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Rügen Nord-Rügen verteidigte Titel erfolgreich
Vorpommern Rügen Nord-Rügen verteidigte Titel erfolgreich
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17:47 28.05.2018
Max, Anton, Viviane und Lisa-Marie von der Jugendfeuerwehr Richtenberg knoten eifrig. Die vier Mädchen und Jungen sind am Ende etwas enttäuscht. Übung macht den Meister - irgendwann.
Max, Anton, Viviane und Lisa-Marie von der Jugendfeuerwehr Richtenberg knoten eifrig. Die vier Mädchen und Jungen sind am Ende etwas enttäuscht. Übung macht den Meister - irgendwann. Quelle: Christine Zillmer
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Sassnitz

Jubel im hohen Norden der Insel Rügen: Die Jugendfeuerwehr des Amtes Nord-Rügen ist wieder Kreismeister. Den Pokal konnten sich die Mädchen und Jungen am Wochenende auf dem Sportplatz Dwasieden in Sassnitz sichern. Sie setzen sich damit gegen 13 weitere Jugendfeuerwehren des Landkreises Vorpommern- Rügen in zwei Disziplinen durch. So gab es strahlende Gesichter, denn es war nicht einfach, die zwei Parcours zu absolvieren und mögliche 1500 Punkte zu sammeln.

Rügener Mädchen und Jungen gewannen Kreismeisterschaft der Jugendfeuerwehren

Fachmännisch und mit Tempo knoteten Max, Anton, Viviane und Lisa-Marie aus Richtenberg ein Seil mit den erlernten Feuerwehrknoten zusammen. An Station eins musste alles schnell gehen, denn die Punktrichter standen mit ihren Auswertungsbögen daneben und machten Notizen. Echte Teamarbeit war da angesagt, denn die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr Richtenberg wollten ihre Sache gut machen.

In voller Montur eine echte Herausforderung

Auch Justin Ewert (12) aus Richtenberg gab alles. Beim Löschangriff mussten Feuerwehrschläuche ausgerollt werden und an drei Punkten riefen die zuvor in Stellung gebrachten Schüler dann „Wasser marsch“. Schnell kroch Justin noch einmal durch den großen roten Tunnel zurück an die Startlinie, um die vergessene Wasserspritze zu holen, ohne die gar nichts geht. Die Gruppe verlor dadurch wertvolle Zeit. „Wir trainieren jeden zweiten Montag und freuen uns in diesem Jahr schon auf das Zeltlager in Prora“, sagt Justin, der gemeinsam mit seinen Geschwistern Lukas und Pauline bei der Feuerwehr Richtenberg ist. „Meine Schwester ist unsere Chefin. Sie gibt die Einsatzbefehle und leitet uns an.“

Beim 400-Meter-Staffellauf mussten die Kinder ihr Können bei verschiedenen Übungen unter Beweis stellen. Für Simon Dräger (13) von der Feuerwehr Süderholz ging es auf der Rennbahn darum, schnell zu sein, einen Sack mit Seil durch ein Tor zur werfen und dann mit dem Staffelstab so schnell wie möglich weiter zu sprinten. Unter der heißen Sonne des Wochenendes und in voller Montur eine echte Herausforderung. Anton (11) aus Prohn lag an einem der Haltepunkte auf einer Liege und wartete auf seinen Einsatz. Punktrichter Oliver Blahr (37) erklärte: „Der Teilnehmer liegt so lange auf der Trage bis seine Kollegin mit dem Staffelstab bei ihm angelangt ist. Danach muss er sich so schnell wie möglich Gürtel, Handschuhe und Helm anziehen und mit dem Staffelstab dann zur nächsten Station laufen.“ Blahr ist selbst bereits viele Jahre in der Feuerwehr Abtshagen. Der gelernte Schiffbauer und heutige Lehrer findet den Wettbewerb sinnvoll. „Ich hab den Parcours früher selbst durchlaufen, das schult.“

Löschangriff ist Königsdisziplin

Rico Schmudde (37) von der Feuerwehr Sassnitz war zum ersten Mal als Punktrichter in der Königsdisziplin, dem Großer Löschangriff, dabei. Für ihn ist das genau die richtige Übung für den Ernstfall. Enrico Wilcher (33) aus Grimmen betonte den Sportsgeist: „Wenn die Kinder der Jugendfeuerwehr jede Woche üben, wollen sie auch mal vorführen, was sie können. Wir sind extra aus Grimmen angereist, um unser Können hier zu beweisen.“ Am Spielfeldrand unterstützten die Bürgermeisterinnen Beatrix Wilke aus Putbus und Anja Ratzke aus Bergen ihre Jugendfeuerwehren. Neben den Titelverteidigern vom Amt Nord-Rügen landeten die Jugendfeuerwehren Bergen und sowie Parchtitz-Kluis auch auf dem Podium – Platz zwei beziehungsweise drei.

Christine Zillmer

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