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Rügen Alternativlos: Rotes Kreuz ruft Rüganer zum Blut spenden auf
Vorpommern Rügen

Rotes Kreuz ruft Rüganer zur Blutspenden auf

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09:00 18.03.2020
Das Deutsche Rote Kreuz bittet um Blutspenden und sucht in diesem Zusammenhang auch nach geeigneten Räumlichkeiten, da Pflegeeinrichtungen wegen des Besuchsverbotes nicht zur Verfügung stehen. Quelle: Matthias Bein/dpa-Zentralbild
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Bergen/Sassnitz

In Zeiten des grassierenden Coronavirus ist Ruhe und Sachlichkeit gefragt und erste Bürgerpflicht. „Nur so können wir in dieser äußerst angespannten Pandemiesituation alle anstehenden Probleme lösen“, macht Burkhard Päschke vom Kreisverband Rügen-Stralsund des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) deutlich.

Jede Blutspende wird benötigt

Zu den zu lösenden Problemen gehört auch die Blutspende. Nach Angaben von Silke Hufen vom Blutspendedienst MV seien die Zahlen der Spender noch relativ konstant. „Wir verzeichnen einen leichten Rückgang von etwa sieben Prozent“, so Hufen. Aber jede Blutspende werde benötigt. „Wir müssen unsere Krebs- und Dialyse-Patienten kontinuierlich mit Blut versorgen. Dazu gibt es keine Alternative“, macht Hufen deutlich.

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Aktion verlegt ins Medienzentrum

Problematisch sei es in diesem Zusammenhang, Räume für die Blutspende zu finden. In Pflegeeinrichtungen sei dies nicht mehr möglich, da für sie ein Besuchsverbot gilt. Deshalb musste die für diesen Donnerstag (19. März) in der DRK-Pflegeeinrichtung in Bergen vorgesehene Blutspende verlegt werden. Blutspender sind nunmehr in der Zeit von 14 bis 19 Uhr im Medien- und Informationszentrum am Bergener Markt willkommen. Die Blutspende am 27. März wird dagegen in der Sassnitzer DRK-Pflegeeinrichtung stattfinden – allerdings von 15 bis 19 Uhr im „Aurelium“ des Hauses. Ansonsten, so Hufen, wären Schulen und Kindertagesstätten geeignete Orte für eine Blutspende. „Die entscheiden sich aber sehr verunsichert dafür oder dagegen.“

Hotline für Rückfragen geschaltet

Dafür wäre die bessere Lösung. „Denn trotz aller Warnhinweise: Blutspenden werden dringend benötigt, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten versorgt werden können“, macht Päschke unmissverständlich deutlich. Menschen mit grippalen Infekten oder Erkältungs-Symptomen dagegen sollen sich nicht auf den Weg zu Blutspende-Terminen machen, ebenso wie Reiserückkehrer aus Norditalien, China, Südkorea, Iran, Japan und dem Landkreis Heinsberg. „Menschen, die in den letzten 2 Wochen mit in Quarantäne befindlichen Personen Kontakt hatten, dürfen auch nicht spenden“, ergänzt der DRK-Mann, der für Rückfragen auf die Hotline 08 00/1 19 49 11 oder per Mail: info@blutspende-mv.de verweist.

Keine Erste-Hilfe-Kurse bis Ende April

Um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, hat der DRK-Kreisverband übrigens entschieden, mit sofortiger Wirkung bis Ende April keine Erste-Hilfe-Kurse mehr anzubieten. „Gleiches gilt für die Besuchshundearbeit, das Wasserwachttraining und die Jugendrotkreuz-Treffs“, sagt Päschke und ergänzt: „Unsere Bereitschaften für den Bevölkerungsschutz werden ihre Zusammenkünfte auf das Notwendigste reduzieren und die Einsatzbereitschaft erhöhen.

Von Chris Herold

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