeld musste dieser Termin auf Ende dieses Jahres korrigiert werden. Ist das zu halten?

Ehlers: Der Abschluss der Umbauarbeiten bis zum Jahresende ist nach wie vor unser Wunsch und Ziel, an dem wir festhalten. Das komplett gestaltete Welterbeforum soll dann zum Frühjahr 2017 für die Besucher eröffnet werden.

Mit einer Bretterbude fing es an

1,4 Millionen Euro sind für den Umbau der Waldhalle zum Welterbeforum veranschlagt. Das Gebäude mitten im Nationalpark-Jasmund soll ein Ausstellungszentrum mit Wander-Bistro, kleinem Spätverkauf und einer Wärmstube werden, in dem sich Rügen-Besucher über das Welterbe „Alte Buchenwälder Deutschlands“ informieren können, zu denen auch ein Teil des Waldbestandes auf Jasmund gehört.

1874 wurde mit dem Bau einer Bretterbude als Schutzraum für Wanderer die Waldhallen-Ära eingeläutet. 1888 entstand ein zweistöckiges Gebäude.

Es brannte 1927 ab, wurde anschließend wieder aufgebaut und war zu DDR-Zeiten und noch bis vor wenigen Jahren ein beliebtes Ausflugslokal. Heute gehört der Stadt Sassnitz die Immobilie, die 2013 unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Interview von Udo Burwitz

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