Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Rügen Premiere für die Hiddenseer Wetterfroschakademie
Vorpommern Rügen Premiere für die Hiddenseer Wetterfroschakademie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
12:17 11.04.2019
Am Sonnabend feiern sie Premiere: Die Mitglieder der Hiddenseer Wetterfroschakademie. Quelle: Lutz Gruenke
Anzeige
Hiddensee

Wetter, Wetter, Wetter – alle reden darüber, aber kaum einer weiß, warum das Wetter so ist wie es ist. Licht in Hitze und Kälte, Sturm und Flaute, Blitz und Donner will das Figurentheater Homunkulus in Vitte auf der Insel Hiddensee bringen. Dort hat am morgigen Sonnabend von 17 Uhr an „Zu Besuch in der Hiddenseer Wetterfroschakademie“ in der Regie von Antje König Premiere. Es spielt Karl Huck. Mit ihm haben wir über das Stück gesprochen.

Warum bekommt Hiddensee eine Wetterfroschakademie?

Huck: Es ist keine Akademie im eigentlichen Sinne. Es ist vielmehr ein Theaterstück, was sich mit dem Thema Wetter befasst. Es ist eine Fiktion, ein Märchen für die ganze Familie, was aber durchaus etwas mit der Realität in Zeiten des Klimawandels zu tun hat. Die Idee dazu kam mir, weil es bei uns im Haus auch Wettergespräche mit dem Meteorologen Uwe Ulbrich gibt, aber eben nichts Vergleichbares für Kinder. Daraus ist die Idee und schließlich die Geschichte mit der Wetterfroschakademie entstanden. Die ist unterhaltsam, aber keine mit einem erhobenen Zeigefinger.

Was erfahren die kleinen und großen Zuschauer?

Sie erfahren beispielsweise etwa zur Geschichte der Meteorologie, die ja erst 150 Jahre alt ist, weil die Erde erst bis zur letzten Ecke erkundet werden musste, da beim Thema Wetter alles miteinander zusammenhängt. Deshalb spiele ich beispielsweise auch den Wettlauf von Amundsen und Scott zum Südpol oder entdecke mit dem Ballon die obere Atmosphäre. Man war ja seinerzeit davon ausgegangen, dass sie nicht zur Erde sondern den Engeln gehört. Auch die Engländer wären heute Spanier, wenn es das Wetter nicht gäbe. Denn die spanische Armada ging bei einem Angriff auf England wegen eines starken Sturmes unter.

Wer steht im Mittelpunkt des Stückes?

Da ist der alte Wetterfrosch Professor Friedrich vom Dornbusch, der dem jungen Wetterfrosch Fred das Wetter erklärt. Denn der will mal wie Uwe Ulbrich oder Stefan Kreibohm mit dem Puschel vor der Kamera stehen - weil ja alle ins Fernsehen wollen. Und so erfährt Fred, warum ein Regenbogen bunt ist, jede Schneeflocke anders aussieht, was ein Regentropfen zwischen Erde und Himmel und zurück erlebt und wie stark ein Blitz ist. Und er weiß am Ende auch, wer als Erster das Wetter und die Geschichte des Klimas erforscht hat. Dabei geht es poetisch, heiter und wissenschaftlich zu.

Was wussten Sie bislang vom Wetter?

Nicht mehr als jeder andere gewöhnliche Zeitgenosse. Aber nun hat sich mir ein gigantisches Thema eröffnet. Ich werde mich wahrscheinlich bis zum Lebensende mit dem Wetter beschäftigen. Für das wurden wunderbare Geräte entwickelt und die Wolken bekamen Namen. Unzählige Poeten haben dem Wetter unzählige Zeilen und Verse gewidmet.

Welches ist Ihr Lieblingswetter?

Ich habe eigentlich kein Lieblingswetter. Aber ich mag Nebel sehr. Ich bin ja mal zur See gefahren. Und da war es bei Nebel einfach irre. Plötzlich nahm man Stimmen wahr, sehr nah, die tatsächlich von weither gekommen waren. So ist es auch manchmal bei Morgennebel auf Hiddensee.

Urkunde und Wetterfibel

Premiere feiert „Zu Besuch in der Hiddenseer Wetterfroschakademie“ am Sonnabend, dem 13. April, um 17 Uhr in der „Homunkulus Figurensammlung“ in Vitte. Die Generalprobe beginnt am morgigen Freitag bereits um 11 Uhr.

Das Forschungstheater für die ganze Familie und Kinder ab fünf Jahren wird das Jahr über regelmäßig in der Figurensammlung zu sehen sein.

Kinder bekommen eine Urkunde. Außerdem wird eine kleine Wetterfibel erarbeitet.

Karten können unter der Telefonnummer 03 83 00/6 05 93 bestellt werden. Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

Chris-Marco Herold

Rügen Knatsch um Bauvorhaben am Stabenweg - Göhren will keine teuren Eigentumswohnungen

Die Gemeinde pocht auf die Baugenehmigung für Mitarbeiterquartiere am ehemaligen Schweinestall. Der Investor spricht von einem Missverständnis.

11.04.2019

Vom kommenden Jahr an kann von Bergen bis Klein Zicker durchgeradelt werden. Die Radweglücke zwischen Zirkow und Serams soll von Herbst an geschlossen werden, hat das Straßenbauamt Stralsund jetzt angekündigt.

10.04.2019

Ob als Dauershow zur Selbstvermarktung oder Fleiß-Barometer – Vorpommerns Politiker nutzen Facebook, Twitter und Co. wie verrückt. Angeblich wollen sie damit mehr erreichen, als nur schöne Selfies in die Welt zu schicken, hat Benjamin Fischer, Leiter der OZ-Lokalredaktion in Stralsund, erfahren.

10.04.2019