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Rügen Offshore-Umspannwerk nach Rügen unterwegs
Vorpommern Rügen Offshore-Umspannwerk nach Rügen unterwegs
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16:54 26.03.2018
Umspannwerk für Offshore-Windpark Arkona ist auf dem Weg in die Ostsee. Quelle: Bernard Biger
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Sassnitz

Die Leinen sind los: Das Umspannwerk für den Offshore-Windpark Arkona vor der Küste Rügens hat die französische Werft STX in Saint Nazaire verlassen. Jetzt wird sie von Hochseeschleppern in die 2500 Kilometer entfernte Zielregion gezogen, dabei führt die Route über die Biskaya, den Ärmelkanal durch Skagerrak und Kattegat in die Ostsee. Die Werft STX France hat das Umspannwerk im vorgesehenen Zeitplan von 20 Monaten erfolgreich fertiggestellt und ausgeliefert.

Ankunft nach Ostern erwartet

Nach Ostern soll das 4 000 Tonnen schwere Umspannwerk auf das dann bereits installierte Fundament gehoben werden. Dieses Manöver erfolgt mit demSchwerlastkranschiff „Oleg Strashnov“ von Seaway Heavy Lifting. Die „Oleg Strashnov“ ist das derzeit größte in der Ostsee verfügbare Kranschiff. Beim Umsetzen des Umspannwerks von der Barge auf das Fundament handelt es sich um die Installation der schwersten Wechselstromplattform, die bisher in einem Block gehoben wurde.Das Umspannwerk wird das Herzstück des Offshore-Windparks Arkona bilden, in dem die erneuerbare Energie der einzelnen Windturbinen gebündelt und zum Festland transportiert wird.

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1,2 Millionen Euro Investitionssumme

Das Windenergie-Projekt Arkona liegt 35 Kilometer nordöstlich von der Insel Rügen. Der Windpark wird über eine Leistung von 385 Megawatt (MW) verfügen und kann rechnerisch ab 2019 etwa 400.000 Haushalte mit erneuerbarer Energie versorgen. Das Investitionsvolumen beträgt 1,2 Milliarden Euro. Im Vergleich zu konventionell erzeugtem Stroms kann Arkona jährlich bis zu 1,2 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid einsparen. Das Joint Venture „Arkona“ aus E.ON und Statoil ist Bauherrin der Plattform und wird den Windpark nach Fertigstellung betreiben. Der Windpark Arkona und der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz werden die Plattform 25 Jahre lang gemeinsam nutzen.

Fundamente bereits an Ort und Stelle

In den vergangenen Monaten wurden bereits alle Arkona Fundamente, bestehend aus Monopfählen und Transition Pieces, erfolgreich installiert. Der Start der Kabeleinzüge für die interne Parkverkabelung beginnt im April. Im Spätsommer startet die Installation der Windenergieanlagen, hierbei handelt es sich um 60 Turbinen der Sechs-Megawatt-Klasse des Herstellers Siemens. Die Inbetriebnahme des gesamten Windparks ist für 2019 vorgesehen.

Ziebarth Anne Friederike