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Rügen Neuer Anlauf: Alte Garagen sollen verschwinden
Vorpommern Rügen Neuer Anlauf: Alte Garagen sollen verschwinden
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07:24 18.07.2019
Der Garagenkomplex am Garzer Busch in Sassnitz verwildert immer mehr. Was aus dem Areal in Lancken einmal werden könnte, soll über ein Konzept abgeprüft werden. Quelle: Maik Trettin
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Sassnitz

Für viele Sassnitzer waren diese kleinen Hütten das große Glück: Wer eine der begehrten Garagen in der Stadt ergattert hatte, durfte sich nicht nur über einen trockenen und sicheren Unterstand für das wertvolle Auto oder Zweirad freuen. An und in den Garagen traf man sich beim Schrauben, beim Polieren und Reparieren und zum Klönen auf ein Bier. Diese Zeiten sind längst vorbei. Am Garzer Busch steht ein Großteil der rund 280 Garagen leer. Für dieses Areal lässt die Stadt nun ein Grobkonzept erstellen.

„Die Situation können wir auf Dauer so nicht hinnehmen“, sagt Bürgermeister Frank Kracht. Dabei geht es nicht allein darum, dass der Komplex unansehnlich geworden ist und das Unkraut zum Teil mannshoch wächst. Die leerstehenden „Autohäuschen“ ziehen Frevler offenbar magisch an. Immer wieder musste die Feuerwehr in den zurückliegenden Monaten ausrücken, um mutwillig gelegte Brände zu löschen. Einige Garagen sind mittlerweile nur noch Brandruinen. Andere werden genutzt, um sich des Mülls zu entledigen. Mancher bricht dazu die Tür auf, andere entfernen die Dächer und „verfüllen“ den Raum darunter mit ihrem Abfall, andere laden ihren Dreck einfach vor den Toren ab. Mehrfach hatte die Stadt die illegalen Müllkippen beräumt. Doch ständig sprießen neue wie Pilze aus dem Boden.

B-Plan schon vor 15 Jahren aufgestellt

„Da muss etwas geschehen“, sagt auch die Sassnitzer Bauamtsleiterin Claudia Klemens. Nur was – das ist so ziemlich offen. Die Stadt will einen Planer beauftragen, der das Gelände unter die Lupe nehmen und verschiedene Nutzungsvorschläge unterbreiten soll. Einen gibt es aktuell schon. Auf dem Papier haben die Sassnitzer schon vor 20 Jahren festgelegt, was auf dem Gelände geschehen soll. „Freizeit- und Erholungsgebiet Dargast“ lautet der Titel des Bebauungsplans Nr. 15, den die Stadtvertreter seinerzeit billigten. Dem vorangegangen waren damals Wünsche der Sassnitzer Schützengilde und der Schiffsmodellbauer nach neuen Trainingsmöglichkeiten. Vorgesehen waren unter anderem der Bau einer „Freizeitfarm“ mit Reithalle, Stallungen und Reitplatz, eines Vereinshauses mit Versammlungssaal für 300 Besucher und Gästeunterkünften, einer Tennishalle sowie eines Tennisplatzes mit jeweils vier Feldern, einer Trainingsanlage für die Schiffsmodellbauer mit Stegen und Zuschauerplätzen und eines Hundesportplatzes. Außerdem sollte eine Festwiese hergerichtet werden – etwa für den Zirkus oder andere Freilichtveranstaltungen – sowie ein Parkplatz. Die Schützen sollten hier einen neuen Schießstand bekommen, da beim alten die Sicherheitsstandards seinerzeit nur unzureichend erfüllt waren, wie es in der Begründung zum Bebauungsplan heißt.

Ungenutzte Garagen abreißen

Das Papier gibt es heute noch. „Der Bebauungsplan Nr. 15 ist rechtskräftig, wurde aber aus unterschiedlichsten Gründen niemals umgesetzt“, sagt die Bauamtsleiterin. Schon damals hatten die Planer dem Areal eine „verwahrloste Prägung“ attestiert und auf „wilde Schrott- und Müllablagerungen“ hingewiesen. Im Süden der knapp 30 Hektar großen Fläche existierte einst eine Pelztierfarm. Hier müsse von „Altlasten aufgrund von Tierkörperabfällen im Boden ausgegangen werden“. Den Garagen prophezeite man keine strahlende Zukunft: Aufgrund der Entfernung zu den Wohnungen würden mehr und mehr dieser Kfz-Unterstände von den Nutzern aufgegeben. Sie sollten deshalb nach und nach abgerissen werden.

Einige sind bereits verschwunden, andere wurden zugemauert. „Wir werden im Zuge dieser neuen Untersuchung sehen, welche Garagen genutzt und gebraucht werden und auf welche wir verzichten können“, sagt Bürgermeister Kracht. Was die künftige Nutzung angehe, werde man die Varianten in den Ausschüssen diskutieren. „Der nächste Schritt wäre dann die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans.“ Bestimmte Ideen sind aufgrund der Umgebung von vornherein nicht umsetzbar. „Ein Industrie- oder ein Wohngebiet beispielsweise wird es dort nicht geben.“

Maik Trettin

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