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Rügen Pritschen, baggern, blocken in Sassnitz: Junge Leute ab 50 gesucht
Vorpommern Rügen

Pritschen, baggern, blocken: Bewegung im Alter ist wichtig

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15:00 01.02.2020
Das Ü-50-Volleyball-Team des Empor Sassnitz sucht weitere Mitspieler. Quelle: OZ
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Sassnitz

Gute Vorsätze für das neue Jahr? Die sind hier Fehlanzeige, denn die Sportgruppe Ü 50 des Empor Sassnitz steht das ganze Jahr regelmäßig und mit viel Ehrgeiz am Volleyballnetz. Peter Tennemann (78) aus Sassnitz ist schon von Beginn an dabei. „Wir spielen seit über zwölf Jahren Seniorenvolleyball im Verein.“ Für ihn ist die Teilnahme ganz klar und Vorsätze für das neue Jahr Quatsch. „Uns geht es ja darum, sich regelmäßig zu bewegen und in der Gruppe Sport zu treiben. Wir wollen uns fit halten und Spaß miteinander haben“, sagt der 78-Jährige. Dabei zählt für ihn nicht der Sieg nach Punkten, sondern das Gemeinschaftsgefühl. Dem Zuschauer zeigt sich so manches Mal allerdings ein anderes Bild, denn nach einem gewonnenen Punkt wird abgeklatscht im Team, die Faust geballt oder es wird sich eben geärgert, wenn der Ball beim Schmettern im Netz hängen bleibt oder vom Gegner geblockt wird. Laute Rufe hallen über das Volleyballfeld. „Achtung“, „Los Peter, hast du“, „weg“, „hab ich“ und so manche andere kurze Wortreihen und Befehle machen die Runde.

Ab Punktestand 15 zu 13 setzt dann der Schiedsrichter an. Reiner Hirschberger (77) aus Sassnitz schiebt die Kugeln an seinem Rechenbrett. „Ich heize die Stimmung an und gebe den aktuellen Punktestand durch“, sagt er immer mit der Trillerpfeife bewaffnet. Damit greift er durch und setzt seine Schiedsrichter-Entscheidungen auch durch. „Manchmal ernte ich komische Blicke und Schulterzucken, allerdings lasse ich mich nicht beirren. Selbst spielte er vor ein paar Jahren noch aktiv mit. Die Gesundheit verweist ihn allerdings auf die Bank. Heidrun Schrahn (58) aus Sassnitz und Sylke Deggim aus der Nähe von Ralswiek sind auch von der Partie. Sie sind die einzigen Frauen im Team und eifern kräftig mit.

Mitspielende Senioren sind willkommen

„Vor ein paar Jahren las ich den Artikel zur Sportgruppe in der OSTSEE ZEITUNG und meldete mich einfach an der Sporthallentür. Seitdem bin ich regelmäßig mit dabei“, sagt Heidrun Schrahn. Bewegung und Sportsgeist begleitet sie durch ihr Leben und mit den Jungs mithalten, ist kein Problem. Sie gehörte damals, als sie hinzukam, praktisch zum Nachwuchs. Denn auch die „Best Ager“ brauchen „frisches Blut“. Nur mit dem Unterschied, dass bei ihnen die Jungsportlerabteilung erst ab 50 Jahren beginnt. Und neue Leute sind immer willkommen. Sylke Deggim sieht das genauso. „Wir sagen schon, wenn uns was nicht passt“, scherzt die Spielerin. Am Netz macht sie eine gute Figur und blockt mit ihren langen Armen die Schmetterbälle, wenn möglich. Für die Sportgruppe gelten besondere Regeln und eine Spielart, die sich an das Alter anpasst. Erst wenn der Ball einmal im Feld aufgeprallt ist, wird dieser angenommen und wie gewohnt im Dreierschritt über das Netz geschlagen. Die Wucht des Volleyballes kann so gut abgefedert werden und die Reaktionsfähigkeit individuell wird trainiert.

„Wir spielen diese Art, damit unsere ‚Best ager‘ auch mithalten können“, sagt Reiner Hirschberger am Ende. Und auch am nächsten Donnerstag wird dann mit wenigen Handgriffen das Volleyballnetz in der Sporthalle am Rügener Ring gespannt, die Teilnehmer machen ihre Laufrunden in der Halle und spielen sich warm. Interessierte sind jederzeit herzlich willkommen.

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