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Rügen Osterwoder – un süss noch wat?
Vorpommern Rügen Osterwoder – un süss noch wat?
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00:00 08.04.2017
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Wenn di hüt een fröcht: „Na, hest oll Osterwoder krägen?“ Denn denkt man oft an son’n lütten Schluck Hochprozentiges. Nee, lew Lüd, früher har dit ’ne anne Bedüdung. Noch to mine Kinnertid in Bagen müssten wi vör Dau un Dach runner an’ne Duvebäk – dat wir de Gegend, wo in Bagen hüt de „famila“ un „Lidl“ sünd. To de Tid wier dor noch nix bucht. Väle – ok mien Grotvadder har’n dor ’n Rieselfeld.

Wi müssten öwer dörch de natten Wischen an’ne Bäk un mit’n Pott Woder ruttelangen. Un dit süll uns vör’t ganze Johr goddohn – ob man dat to’n Drinken orrer Waschen nehm – dat süll Schönheit un Gesundheit bringen.

Wat öwer an wichtigsten wier, up diesen Gang müsste man de ganze Tied schwiegen, süss güll dat nich.

Oft hebben uns Bengels upluert un uns verfiert, dat we schriegen orrer lachen müssten, un denn wier alles in dutt.

Tomindest het uns de Gang de schöne Natur to Ostern wiest – doran künn man sich ümmer freugen – ob mit orrer ohne Woder. Dat gew ok Ostereier un söten Krom.

Wat noch wichtich wier, dor helpt uns oll Goethe mit sienen „Faust“, denn dorin fin’n wi dat Gedicht „Osterspaziergang“, dat woll jeder kennt – nich jeder weet, dat dat to den’n „Faust“ gehürt. „Vom Eise befreit...“ un wieder hinne verklickert uns Goethe, worüm de Minschen in’ne Natur gohn un wat se sich so freugen: „Sie feiern die Auferstehung des Herrn.“ Dor sün wi bi de wichtigste Bedüdung von dat Fest, denn in de Tied vör Ostern wier de Karwoch mit Gröndunnersdach un Karfridach un nu weet jeder; jo, uns Heil Christ wier an’t Krüz komen un he wier begroben. Öwer sien Vadder – uns Herrgott – let em wedder to’n Läben komen. Dat meent Goethe mit „Auferstehung des Herrn.“

Un wer giern dat ees in wunnerbore Schnitzeri un ganz in Gold seh’n mücht, de müt no Ummanz komen. Ob ji dat mit den’n Heil Christ glöben mögen orrer nich, dit Kunstwark ward juch freugen. Disse Altor is oll fiefhunnert Johr old un man kann an em noch väle anne Geheimnisse fin’n.

Lod’t juch verzaubern – ob ji an glöben mögen orrer nich, ’n Schatz is dat allemol. Un Ostern fiern wi all giern un an dat Grön un an de Natur sich freugen kann man up Ummanz ok. Ick wünsch juch väl Spoß dorbi. RITA HOFF

OZ

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