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Rügen Zu viele Abbrüche: Putbusser bangen um ihren Wanderweg
Vorpommern Rügen Zu viele Abbrüche: Putbusser bangen um ihren Wanderweg
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07:00 15.05.2019
Die Abbrüche an der Boddenküste bei Wreechen „nagen“ am Wanderweg entlang des kleinen Kliffs und kommen auch dem Radweg nach Neuendorf bedrohlich nahe. Quelle: Mathias Otto
Wreechen

Ein unbeschwertes Radvergnügen entlang des Wreechener Strandes östlich des Schöpfwerkes ist bald nicht mehr möglich. Wind und Wetter setzen dem Boddenufer der Stadt Putbus zu sehr zu. Die Stadt ist nun gefragt und soll prüfen, welche Maßnahmen gegen den enormen Abbruch eingeleitet werden können.

„Küstenabbrüche gibt es auf der ganzen Insel. Aber hier sind wichtige Wege betroffen, zum Teil auch ausgeschilderte Radwege“, beklagte Stadtvertreterin Julia Präkel (CDU) in der jüngsten Sitzung der Stadtvertreter. Nach dem Winter seien viele Bäume von der Steilküste abgebrochen. Aktuell drohen zwischen Neuendorf und Wreechen mindestens zehn weitere abzurutschen. Gleiches Bild auch in Altkamp entlang des Weges bis zum Schöpfwerk. Das Wasser sei an einigen Stellen bis an die Radwege gedrungen. Es drohen weitere Absackungen und Ausspülungen, die die Nutzung der Wege bald gänzlich unmöglich machen könnten.

Gefahr ist in Verzug

„Da der Wreechener Strandweg ein ausgeschilderter Rad- und Wanderweg ist und zum Schutz des Waldes, müssen Möglichkeiten ausgelotet werden, wie hier Küstenschutz- und Wegerhaltungsmaßnahmen vorgenommen werden können“, sagt Julia Präkel. Sie hat bereits in Erfahrung bringen können, dass der Weg in Richtung Neuendorf nicht nach hinten verlegt werden kann, da sich dort ein Privatgrundstück befindet. „Wir müssen trotzdem Möglichkeiten finden, diesen Weg zu erhalten. Gefahr ist in Verzug, denn die Strecken sind zum Teil ausgehöhlt“, sagt sie. Teilweise sind sie nur noch einen Meter breit, dann kommt der Abbruch.

Laut Heike Nessler (Unser Wissen für Putbus) befindet sich circa 20 Meter von der Küste entfernt ein Flurstück mit Wanderweg, das genutzt werden könnte. „Eine Diskussion darüber gab es schon einmal, diesen Weg wieder herzurichten. In Wreechen sieht es nicht anders aus. Wir sollten die aktuelle Flurkarte in die Hand nehmen und sehen, was dort möglich ist“, sagt sie. Das Problem mit den Wanderwegen bestehe laut Gerhard Reese (SPD-Fraktion) schon länger. Doch von den zuständigen Behörden in Stralsund würde die Stadt immer wieder die Aussage bekommen: Für Boddengewässer seien sie nicht zuständig.

Land und Bund in die Pflicht nehmen

Vor allem Radler hätten in diesem Bereich erhebliche Probleme, dort zu fahren. Der Waldweg sei zwar zum Radwandern geeignet, aber als Radweg nie richtig ausgebaut worden. „Aktuell eignet er sich nicht dafür. Wenn es zum Beispiel einen Tag lang regnet, kommt man sehr schlecht durch“, sagt er. Das Land und den Bund aus der Pflicht zu nehmen, dies sollte die Gemeinde aus seiner Sicht nicht machen.

Der Antrag der Fraktion „CDU Putbus, Denk mal!“ wurde um den Punkt erweitert, auch die Straße im Putbusser Ortsteil Neuendorf zu überprüfen. Laut Julia Präkel könne es, auch wenn es sich in einer Ortslage befindet, trotzdem Fördermittel vom Wirtschaftsministerium des Landes geben. Zumindest an Stellen, die nicht bebaut sind.

Gerhard Reese regte zudem an, die vorhandene Beschilderung mit dem Zusatz „schlecht zu befahren“ zu ergänzen, damit sich Einheimische und Besucher besser auf die Situation vor Ort einstellen können oder eine andere Route wählen.

Mathias Otto

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