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Rügen Neustart nach der Wende: Die Erfolgsstory von Rügenfisch
Vorpommern Rügen Neustart nach der Wende: Die Erfolgsstory von Rügenfisch
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11:19 02.08.2014
Mitarbeiterinnen der Firma RügenFisch in Sassnitz (Mecklenburg-Vorpommern), sortieren an der Soßenfischlinie Heringsfilets. Rund 14 000 Unternehmen standen nach dem Ende der DDR zum Verkauf. Für viele gab es keine Zukunft, andere schafften es. Quelle: Stefan Sauer/dpa
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Sassnitz

Als die Mauer fiel, hatte der damalige Betriebsleiter des VEB Fischwerk Sassnitz, Klaus Peper, drei Wünsche: „Rügenfisch sollte bleiben. Der Westen sollte Lohnproduktion für den Osten machen. Und ich wollte eine Westfirma kaufen.“ Den letzten dieser Wünsche hat sich Peper am 29. September 2009 erfüllt.

Der Fischkonservenhersteller Rügenfisch durchlebte nach der Wende eine wechselvolle Geschichte mit Verkäufen und Konkursen, bevor 1999 Geschäftsführer Peper zusammen mit Anwalt Berthold Brinkmann und dem Geschäftspartner Thies Pickenpack das Unternehmen kaufte und investierte. Peper blieb bis zum Ruhestand Ende 2013 als Geschäftsführer der Mann fürs operative Geschäft.

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Es schien undenkbar, dass es das Unternehmen auch noch 2014 gibt. Wie 14 000 andere volkseigene DDR-Betriebe wurde Rügenfisch nach der Wiedervereinigung privatisiert. Letztlich haben die überstanden, die besser waren: Im Gegensatz zu anderen Anbietern habe Rügenfisch das Heringsfilet blanchiert und nicht gedämpft. „Der Geschmack hat überzeugt“, sagt Peper. Zum Unternehmen Rügenfisch gehören heute die Firmen Hawesta, Lysell, Ostseefisch und Saßnitz-Fisch. Der Jahresumsatz beträgt rund 170 Millionen Euro.



Gudrun Janicke Und Martina Rathke