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Rügen Neue schwere Geschütze im Verbalkrieg
Vorpommern Rügen Neue schwere Geschütze im Verbalkrieg
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08:46 01.07.2015
Das Deckblatt des mehrseitigen offenen Briefes über Bürgermeister Wolfgang Pester.
Das Deckblatt des mehrseitigen offenen Briefes über Bürgermeister Wolfgang Pester. Quelle: Gerit Herold
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Göhren

Im Ostseebad Göhren im Südosten der Insel Rügen kursieren derzeit zwei offene Briefe, die die Gemüter erhitzen. Der eine, von Lars-Carsten Volk, ist ein Angriff auf Bürgermeister Wolfgang Pester (parteilos). Der andere, ein Statement von Gemeindevertreter Markus Pigard an das Volk, um „einige Dinge der letzten Zeit, die in Göhren vorgefallen sind, aus meiner Sicht klarzustellen.“

Die beiden Pamphlete ließen bei der Gemeinderatssitzung am Montag die Emotionen hochkochen. Beschimpfungenn, Beschuldigungen, Anzeigen – der Wind bläst scharf im sonst so beschaulichen Ostseebad.

„Eine solche Person hat als Bürgermeister in diesem Ort nicht zu suchen“, sieht Lars-Carsten Volk in Wolfgang Pester den Schuldigen für die Misere mit dem neugebauten, von der Kurverwaltung in Auftrag gegeben Hanglift. Der wartet seit fast einem Jahr auf seine Jungfernfahrt.

Für Empörung im Ort sorgt die Bezeichnung „Göhrener Mob“, mit der Gemeinderatsmitglied Markus Pigard (CDU) jene Personen meint, die „seit eineinhalb Jahren permanent unseren Kommunalen Eigenbetrieb und die Gemeindevertretung aufs Gröbste beleidigen und angreifen.“

Pigard sieht sich „dauerhaften Anschuldigungen“ augesetzt, die in den letzten Wochen „so extrem“ geworden seien, „dass dies schon an Beleidigung grenzt.“ Er kritisiert den Bürgermeister, dass dieser „die gesamte Arbeit“ der Gemeindevertreter der letzten Jahre in Frage stelle.

Gegen beide Briefverfasser soll nach OZ-Informationen Anzeige erstattet worden sein.



Gerit Herold