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Rügen „Wir machen Radio!“
Vorpommern Rügen „Wir machen Radio!“
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14:54 25.10.2019
Radiomoderatoren von morgen? Laura, Diego, Max und Lea (v. l. n. r.) haben sich an fünf Projekttagen mit ihrer eigenen Radiosendung beschäftigt und viel Spaß dabei gehabt. Quelle: André Krüger
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Bergen

„Wir machen Radio!“ Mit dieser Aufforderung hatte Schulsozialarbeiterin Kirstin Steffen die Jungen und Mädchen der 7. Klasse sofort für ihr gemeinsames Septemberprojekt begeistert. Und so reiste Medienpädagoge André Krüger mit dem „Medientrecker“ zur Regionalen Schule „Am Grünen Berg“ in Bergen, wo die Radiomacher von morgen ganz gespannt auf Technik, Ton und mit eigenen Themen warteten.

Der „Medientrecker“ ist ein Kleintransporter, der mit der passenden Technik zum Radiomachen ausgestattet und von der Medienanstalt M-V ins Leben gerufen wurde. Seit 2002 touren Medienfachleute durch das Land und organisieren jährlich 40 Projekte. Das aus Rundfunkgebühren finanzierte Vorhaben ist für Schulen kostenlos und braucht nicht viel: eine Steckdose, ein Raum für die Technik und einen engagierten Ansprechpartner. Diese Voraussetzungen haben die Bergener um Schulsozialarbeiterin Kirstin Steffen ganz schnell geschaffen.

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Ein Thema für die eigene Radiosendung fanden Laura, Lea, Diego und Max ganz schnell. Sie wollten sich mit einer ganz aktuellen Frage beschäftigen: „Müll, sehr viel Müll, was mit ihm passiert und wie vermeiden wir diesen in Zukunft?“ Sie einigten sich auf die Inhalte und bauten Informationen über die Umweltaktivistin Greta Thunberg ein. Sie wollten die Idee der Streiktage „Fridays for Future“ hinterfragen und darüber nachdenken, ob diese in der Schulzeit wirklich sinnvoll seien. Bereits am Anfang des Schuljahres sammelten sie zu diesem Thema im Bergener Medien-Informationszentrum (MIZ) erste wichtige Bausteine, um daraus nun Radiotexte zu machen. Ihr Deutschlehrer Alex Mauer und der Medienpädagoge Ronald Prinz haben ihnen dabei geholfen. Denn Recherche in der Medienwelt ist nicht einfach nur per Knopfdruck und Kopie möglich.

„Im Medientrecker-Projekt konnten die Schüler so auf ein gutes Basiswissen zurückgreifen“, sagt Kirstin Steffen. Doch das sei nur der Anfang für die Radio-Tage gewesen. Sie recherchierten weiter, bereiteten Fragen vor und führten Interviews an der Schule durch. Das ist nicht mal schnell in einer Unterrichtsstunde gemacht. „Ungewohnt war für alle das freie Sprechen ins Mikrofon“, erinnert sich André Krüger. „Auch das Schneiden des Beitrages war zum Anfang etwas knifflig, aber bald tägliche Routine.“

Einen großen Pluspunkt vergaben die Teilnehmer für die Gruppenarbeit, denn dabei konnten sie sich unter anderem beim Vorbereiten und Durchführen der Interviews mit den Schülern und anderen Gästen im Radio-Studio besser unter die Arme greifen. „Wir würden das Radioprojekt nochmal machen“, meinen Laura und Lea am Ende der Projektzeit. Und alle sind sich einige, den Medientrecker gerne zur Nutzung an anderen Inselschulen weiterzuempfehlen. Diego und Max ergänzen: „Wir geben 5 von 5 Sternen und hoffen im nächsten Jahr auf ein neues Medienprojekt.“

Von André Farin

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