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Rügen O‘ zapft is! Bergen weiht Ladestation für Elektro-Räder ein
Vorpommern Rügen O‘ zapft is! Bergen weiht Ladestation für Elektro-Räder ein
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01:23 09.09.2014
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Bergen

— Das Zweirad in den Ständer schieben, die Dose mit der Chipkarte freischalten, Stecker rein — so einfach funktioniert das „Auftanken“. Getankt wird allerdings nicht Benzin oder Diesel, sondern Strom. Und der wird umweltfreundlich aus Wind- und Sonnenenergie erzeugt. In Bergen können Gäste, die mit dem Elektrofahrrad auf der Insel unterwegs sind, ihre Zweiräder jetzt auftanken. Die Stadt hat dafür in Kooperation mit der E-mobility GmbH Rügen eine Ladestation am Markt gegenüber dem Benedixhaus, Sitz der Tourismuszentrale Rügen, am Durchgang zum Klosterhof aufgestellt.

„Wir sind die erste Kommune auf der Insel, die den Mut hatte, so eine Station aufzubauen“, betonte Bergens Bürgermeisterin Andrea Köster (CDU) anlässlich der Einweihung der Zapfsäule. Die Inbetriebnahme am Europatag, den die Bergener am Wochenende bereits zum 4. Mal veranstaltet haben, bezeichnete sie als Startschuss für ein anspruchsvolles Projekt. Köster: „Wir wollen inselweit die Voraussetzungen für Elektro-Mobilität auf Rügen schaffen.“

Was sich dahinter verbirgt, demonstriert Frank Grützmacher, Mitgesellschafter der E-mobility Rügen, anschaulich am Modell. Auf dem spannt sich ein ganzes Netz von Ladestationen für Elektrofahrzeuge über die Insel. „35 Stationen an touristisch stark frequentierten Orten sind geplant“, nennt er als Beispiele das Naturerbezentrum Prora, die Störtebeker Festspiele in Ralswiek, die Glewitzer Fähre, den Wieker Hafen. Im April dieses Jahres gründete Grützmacher zusammen mit Rolf Hoffmann, Geschäftsführer von Kabel +Sat Bergen, die E-Mobility-Firma, die federführend beim Umsetzen des Konzeptes ist. „Wir arbeiten mit der Tourismuszentrale, Kommunen, Kurverwaltungen, Hotels, touristischen Einrichtungen und Firmen aus der E-mobility-Branche zusammen. Nur so kann es funktionieren, das ist ein Kooperationsprojekt“, so Grützmacher.

Den Rügen-Urlaub und Elektromobilität im Paket buchen. So umschreibt Geschäftspartner Rolf Hoffmann das Ziel. „Pro Tag registrieren wir in der Saison eine Zufahrt von 24 000 Fahrzeugen auf die Insel, doch das Straßennetz ist ausge- und überlastet. Wir müssen Alternativen anbieten, die zu einer Insel passen, zu deren Markenzeichen intakte Natur gehört.“ E-Mobilität sei genau das Richtige.

„Elektrofahrräder sind schon heute enorm im Kommen. Jedes Jahr werden deutschlandweit rund eine halbe Million solcher Zweiräder verkauft.“ Die sollen Rügen-Urlauber künftig nicht nur mitbringen, sondern auf der Insel auch ausleihen und an öffentlichen Zapfsäulen bequem auftanken können. Gleiches gelte für Elektroautos, skizziert Hoffmann das Projektziel.

Der Anfang ist in Bergen gemacht. Bis zu acht Fahrräder können gleichzeitig an der eingeweihten Ladestation „auftanken“. Der Strom wird bei der Zapfsäule aus italienischer Produktion aus kleinen Windrädern und einer Solarpaneele erzeugt. „Wer Strom zapfen will, muss sich in der Tourismuszentrale im Benedixhaus eine Chipkarte holen. Mit der werden die verriegelten Steckdosen entsperrt“, erläutert Frank Grützmacher, wie es funktioniert. Je nachdem, wie leer der Fahrrad-Akku ist, dauert das Aufladen zwischen zwei bis vier Stunden. In dieser Zeit können sich die Gäste die Sehenswürdigkeiten anschauen oder sie nehmen auf der „Kommunikationsbank“ an der Zapfsäule Platz. Das ebenfalls am Europatag eingeweihte Sitzmöbel ist ein besonderes, ausgestattet mit einer Ladestation, an der das Handy aufgeladen werden kann. Das an der E-Fahrrad-Station schlägt mit Kosten von 25 Cent zu Buche. „Diese schenkt die Stadt aber ihren umweltbewussten Gästen. Das Aufladen ist gratis“, so Grützmacher.

Die Anlage sei es nicht gewesen. „Die hat aber die Stadt bezahlt“, taxiert Grützmacher die Kosten vage „im fünfstelligen Bereich“. Refinanzieren sollen sich die Zapfsäulen vor allem durch den Verkauf von Werbefläche. Doch soweit sei es an den 34 noch geplanten Zapfsäulen auf Rügen noch nicht, sagt der Unternehmer. „Dafür werden mit Kommunen und den Eigentümern erst einmal Gespräche geführt.“



Udo Burwitz

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