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Rügen Putbusser sagen „Ja“ zur Wegebahn
Vorpommern Rügen Putbusser sagen „Ja“ zur Wegebahn
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19:59 28.02.2019
Mit einer Probefahrt hatten Putbusser zum Ende des vergangenen Jahres den Einsatz der Wegebahn zwischen Putbus und Lauterbach bereits getestet. Quelle: Stefan Semmler
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Putbus/Lauterbach

9:4 – das Ergebnis ist deutlich. Die Putbusser Stadtvertreter haben sich auf ihrer jüngsten Sitzung mehrheitlich für den Einsatz einer Wegebahn zwischen der Stadt und dem kommunalen Hafen im Ortsteil Lauterbach ausgesprochen. Die Bahn soll möglichst von Ostern an die gesamte Saison über bis in den September im Einsatz sein – vorerst im Probebetrieb.

Nach OZ-Informationen starten die Touren am Bahnhof, führen weiter zum Circus und Markt. Von dort aus führt die Tour durch die Kastanienallee zum Großparkplatz am Wreecher Weg und weiter über den noch herzurichtenden Neuendorfer Weg bis schließlich zum Hafen und wieder zurück.Unterwegs sein soll die Bahn im Gelegenheitsverkehr zwischen 10 und 17 Uhr. Und zwar kostenlos für Inhaber einer Kurkarte. Die Einwohner werden dagegen wohl einen Fahrpreis zahlen müssen.

Befürworter des Bahn-Einsatzes führen ins Feld, dass mit diesem Angebot die Kurkarte des staatlich anerkannten Erholungsortes deutlich attraktiver werde und die Touristen diese deshalb bei ihren Vermieter stärker einfordern würden – wenn sie die nicht schon haben. Zudem biete sich ihnen auch die Möglichkeit, die Wege- beziehungsweise Bäderbahn in den Ostseebädern Sellin und Baabe auch kostenlos nutzen zu können. Diese Möglichkeit bestünde natürlich auch in umgekehrter Richtung.

Bei einer vom CDU Stadtverband Putbus-Garz initiierten Probefahrt zum Ende des vergangenen Jahres war deutlich geworden, dass auch bei den älteren Einwohnern von Putbus und Lauterbach der Bahneinsatz als positiv angesehen werde. Ihnen wäre es somit möglich, ohne große Anstrengungen wieder mal den Hafen Lauterbach beziehungsweise das Putbusser Zentrum zu besuchen.

Auch Birgit Lahann von der städtischen Kurverwaltung sprach sich seinerzeit pro Bahn aus: „Für unseren Gast wäre ein Rundweg geschlossen. Er könnte die Bahn, die Schiffe der Weißen Flotte und den Rasenden Roland nutzen, um ohne sein Auto von Putbus in die Orte an die Bäderküste und wieder zurück zu gelangen.“

Im Grunde seines Herzens sieht Karl-Otto Hein dieses nicht anders. „Grundsätzlich ist für die touristische Entwicklung von Putbus und Lauterbach der Einsatz einer Bahn positiv zu bewerten. Mit der können sich weitere wirtschaftliche Effekte ergeben, die das touristische Angebot erweitern. Insofern begrüße ich den Ansatz, eine solche Bahn einzusetzen“, sagte der 1. stellvertretende Bürgermeister, der gegenwärtig für die erkrankte Bürgermeistern Beatrix Wilke (parteilos) die Geschäfte im Rathaus der einst fürstlichen Residenzstadt führt. Einen Einsatz der Bahn schon in diesem Jahr sieht er dagegen problematisch. Der aktuelle Haushaltslage der Stadt, die als dauerhaft nicht leistungsfähig eingeschätzt wird, gebe keine Spielräume her. Und er fragte: „Welche Maßnahme streichen wir aus dem städtischen Haushalt, um den städtischen Anteil für den Probebetrieb der Bahn sicherzustellen?“

Diese Frage wollte er nicht im Hauruck-Verfahren sondern im Laufe des Jahres beantwortet haben. „Deshalb schlage ich vor, dass ein Grundsatzbeschluss gefasst wird, mit dem Auftrag an die Verwaltung und den Eigenbetrieb, den Bahneinsatz für 2020 und die Folgejahre vorzubereiten und der Stadtvertretung im Herbst 2019 ein schlüssiges Konzept vorzulegen.“

Dagegen wandte sich Jörg Riemer (CDU) deutlich. „Wenn wir uns jetzt nicht entscheiden, waren alle bisherigen Aktivität umsonst“, machte der Bürgervorsteher deutlich. Und Julia Präkel, Chefin der Fraktion „CDU Putbus, Denk mal“ ergänzte: „Es wird wieder nur alles zerredet und nichts passiert.“ Deshalb beantragte sie schließlich die Abstimmung. Und die hatte das obengenannte deutliche Ergebnis zur Folge.

Das muss aber nicht das letzte Wort zu diesem Thema gewesen sein. Denn die Stadt kann in persona der Bürgermeisterin beziehungsweise ihres Stellvertreters noch bis zum kommenden Montag Widerspruch gegen den Beschluss der Stadtvertreter einlegen.

Chris Herold

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