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Rügen Putbusser liebäugeln mit der Wegebahn
Vorpommern Rügen Putbusser liebäugeln mit der Wegebahn
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18:33 27.12.2018
Mit einer Probefahrt wurde der Einsatz der Wegebahn zwischen Putbus und Lauterbach getestet. Quelle: Stefan Semmler
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Putbus

Ein Putbus-Besuch ohne Auto und lange Fußmärsche – das soll zur Saison des kommenden Jahres in der einst fürstlichen Residenzstadt möglich sein. Und dies mit einer Wegebahn, die in Ostseebädern der Insel schon längst als Bäderbahn unterwegs ist. „Dieses Thema wollen wir gleich mit Beginn des neuen Jahres in den Gremien der Stadtvertretung eingehend diskutieren“, kündigt Julia Präkel an. Und die Vorsitzende der Fraktion „CDU Putbus, Denk mal!“ drückt aufs Tempo: „Spätestens im Februar muss eine Entscheidung gefallen sein. Schließlich stehen danach noch Satzungsänderungen an, wenn sich die Stadtvertreter für eine solche Bahn ausgesprochen haben sollten.“

Sie hatte noch kurz vor Weihnachten als Vorsitzende und im Namen des CDU Stadtverbandes Putbus-Garz zu einer Testfahrt eingeladen. Vom Bahnhof führte der Weg zum Circus, weiter zum Markt, von dort zum Großparkplatz am Marstall und schließlich nach Lauterbach zum Hafen. „Etwa eine halbe Stunde waren wir unterwegs. Und unter den etwa 20 Fahrgästen waren auch ältere Putbusser dabei und die haben klipp und klar gesagt: Die Bahn brauchen wir. Denn mit der könnten sie auch ohne große Anstrengungen Lauterbach besuchen“, macht Präkel deutlich.

Der Weg der Teststrecke wäre auch der des saisonalen Gelegenheitsverkehrs zwischen Putbus und dem Ortsteil Lauterbach. Etwa alle Stunde könnte die Bahn zwischen Hafen und Stadt unterwegs sein. „Beim Test sind wir über den Wreecher Weg zum Parkplatz gefahren. Ob dies auch über die Kastanienallee durch den Schlosspark möglich ist, müsste noch geprüft werden“, sagt Präkel. Auch der Einsatz des „Zugpferdes“. „Erstmal wird es ein dieselbetriebenes sein. Aber unser Ziel sollte eine Elektrobahn sein. Schließlich ist unsere Stadt auch Bestandteil des Biosphärenreservates. Aber solch eine Bahn müsste ja auch erstmal gebaut werden – wenn wir sie denn wollen.“

Bei der Testfahrt an Bord war auch Birgit Lahann. Sie leitet die Kurverwaltung der Stadt und sagt als solche: „Aus unserer Sicht wäre der Einsatz einer solcher Bahn zu begrüßen.“ Die kurtaxezahlenden Gäste der Stadt konnten mit ihrer Kurkarte das Angebot kostenlos nutzen, die Einwohner möglicherweise mit einem Fahrschein oder vielleicht auch kostenlos. „Es würde jedenfalls den Mehrwert für unsere Gäste deutlich erhöhen, denn sie könnten schließlich auch kostenlos mit den Bäderbahnen in Sellin und Baabe fahren“, macht Lahann in diesem Zusammenhang deutlich. Und einen Nebeneffekt dieser Offerte lässt sie auch nicht außer Acht: „Sollte es bei uns tatsächlich noch Vermieter geben, die keine Kurkarte ausstellen, dann werden die es dann wahrscheinlich tun, weil sie Druck von ihren Gästen bekommen, die solch eine Karte haben wollen.“

Putbus-Gäste zahlen derzeit in der Hauptsaison zwei Euro Kurtaxe, in der Nebensaison sind es 1,50 Euro. Für Birgit Lahann steht fest, dass es bei diesen Sätze nicht bleiben kann, wenn die Wegebahn zum Einsatz kommen soll. „Die Kurtaxe müsste dann natürlich angepasst werden.“ Was dann mehr pro Tag zu zahlen wäre, könne zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. „Weil wir erst eine völlig neue Kalkulation erarbeiten müssten“, macht Lahann deutlich.

Für sie liegen jedenfalls die Vorteile des Angebotes auf der Hand: „Für unseren Gast wäre ein Rundweg geschlossen. Er könnte die Bahn, die Schiffe der Weißen Flotte und den Rasenden Roland nutzen, um ohne sein Auto von Putbus in die Orte an die Bäderküste und wieder zurück zu gelangen“, skizziert Lahann die touristische Strecke der neuen Möglichkeiten. Die könnte natürlich auch von den Touristen genutzt werden, deren Urlaubsquartier sich in den Rügener Küstenorten befindet.

Chris Herold

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