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Rügen Quelle am Königsstuhl wird nicht mehr angezapft
Vorpommern Rügen Quelle am Königsstuhl wird nicht mehr angezapft
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06:39 09.07.2015
Der Zugang zur Golcha-Quelle am Königsstuhl. Eine umgestürzte Buche hat die Treppe und teilweise auch die Anlagen bereits beschädigt. Quelle: Udo Burwitz
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Sassnitz

Auf Rügen wird die einzige, bislang zur Trinkwasserversorgung genutzte Quelle am Königsstuhl nicht mehr angezapft. Der Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (Zwar) hat eine neue und etwa drei Kilometer lange Trinkwasserleitung von Hagen zum Königsstuhl verlegen lassen. Sie versorgt jetzt das an Rügens weißem Wahrzeichen gelegene Nationalpark-Zentrum sowie das Nationalparkamt.

Mit dem Anschluss der Einrichtungen an das zentrale Trinkwassernetz der Insel hat der Zwar die Versorgung über die Golcha-Quelle eingestellt. Sie befindet sich auf halbem Weg am Abstieg des Königsstuhls zum Strand. Bereits um 1905 hat der Wirt des oben am Kreidefelsen gelegenen, ehemaligen Hotels „Stubbenkammer“ die Quelle einfassen lassen. Seitdem wurde sie für die Trinkwasserversorgung am Königsstuhl genutzt. Der Zwar hat das in einem Behälter aufgefangene Quellwasser den Hang hoch gepumpt zu einem Wasserwerk unmittelbar neben dem Eingang zum Nationalpark-Zentrum. Dort wurde das Nass für die Versorgung aufbereitet. Dieses Wasserwerk wurde nach Fertigstellung der neuen Leitung inzwischen außer Betrieb genommen.

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Die einzige Quellwasserversorgung Rügens am Königsstuhl hat der Zwar aufgegeben, weil in der Vergangenheit bereits am Hang der Golcha-Quelle eine mächtige Buche umgestürzt ist. Sie hat den Treppenzugang und teilweise schon die Anlagen beschädigt. Mit der neu verlegten Leitung können solche Risiken ausgeschlossen und die Versorgungssicherheit am Königsstuhl garantiert werden, begründet Zwar-Sprecher Reinhard Litty die Investition.



Udo Burwitz