Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rügen Noch fünf Tage bis zum Start: Schulen in Bergen sind vorbereitet
Vorpommern Rügen Noch fünf Tage bis zum Start: Schulen in Bergen sind vorbereitet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:21 07.08.2019
Iris Möller (l.) und Rüdiger Bonau (2. v.l.) von der Schulleitung der Grundschule Altstadt Bergen präsentieren den Stadtvertretern und Bauamtsleiter Rainer Starke das mobile Klassenzimmer. Quelle: Mathias Otto
Anzeige
Bergen

In fünf Tagen beginnt für die Kinder und Jugendlichen in MV das neue Schuljahr. In den Einrichtungen herrscht jetzt schon Hochbetrieb. Einschulungen werden vorbereitet, Stundenpläne erstellt und die Klassenräume für den Unterricht vorbereitet. Stadtvertreter und Bauamtsleiter Rainer Starke verschafften sich im Vorfeld einen Überblick. Sie wollten wissen, wo noch der Schuh drückt und in welchen Bereichen die Stadtpolitik dementsprechend entgegenwirken kann.

Die Einladung kam von der neu gewählten Stadtpräsidentin Kerstin Kassner (Linke). „In der ersten Stadtvertretersitzung gab es Diskussionen über das Schwimmbad, aber auch Meinungen, dass wir die Schulen im Blick behalten sollen. Wir besuchen jetzt alle schulischen Einrichtungen der Stadt, verschaffen uns eine Übersicht und handeln, wo es nötig ist“, sagt sie. Am Dienstag führten die Leiter der Grundschule Altstadt und Schule „Am Grünen Berg“ durch die Klassenräume. Am Donnerstag folgen die Grundschule „Am Rugard“ und die Regionale Schule „Am Rugard“.

In der Grundschule Altstadt feiern am Sonnabend Mädchen und Jungen aus drei Klassen Einschulung. Am Montag ist das Haus mit 271 Kindern gefüllt. Leiter Rüdiger Bonau freut sich über die Sanierung seiner Schule. 3,7 Millionen Euro werden für die nächsten Projekte veranschlagt. Davon gehen 1,7 Millionen in den Bereich Inklusion. Seit einem Jahrzehnt greift das Konzept „Schule mit spezifischer Kompetenz“ – ein Angebot für Kinder mit Beeinträchtigungen des Seh- und/oder Hörsinnes sowie körperlich-motorischen Beeinträchtigungen.

Geräuschpegel verringern

So sollen Mädchen und Jungen mit Hörbeeinträchtigungen einen speziell für ihre Bedürfnisse angelegten Raum bekommen. Ein Teppich ist bereits verlegt. Wie der Bauamtsleiter sagt, werden derzeit die Decke und die Wand hinter der Tafel mit schallabsorbierenden Platten versehen. Nach Abschluss soll der Geräuschpegel bis auf maximal 45 Dezibel verringert sein. Weitere zwei Millionen Euro sind unter anderem für den Brandschutz vorgesehen.

So bereiten sich die Schulen für das kommende Schuljahr vor.

Mit Vorfreude wird auf den neuen Sportplatz geblickt. 1,6 Millionen Euro sind bereits bewilligt worden. 500 Betriebsstunden halte ein Rasenplatz pro Jahr aus. Viel zu wenig für den Platz vor der Schule. Ein Kunstrasenplatz könne wesentlich mehr vertragen. „Zudem werden die Unterhaltungskosten bei einem künstlichen Rasen um 50 Prozent gesenkt“, sagt Rainer Starke.

Gebäude mit 373 Schülern gefüllt

Das Geld, dass der Schule jedes Jahr zur Verfügung gestellt wird, reiche aus. Allerdings nur noch für Schulmaterialien. „Das ist aber das Wichtigste“, so Rüdiger Bonau. Schulausflüge hingegen wie früher nach Putbus sind nicht mehr möglich.

Die Regionale Schule „Am Grünen Berg“ wurde vor drei Jahren für 5,7 Millionen Euro saniert und zum Teil neu gebaut. 16 Klassen plus eine Klasse für „Deutsch als Fremdsprache“ kommen in den neuen Räumen unter. Wie die stellvertretende Schulleiterin Elke Geist sagt, wird das Gebäude ab Montag mit 373 Schülern gefüllt sein. Für knapp 400 Schüler ist die Regionale Schule ausgelegt.

Problem mit der Akustik

Ein paar kleine Veränderungen mussten die Verantwortlichen vornehmen. Dazu gehört die Garderobe. „Wir dachten, wir haben zu wenig Garderobenschränke. Mittlerweile stehen sie nicht zentral an einem Ort, sondern sind verteilt auf den Etagen. Dieses Problem hat sich somit von allein gelöst“, sagt sie. Anders sieht es bei der Beschallungsanlage in der Aula aus, die nicht richtig abgestimmt ist. Aber noch in diesem Jahr werde das Problem mit der Akustik in diesem Raum behoben sein, so Rainer Starke.

Den Sportplatz hat der Hausmeister Detlef Raatz im Blick. Da er auch öffentlich genutzt werden kann, habe es immer wieder Probleme mit dem Müll gegeben. „Manchmal sah es morgens aus wie nach einem Fest. Überall lagen zerbrochene Bierflaschen“, sagt er. Abends dreht er seine Runden um den Platz und schließt den Käfig auch mal ab, wenn es ihm zu bunt wird. „Es gibt auch vernünftige Leute, aber alle sollen lernen, dass sie nur rauf dürfen, wenn sie auch ihren Müll wieder mitnehmen“, sagt er.

Von Mathias Otto

Die Ausblicke muss man sich oft erarbeiten – etwa hunderte Treppenstufen erklimmen: Von den Kirchtürmen in Ribnitz, Greifswald, Stralsund oder Wolgast wandert das Auge über die Stadtränder hinaus. Doch zwei der Tipps sind ganz leicht erreichbar.

07.08.2019

E-Scooter sind im Trend. Wer allerdings auf der Insel Hiddensee mit einem Elektroroller fahren möchte, muss aufpassen: Ohne Sondernutzungsgenehmigung droht eine Geldstrafe.

07.08.2019

Deutsche Spitzen-Skater haben in Sellin mit ihren Darbietungen beim 18. „Rügen rollt!-Fest“ für Aufsehen gesorgt. 60 Sportler gingen an den Start. 500 Zuschauer beklatschten das Können der Teilnehmer.

06.08.2019