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Rügen Putbus: Zwei Frauen treten zum zweiten Wahlgang an
Vorpommern Rügen Putbus: Zwei Frauen treten zum zweiten Wahlgang an
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00:18 14.09.2015
Gestern kurz nach 18 Uhr im Putbusser Rathaus: Die Wahlurne ist geleert, die Wahlhelfer beginnen mit der Auszählung der Stimmern für die Bürgermeisterwahl. Quelle: Frank Levermann
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Putbus

Fest steht seit gestern Abend: Im Rathaus der Stadt Putbus wird eine Frau die Nachfolge von Bürgermeister Harald Burwitz (FDP) antreten. Ob es CDU-Kandidatin Julia Präkel (30) oder die parteilose Einzelbewerberin Beatrix Wilke (44) sein wird, ist dagegen noch offen. Beide Frauen lieferten sich im ersten Wahlgang ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Beide erhielten beim Wahlgang gestern mit großem Abstand vor den zwei männlichen Konkurrenten die meisten Stimmen, allerdings keine der Damen die notwendige Mehrheit für einen Wahlsieg. Deshalb wird es in zwei Wochen, am 27.

September, zu einer Stichwahl zwischen den beiden Frauen kommen.

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„Die meisten Stimmen hat CDU-Bewerberin Julia Präkel erhalten“, gab Harald Burwitz als Gemeindewahlleiter gestern Abend kurz vor 20 Uhr das vorläufige Ergebnis der Bürgermeisterwahl bekannt. Danach erhielt Juli Präkel 799 Stimmen (39,52 Prozent). Für Beatrix Wilke stimmten 716 Putbusser (35,41). SPD-Bewerber Eric Hartmann (28) bekam 388 Stimmen (19,19 Prozent) und der für die FDP angetretene Bürgermeisterkandidat Ingo Blume (47) konnte 119 Stimmen auf sich vereinen.

Insgesamt 3835 Einwohner der Stadt konnten gestern ihre Stimme abgeben. 2046 davon machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch, 24 Stimmen waren ungültig. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 53,35 Prozent.

„Diesmal sind mehr Bürger zur Bürgermeisterwahl gegangen, als bei der vor sieben Jahren“, freute sich Harald Burwitz. Vor allem vor dem Hintergrund, dass gestern der Ironman auf Rügen für Verkehrseinschränkungen sorgte. Damit die Einwohner aus den Ortsteilen — die Stadt Putbus hat immerhin mehr als 30 — die Wahllokale jederzeit erreichen konnten, waren extra Zäune aufgestellt worden an der Rennstrecke des Ironman, dessen Teilnehmer sich die Zufahrtstraßen nach Putbus teilweise mit den Wählern teilen mussten. Trotz dieses Aufwandes sei zu befürchten gewesen, dass mancher Wähler im Vorfeld von den Einschränkungen abgeschreckt worden wäre, so Burwitz. „Viele haben deshalb offensichtlich bereits im Vorfeld von der Briefwahl Gebrauch gemacht. Immerhin 656 Stimmen wurden auf diesem Weg abgegeben. Das ist ein Anstieg im Vergleich zu vergangenen Wahlen.“

„Ich bin überwältigt, dass ich so viele Stimmen bekommen habe“, kommentierte Julia Präkel das Ergebnis der Bürgermeisterwahl nach der Bekanntgabe. Das sei ein Grund zum Anstoßen. Das Glas hat sie gestern Abend im Hafenhotel Lauterbach erhoben und bei einer kleinen Wahlfeier mit Helfern, Parteifreunden und Bekannten angestoßen. Ihre erste Analyse: „Ich bin ja schon länger ehrenamtlich in der Kommunalpolitik aktiv. Ich denke, dass hat sich mit ausgezahlt und im Ergebnis niedergeschlagen.“

Zufrieden zeigte sich auch Beatrix Wilke. „Auf das Ergebnis kann ich stolz sein.“ Sie habe im Wahlkampf keinen großen Wirbel veranstaltet, sagte sie. Das habe sie für angemessen gehalten, „weil die Stadt auf Grund ihrer angespannten Finanzsituation ja auch keine großen Sprünge unternehmen kann“. Vermutlich sei es honoriert worden, dass sie auch im Wahlkampf so geblieben sei, wie sie ist, versuchte sie ihr gutes Abschneiden zu ergründen.

SPD-Bewerber Eric Hartmann gab sich als fairer Verlierer. „Ich hatte Ideen für Putbus entwickelt. Offensichtlich trauen die Bürgerinnen und Bürger aber Julia Präkel und Betatrix Wilke eher zu, dass sie Ideen für die Stadt umsetzen können. Ich wünsche derjenigen, die in zwei Wochen gewählt wird, viel Erfolg für das Lösen der anstehenden Aufgaben, die eine große Herausforderung sind.“

„Ich bin enttäuscht“, kommentierte Ingo Blume sein erzieltes Ergebnis. Das müsse er erst einmal verdauen. „Es liegt wohl mit daran, dass ich als Lokführer ständig unterwegs und damit ziemlich unbekannt bin“, so der für die FDP angetretene und unterlegene Bürgermeisterkandidat.

So haben die Putbusser gewählt
3835 Einwohner von Putbus waren gestern als Wahlberechtigte aufgerufen, einen neuen Bürgermeister zu wählen.
53,35 Prozent der Wähler, das sind 2046 Putbusser, haben ihre Stimme zur Wahl abgegeben. Davon waren 24 ungültig.
799 Stimmen und damit die meisten hat die CDU-Bewerberin, Julia Präkel, erhalten. Sie wird am 27. September bei einer Stichwahl gegen Einzelbewerberin Beatrix Wilke antreten, die 716 Stimmen bekam. Die beiden Männer haben verloren. Für SPD-Kandidat Eric Hartmann stimmten 388 Putbusser, Ingo Blume (FDP) erhielt 119 Stimmen.



Udo Burwitz

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