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Rügen Rettungseinsatz auf Rügen: Frau klettert an Steilküste am Kap Arkona
Vorpommern Rügen Rettungseinsatz auf Rügen: Frau klettert an Steilküste am Kap Arkona
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16:17 14.08.2019
Einsatz am Kap Arkona wegen einer Kletterin an der Steilküste. Quelle: Feuerwehr Putgarten
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Putgarten

Auf der Insel Rügen musste eine Urlauberin am Mittwoch durch Feuerwehrleute vom Hochufer am Kap Arkona gerettet werden. Nach OZ-Informationen war die Frau mit ihrem Mann am Strand unterhalb des Kaps entlang gewandert und wollte ans Hochufer.

Beide wollten offenbar eine Abkürzung nehmen und kletterten an der Böschung zwischen der gesperrten Königstreppe und der Nebelsignalstation nach oben. Etwa auf halber Höhe verließen die Frau die Kräfte. Ihr Mann, der den Aufstieg schaffte, setzte einen Notruf ab.

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Putgarten stiegen zu der Frau hinunter, sicherten sie mit einem Seil und brachten sie wohlbehalten nach oben. Im Einsatz waren neben den Putgartenern auch die Feuerwehrleute aus Altenkirchen, die Sassnitzer mit ihrem Höhenrettungstrupp, ein Rettungswagen und ein Rettungshubschrauber.

Bilder vom Rettungseinsatz am Kap Arkona

Wanderer überschätzen immer wieder ihre Kräfte

„Person in Grube“ – so hatte die Meldung der Rettungsleitstelle gegen 12 Uhr gelautet. Gemeint war eine Vertiefung am Hochufer, in der die Frau festsaß. „Solche Einsätze sind für uns nicht neu – leider“, sagte Putgartens Wehrführer Andreas Heinemann. Immer wieder überschätzen Wanderer sich, während sie die Gefahren des Hochufers unterschätzen.

Vor acht Jahren war am Kap Arkona ein zehnjähriges Mädchen bei einem Hangrutsch von Gesteinsmassen verschüttet worden und ums Leben gekommen. Daraufhin wurde die Königstreppe gesperrt. „Die Stelle, an der die Urlauber jetzt hochgeklettert sind, liegt nur wenige Meter von der damaligen Unglücksstelle entfernt“, sagt Heinemann kopfschüttelnd. Da hochzugehen sei lebensgefährlich. „Die Steinpackung unten am Strand ist glatt und die Böschung nach den Niederschlägen der vergangenen Tage rutschig.“ Ein paar Meter weiter gebe es eine Treppe am Siebenschneiderstein, die vom Strand zum Hochufer führt und als Abgang ausgewiesen ist.

Feuerwehr appelliert, Absperrungen einzuhalten

Wehrführer Heinemann appelliert aus diesem Anlass erneut an alle Insulaner und Besucher, sich im Bereich des Hochufers vorsichtig zu verhalten und die Absperrungen zu respektieren. Mit solchen Aktionen wie am Mittwoch Mittag gefährde man das eigene Leben und unter Umständen das der Retter.

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