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Rügen Prora: 40 Jahre Autogeschichte auf einem Hektar
Vorpommern Rügen Prora: 40 Jahre Autogeschichte auf einem Hektar
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15:27 29.03.2019
70 Fahrzeuge der Baujahre 1911 bis 1990 sind ab Montag im bisherigen Eisenbahn- und Technikmuseum Prora zu sehen. Quelle: Stefan Sauer/dpa
Prora

Welche Autos das Straßenbild bis 1990 im Osten und welche es im Westen prägten, zeigt das Oldtimer-Museum Rügen in Prora in seiner neuen Ausstellung. Die Schau mit rund 70 Fahrzeugen der Baujahre 1911 bis 1990 wird am Montag, 1. April, im bisherigen Eisenbahn- und Technikmuseum eröffnet, wie Betreiber Ludger Guttwein sagte. Der Ost-West-Vergleich der Baujahre 1949 bis 1989 ist das neue Herzstück des Museums. Bei einer ähnlichen Ausgangssituation im Autobau nach dem Zweiten Weltkrieg sei die Entwicklung in Ost und West dann stark auseinander gegangen, so Guttwein.

West- und Ostautos im Vergleich

Für die Nachkriegszeit im Westen steht der „Brezelkäfer“, dessen geteilte Heckscheibe an eine Brezel erinnerte. Er war der Vorgänger des VW Käfer, dem im Osten der IFA F8 entsprach. Dem EMW aus den Eisenacher Motorenwerken im Osten stand der erste Nachkriegs-Mercedes gegenüber, dem folgenden Mercedes-Modell der sowjetische Pobeda, dem Trabant der Volkswagen, dem sowjetischen Saporoshez der italienische Fiat 400 und 500. Am Ende der 1980-er Jahre steht auf der Westseite der VW Golf, auf der Ostseite der sowjetische Lada Samara, der in der DDR nur für wenige über die Handelsorganisation Genex erhältlich war. Dem Mercedes SLK von 1989 hatte die DDR nur noch einen Wartburg mit VW-Motor und einen erneuerten Trabant entgegenzusetzen.

In Prora wird auf 10 000 Quadratmetern der Fokus auf Autos zwischen 1949 und 1989 gelegt. Am Montag wird die Ausstellung eröffnet.

Die Pkws drängen in dem Museum nun die historischen Schienenfahrzeuge an den Rand. „Wir legen den Fokus jetzt auf Autos, weil dazu jeder eine Beziehung hat“, begründete Juniorchef Timo Guttwein das neue Konzept. Die ältesten Wagen stammen vom Anfang des 20. Jahrhunderts, darunter ein Ford T von 1911.

Loks, Traktoren und Zugmaschinen

Eröffnet wurde das Museum 1994. Es hat mittlerweile einen Umfang von 10 000 Quadratmetern. Neben den alten Fahrzeugen werden weiterhin Eisenbahnen und Feuerwehren gezeigt. In der imposanten Ausstellungshalle finden Besucher auf einer Länge von gut 120 Metern diverse Dampf-, Elektro- und Diesellokomotiven sowie viel interessantes Hintergrundwissen zu technischen Details. Darüber hinaus werden Zugmaschinen und Lastkraftwagen gezeigt. Auch findet sich eine Sammlung alter Traktoren in der Ausstellungshalle, die abgesehen von den Feuerwehrfahrzeugen gerade bei jüngeren Besuchern Begeisterung hervorruft. Das Oldtimer Museum Rügen hat ab Montag bis einschließlich zum Oktober wieder täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene kostet 10, der für Kinder 5 Euro.

Birgit Sander

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