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Rügen 3-D-Relief: So fühlt sich Südost-Rügen an
Vorpommern Rügen 3-D-Relief: So fühlt sich Südost-Rügen an
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18:31 18.04.2019
Karsten Schneider, Bürgermeister Binz (v. l.), Stefan Woidig, Sprecher der Reservatsverwaltung und Cathrin Münster, Leiterin der Biosphärenreservatsverwaltung zeigen Umweltminister Till Backhaus die neuen Elemente im Infozentrum. Quelle: Mathias Otto
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Binz

Viel Beifall gab es für das, was die Mitwirkenden im Informationszentrum Granitzhaus in den vergangenen zwei Jahren auf die Beine gestellt haben: Hier wurde am Donnerstag eine neue Ausstellung eröffnet. Sie soll den Besuchern die Besonderheiten, Aufgaben und Ziele des Biosphärenreservats Südost-Rügen nahebringen. „Wir sind mächtig stolz über die neue Ausstellung. Sie hat keine Ähnlichkeit mit dem, was vorher war“, stimmte Cathrin Münster, Leiterin der Biosphärenreservatsverwaltung, die Besucher auf den Rundgang ein.

Der Südosten der Insel als 3-D-Animation

Was sie am Eröffnungstag zu sehen bekamen, beeindruckte die Gäste. Auf mehr als 120 Quadratmetern lädt die neue Ausstellung Einheimische und Gäste ein, das Unesco-Biosphärenreservat Südost-Rügen zu entdecken. Der Höhepunkt in einem der Ausstellungsräume ist eine 3-D-Animation. Die Oberfläche ist reliefartig und bildet die Region im Südosten der Insel ab. Mit verschiedenen Farben und grafischen Elementen wird hier über Lautsprecher die Entstehungsgeschichte erklärt. An allen Seiten sind Schubfächer, die die Flora und Fauna der Region beschreiben.

Nach zweijähriger Umbauphase wurde die Ausstellung im Informationszentrum Granitzhaus eröffnet.

In einem anderen Raum können Besucher mit dem Mikroskop forschen. In der „Schatzkammer“ stehen die Schätze der Region, die durch Anregungen von Einheimischen, Fachleuten und Rangern den Weg ins Regal gefunden haben – etwa ein Modell eines alten reetgedeckten Hauses oder ein Spinnrad. „Bemerkenswert wie hier mit dem Thema Umwelt und Natur umgegangen wird“, sagte etwa der Binzer Bürgermeister Karsten Schneider. Neben der neuen Ausstellung gab es viel Neues zu entdecken. Die Gäste konnten beispielsweise an einer der Rangerführungen entlang des ebenfalls neu eröffneten „Pfades der Sinne“ durch das Wald-Naturschutzgebiet der Granitz teilnehmen.

40 000 Besucher pro Jahr

Die Ausstellung wurde als Vorhaben aus dem Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum MV finanziert. Hierfür standen mehr als 425 000 Euro Fördermittel der EU sowie des Landes zur Verfügung. „Unsere 30 Mitarbeiter haben diese Ausstellung entwickelt, ich bin mehr als begeistert“, schrieb Till Backhaus ins Gästebuch. Diese Schau und ein neuer Naturerlebnispfad im Außenbereich würden das touristische Angebot für die jährlich 40 000 Besucher des Informationszentrums erweitern. Der Tourismus sei der wichtigste Wirtschaftszweig auf der Insel und daher untrennbar mit der regionalen Entwicklung verbunden.

„Schutzgebiete können zu Vorreitern eines naturverträglichen Tourismus werden, vorausgesetzt die regionalen Akteure arbeiten gut zusammen. Das ist hier auf Rügen vorbildhaft geschehen“, sagt Backhaus. Es werde mit Naturschutz, Tourismus und Landwirtschaft ein Partnernetzwerk aufgebaut, das sowohl dem Naturschutz als auch der wirtschaftlichen Entwicklung der Region Rechnung trage und eine nachhaltige und qualitätsorientierte Tourismusentwicklung unterstütze. Es gebe schon fast 30 Partnerbetriebe.

Der Eintritt ist frei

Das Granitzhaus ist bis Oktober geöffnet und der Eintritt in die neue Ausstellung frei. Besucher können das Granitzhaus von den Haltestellen „Jagdschloss Granitz“ oder „Garftitz“ des Rasenden Rolands zu Fuß oder mit dem Jagdschlossexpress von Binz aus erreichen. Auch vom Parkplatz an der Landesstraße zwischen Serams und Binz kann man sich auf eine etwa zwei Kilometer lange Wanderung durch das Naturschutzgebiet der Granitz zum Granitzhaus begeben.

Urkunde für nachhaltigen Tourismus

Neben der Eröffnung konnten sich die Mitwirkenden des Biosphärenreservates Südost-Rügen über eine Urkunde für nachhaltigen Tourismus freuen – überreicht durch Ignace Schops, Präsident der Europarc Federation. Das Biosphärenreservat ist damit erneut als Europäischer Charta-Park zertifiziert. 2012 erhielt das 22 800 Hektar große Schutzgebiet den Titel zum ersten Mal. Schops bezeichnete die Insel Rügen als „Grüne Lunge“ Deutschlands. „Rügen ist eine Top-Destination und einer der interessantesten Plätze in Europa“, sagte er.

Europarc Federation ist die Dachorganisation der europäischen Großschutzgebiete. Der Verband repräsentiert rund 400 Mitglieder in 35 Ländern.

OZ

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