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Rügen Rockhaus überzeugen in Sellin kunterbunt gemixtes Publikum
Vorpommern Rügen Rockhaus überzeugen in Sellin kunterbunt gemixtes Publikum
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09:52 29.07.2019
Rockhaus live in Sellin zum Seebrückenfest Quelle: Jens-Uwe Berndt
Sellin

 Wie bei einem kostenlosen Rock-Konzert im Rahmen eines mehrtägigen Festes mit Angeboten für Groß und Klein nicht ungewöhnlich, war das Publikum bei der Abschlussveranstaltung mit Rockhaus am Sonntagabend kunterbunt durchmischt. Da waren die beinharten Fans der Gruppe wie Kathrin Weidmann (42) aus Roggentin, ihr Mann und ein paar Freunde aus Rostock. Die Truppe, die häufiger zu Rockhaus-Konzerten fährt, war zum Teil an ihren T-Shirts als Anhängerschaft zu erkennen. „Mein Mann ist ein langjähriger Fan der Band“, sagte Weidmann. Anders die Besucher vom Schlage des Selliners Günter Meier (67). Der war wegen der Ankündigung gekommen, wollte einfach mal schauen, wie die gepriesene Band wohl klingen mag. „Es gefällt mir ganz gut“, sagte Meier – und blieb fast bis zum Schluss. Und dann die Weitgereisten. Renate Schleeh (57) aus der Nähe von München. Sie hatte keinen blassen Schimmer, wen sie da auf der Bühne sah. „Das sind doch Karat, oder?“, fragte sie. „Nein? Na zumindest ist es eine ehemalige DDR-Band. Und sie gefällt mir richtig gut.“

DDR-Songs stark in der Unterzahl

Dass Rockhaus ihre Fans per se auf ihrer Seite hatten, verwundert nicht. Allerdings hielten auch jene zur Fahne, die vor allem Hits aus DDR-Zeiten erwartet hatten. Und die blieben im Set der Band stark in der Unterzahl. Im regulären Teil des Auftritts gab es „Träume, Träume“, „Gefühle“, „Mich zu lieben“, „Armer Irrer“ und „Bleib cool“ von der Erfolgs-LP „I.L.D.“ von 1988 zu hören. Die beiden ersten Alben „Bonbons und Schokolade“ (1983) und „Alles klar ...?“ (1985) sparte das Quartett um Sänger Mike Kilian vollständig aus. Allerdings wussten die ausgewählten Songs der Rockhaus-Phasen seit 1990 die rund 2000 Besucher vollkommen zu überzeugen.

Gut 2000 Besucher sahen die Band auf der Bühne an der Seebrücke.

Und auch wenn die Gruppe mit Sachen wie „Nur ein Traum“, „Seelenverwandte“, „Sieg“ oder „Wohin“ ganz tief in die Melancholie-Kiste griff, verströmte sie eine unbändige Lebensfreude und hatte verdammt gute Laune. Das mündete schließlich im spontanen „Rausschmiss“ von Schlagzeuger Michael Haberstroh, der es „gewagt“ hatte, sich über das Alter von Mike Kilian lustig zu machen. Auch die Zugabe mit dem wohl größten Hit der Band, „I.L.D.“ wurde zu einer witzigen Abschiedszeremonie inklusive Werbeblock, Crew-Vorstellung und Huldigung an die Selliner und deren Urlauber.

Einzigartige Stimme

Mike Kilian dürfte manch unbedarften Besucher wie die oben genannte Dame aus München durchaus in Erstaunen versetzt haben, gehört der 58-Jährige doch zu den außergewöhnlichsten Sängern in Deutschland überhaupt. Abgesehen davon, dass der Mann eine einzigartige Stimme besitzt, erreicht er mit seinem manchmal sirenenhaften Organ extreme Höhen spielend. Deshalb überraschte es eigentlich nicht, dass seine kleine „Another One Bites The Dust“-Einlage tatsächlich etwas von Freddie Mercury von Queen hatte.

Zu den dargebotenen Songs gehörten auch zwei vollkommen neue Stücke, die offiziell erst mit dem neuen Album „Tempozoo“ im Oktober veröffentlicht werden. Beide Nummern fügten sich in den Tenor des Konzertes bestens ein und dürften besonders Fans heißt auf das Kommende gemacht haben.

Jens-Uwe Berndt

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