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Rügen Petitionen an den Landtag
Vorpommern Rügen Petitionen an den Landtag
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00:00 15.12.2017
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Lohme

Die junge Frau, die in die Küche der Familie Burwitz in Lohme kommt, legt still einen Blätterstapel auf den Tisch. „Gib mir mal gleich einen Schwung neue Listen mit“, sagt sie zu Ilona Burwitz, die ihr ein paar Blatt Papier in die Hand drückt. Bald werden auch diese beschrieben sein: Viele Rüganer und Gäste teilen die Empörung der Lohmer über die Sperrung der Treppe am Königsstuhl. Sie schütteln den Kopf ob dieses „Husarenstreichs“ der Landesregierung, die sie mit ihrer Unterschrift unter die Petition auffordern, den Abstieg wieder zu öffnen.

Die Initiative hat verschiedene Väter und Mütter. Eine von ihnen ist Sabine Korneli. Sie lebt und arbeitet in Hagen und weiß um die Bedeutung der Kreideküste und des Nationalparks für den kleinen Ort. „Der Königsstuhl ist unter den zehn bekanntesten Orten Deutschlands, zusammen mit dem Schloss Neuschwanstein. Es geht doch nicht an, dass wir ein so bedeutendes Wahrzeichen vor der Tür haben, es aber praktisch nicht zu besichtigen ist!“

Petitionen an den Landesminister Backhaus und den Petitionsausschuss des Landtages haben die Lohmer bereits auf den Weg gebracht. Rund 2000 Insulaner und Gäste haben innerhalb kürzester Zeit auf diese Art und Weise ihren Unmut über die Entscheidung ausgedrückt.

„Es wird offenbar wie ein lokales Problem behandelt, ist aber ein landesweites Thema“, ergänzt Guido Hoenig aus Lohme. MV werbe einerseits immer wieder mit der Rügener Kreideküste und vor allem mit dem Königsstuhl. Andererseits hätten diejenigen, die hierher kämen, kaum Möglichkeiten, die natürlichen Wahrzeichen zu sehen. Das habe beispielsweise auch seine Gäste aus Japan verärgert, die den imposanten Kreidefelsen unbedingt vom Strand aus sehen wollten und vor der versperrten Treppe standen. Auch Burkhard Rahn kennt den Missmut: „Was erwartet die Besucher denn noch an kostenlos zu besichtigenden Naturschönheiten in dem Gebiet außer der Viktoriasicht?“

Maik Trettin

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