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Rügen Herzstillstand: Wenn jede Minute zählt – Ihre Spende kann Leben retten
Vorpommern Rügen Herzstillstand: Wenn jede Minute zählt – Ihre Spende kann Leben retten
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07:18 30.11.2019
Die Zeit vom Eintreten eines Notfalls bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes kann entscheidend sein. Ein automatischer externer Laiendefibrillator (AED) kann hier Leben retten. Schulkoordinator Marc Dransch (l.) und Kreisbereitschaftsleiter Dirk Mai vom Deutschen Roten Kreuz zeigen die einfache und sichere Handhabung des Defibrillators, der akustische Handlungsanweisungen gibt. Mehrere solcher Geräte sollen nun auf der Insel installiert werden, um im Ernstfall Einheimischen und Gästen Hilfe leisten zu können. Quelle: Wenke Büssow-Krämer
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Rügen

Jeder kann Leben retten. Ein automatischer externer Laiendefibrillator unterstützt dabei auch Menschen ohne medizinische Kenntnisse und gibt sogar Handlungsanweisungen. An immer mehr Orten sind solche Geräte auffindbar. So haben die Rettungstürme am Binzer Strand, die Bibliothek in Sassnitz, die Volkshochschule in Bergen oder sogar eine Kindertagesstätte sich mit einem Defibrillator ausgestattet.

Doch gibt es auf der Insel noch viele weiße Flecken auf der Karte, wo diese Soforthilfe nicht geleistet werden kann. Das Deutsche Rote Kreuz möchte mit Hilfe der OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ weitere Laiendefibrillatoren auf Rügen stationieren. Denn im Notfall ist schnelle Hilfe kostbar. Und es könnte jeden Treffen.

Jede Minute zählt

Soeben war die Welt noch in Ordnung. Man lauscht mit dem Partner der Theatervorstellung, feiert mit Freunden auf dem Open-Air-Konzert oder verfolgt mit der Familie gebannt die Stoertebeker-Festspiele. Plötzlich bricht in den Zuschauerreihen jemand leblos zusammen. Nun zählt jede Minute. „Die Zeitspanne zwischen dem Eintreten des Notfalls und dem Eintreffen des Rettungsdienstes ist entscheidend“, sagt Jens Witschel, Vorstandsmitglied des Deutschen Roten Kreuzes.

Jeder sollte nun so geistesgegenwärtig reagieren und zuerst den Rettungsdienst alarmieren. Wer dann besonnen seine Erste-Hilfe-Kenntnisse abrufen kann, erhöht die Chance, den Zustand des Patienten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu stabilisieren. Können keine Atmung und Herztöne mehr festgestellt werden, sollte schnellstmöglich mit der Herzdruckmassage und Beatmung begonnen werden.

Hier können Sie spenden

Mit der diesjährigen Weihnachtsaktion wollen wir den Kreisverband Rügen-Stralsund des Deutschen Rotes Kreuzes dabei unterstützen, unsere Insel mit Laiendefibrillatoren auszurüsten. Diese sind gerade für den sicheren Einsatz durch Nichtmediziner konstruiert und helfen Leben zu retten. Ihre Spende kann dabei helfen.

Neben der Möglichkeit, Ihre Spende persönlich im Service-Center der OZ, Am Markt in Bergen, zu hinterlegen, können Sie auch direkt auf das Spendenkonto überweisen.

Kontoinhaber: Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Rügen-Stralsund e.V.

IBAN: DE54 1505 0500 1122 47601

BIC: NOLADE21GRW

Zweck: OZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“

Wenn dann auch noch ein Defibrillator in der Nähe ist, erhöht dies den Erfolgsfaktor der Wiederbelebungsmaßnahmen. „Die Chance ist damit drei Mal so hoch, neurologische Schäden zu verhindern“, sagt Dirk Mai. Der DRK-Kreisbereitschaftsleiter warnt aber vor den Bildern aus Fernsehserien. „Der Einsatz des Defibrillators ersetzt keine Herzdruckmassage und Beatmung, unterstützt aber erheblich und gibt außerdem Anweisungen, was zu tun ist. Das macht es den Ersthelfern leichter.“

Defibrillator mit Bedienungsanleitung

Schon mit dem Auspacken des automatischen externen Laiendefibrillators (AED) bekommt man neben der Bebilderung zur Befestigung der Paddels auch akustische Anweisungen. Das Gerät sucht dann nach Herztönen beim Patienten und entscheidet dementsprechend, Stromimpulse abzugeben – die auch vorher angekündigt werden – und weist auch auf die Dauer der Herzdruckmassage und Beatmung hin.

In den meisten Fällen des plötzlichen Herztodes kommt es zu einem Kammerflimmern, bei dem der Einsatz eines Defibrillators beste Erfolgschancen bietet. „Das geht auch ohne Hilfsmittel, aber mit dem AED ist es optimal und man vergisst nichts, da das Gerät an alle Schritte erinnert“, sagt Dirk Mai. Wird ein Herzstillstand registriert, kann nur auf die Herzdruckmassage gesetzt werden, was der Laiendefibrillator jedoch auch erkennt.

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„Der Vorteil dieser Geräte ist eben, dass er auch in emotional geladenen Situationen trotzdem von jedem Laien bedient werden kann“, hebt Jens Witschel hervor. „Und wenn es auch nur ein Menschenleben rettet, hat sich die Investition schon bezahlt gemacht.“ Das Deutsche Rote Kreuz hat bereits die ersten Einrichtungen im Blick, die mit einem AED ausgerüstet werden sollen. So sollen mit der Unterstützung der Leser der OSTSEE-ZEITUNG das Theater in Putbus, die Mehrgenerationenbegegnungsstätte in Bergen Süd, das Dörphus Poseritz, die CJD Klinik Garz oder das Grundvighaus in Sassnitz zukünftig besser auf solche eventuellen Notfälle vorbereitet sein.

Damit muss aber noch lange nicht Schluss sein. „Als regionale Hilfsorganisation möchten wir dazu beitragen, möglichst viele weiße Flecken zu beseitigen. Weitere Einrichtungen, die Bedarf haben, können sich gerne bei uns melden“, so Witschel. Institutionen, die mit einem AED ausgestattet werden, erhalten dann auch eine kostenfreie Schulung für die Ersthelfer. Außerdem ist die Anschaffung von Übungsdefibrillatoren und Trainingspuppen für die Ausbildungen geplant.

Von Wenke Büssow-Krämer

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